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Acht Uraufführungen

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Untertitel: Lucerne Festival 2003

Bevor das Lucerne Festival in die letzte Woche geht, setzte es mit einer Reihe von Uraufführungen noch einmal Akzente. In der Lukaskirche spielte das «Uns-Ich-Er-Es»-Ensemble am Samstag erstmals Thomas Demengas «Trilogy» und Jürg Wyttenbachs «Serenade in Luftschlössern».

Am Samstagnachmittag wurde Wolfgang Rihms «NN Quintett für Bläser» vom Ensemble Wien-Berlin uraufgeführt. Und am Sonntagnachmittag intonierte das «Quatuor Sine Nomine» erstmals Gérard Zinsstags «troisième quatuor à cordes».
Vier Uraufführungen bestritt allein das Quartet Noir. Dabei ging es insbesondere um ein Ausloten der Möglichkeiten von Komposition und Improvisation. Die Musiker des Quartetts (Urs Leimgruber, Fritz Hauser, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell) kommen von der Improvisierten Musik.
Für sie schrieben – mit unterschiedlichen Ansätzen – Bettina Skrzypczak, Jaques Demierre, Alexander von Schlippenbach sowie Mela Meierhans Kompositionen. Dabei zeigte sich ein Unterschied zwischen den dynamischeren, fliessenderen Werken der beiden Jazzmusiker Demierre und Schlippenbach und den eher statischen von Skrzypczak und Meierhans, die stärker von der komponierten Neuen Musik geprägt sind.

Bobby McFerrin und die Wiener

Ungewöhnliche Szenen für das konventionelle Festivalpublikum spielten sich in der vergangenen Woche beim Gastspiel der Wiener Philharmoniker ab. Bei zwei Konzerten stieg der Jazzsänger Bobby McFerrin auf das Dirigentenpult. Er erwies sich nicht als optimale Besetzung, was allerdings auf die Darbietung des virtuosen Klangkörpers wenig Auswirkungen hatte.

Selbstverständlich gab McFerrin auch Kostproben seines Gesangs. Dabei animierte er das Festwochenpublikum zum Mitsummen und er improvisierte über Gounods «Ave Maria». Als Zugabe sang das Orchester die Ouvertüre aus Rossinis «Wilhelm Tell». Die Leute dankten mit überwältigendem Applaus.
Nach diesem teilweise zwiespältigen Gastspiel kehrten die Wiener Philharmoniker am Donnerstag der Event-Kultur den Rücken und pflegten unter der Leitung von Pierre Boulez wieder das gediegene, seriöse Sinfoniekonzert auf höchstem Niveau (u.a. mit Mahlers «Vierten»).

«Alte Musik» erfrischend neu

Höchste Qualität gab es in der vergangenen Woche auch abseits repräsentativer Sinfoniekonzerte und zeitgenössischer Uraufführungen. Die Berliner Barock-Solisten und das Venice Baroque Orchestra bewiesen, dass man «alte Musik» für heutige Ohren erfrischend und vital darbieten kann – so dass sich neue Zugänge zu scheinbar längst bekannten Werken öffnen.

Am Samstagabend begann die Residenz des Chicago Symphony Orchestras unter Daniel Barenboim. Am nächsten Mittwoch kommt dann das letzte «Ochestra-in-Residence» nach Luzern: Die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle werden das Finale des Lucerne Festival bestreiten.

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