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Admir Mehmedi: Lust statt Last

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«Wenn er die Geduld behält und in den nächsten ein, zwei Jahren die Bestätigung bringen kann, dann wird Admir ein ganz Grosser.» Die Einschätzung kommt von einem Experten, der die Fortschritte Mehmedis hautnah und täglich verfolgt. Fredy Bickel, der Sportchef des FC Zürich, stattete den Sohn mazedonischer Immigranten mit dem ersten Profi-Vertrag aus. Er kennt den Winterthurer wie kaum ein Zweiter in der Szene.

Über die rasante Entwicklung zum Nationalspieler freut sich Bickel, gibt aber zu bedenken, dass Mehmedi erst bei der Hälfte der Wegstrecke angelangt sei: «Er hat den normalen Prozess hinter sich und sich auch im Klub an den Stammplatz herangetastet. Jetzt muss er die Bestätigung bringen. Das wird für ihn nicht einfach.»

Fischers harte Hand

Mehmedi ist der Durchbruch im nationalen Championat erst in dieser Saison gelungen. Zehn Treffer schoss der knapp 20-Jährige für den FCZ; in den Jahren zuvor hatte er sich oft vergeblich um einen Platz in der Startformation der Zürcher bemüht. «Viele haben vergessen, dass ich bereits mit 17 in die erste Mannschaft gekommen bin. Ich musste erst mal lernen, dem Druck standzuhalten.» In Dänemark stürmt ein «gereifter» Mehmedi. Einer, dem «die Tore jetzt einfach reinfallen», wie er selber zu sagen pflegt. Einer, der unbeschwert wirkt – auch neben dem Rasen. Mit seiner Tor-Doublette führte der Stürmer die Schweiz zum 3:0 gegen Weissrussland. Den frühen Penalty verwertete er ohne ein Wimpernzucken, der Schlenzer zum 2:0 war das Produkt eines Hochtalentierten. Die Uefa hätte ihn auch zum «Cool Man of the Match» wählen können. «Ich spüre hier keinen speziellen Druck, unbedingt treffen zu müssen. Dafür bin ich ja einfach da.» Es ist Mehmedis lapidare Erklärung seiner abgebrühten Art. Er empfindet seinen Beitrag zum dritten Erfolg in Serie nicht als aussergewöhnliche Heldentat. Die Tore sind das Ergebnis seiner Selbstsicherheit. Seine EM-Form hat Mehmedi in den letzten zwölf Monaten im Klub aufgebaut. Urs Fischer habe dabei eine «tragende Rolle» gespielt: «Er ist ein gradliniger Typ und sagte mir oft die Meinung.» Immer wieder war die Effizienz das Thema der beiden.

Die tägliche Arbeit war oft schwierig: «Ich bin von Fischer hart angepackt worden, immer wieder. Aber ich habe gesehen, dass mir das etwas bringt.»

«Barça eher nicht»

Der Schub in der Karriere Mehmedis ist in Dänemark für alle erkennbar. SFV-Coach Pierluigi Tami, der ihn schon in der U16-Auswahl betreut hat, attestiert ihm viel Potenzial: «Er ist ein moderner Stürmer, der nicht nur Tore macht, sondern auch viel arbeitet.» Ottmar Hitzfeld hat die Qualität ebenso registriert und ihm kurz vor der U21-EM im «Wembley» zum Debüt im A-Team verholfen.

Dort will er sich mittelfristig durchsetzen: «Derdiyok ist wohl gesetzt. Dahinter ist alles offen. Und in der A-Nationalmannschaft zählt immer der Formstand.» Lucien Favre, der Trainer von Borussia Mönchengladbach, beobachtet die Ambitionen von Mehmedi gespannt. Er unterzog ihn einst beim FCZ einem Leistungstest und erinnert sich: «Mehmedi überzeugte mich schon damals. Er muss aber noch am linken Fuss arbeiten.»

Dass er im EM-Halbfinal am Mittwoch gegen die Tschechen erneut im internationalen Fokus stehen wird, ist für Mehmedi keine Last, sondern ein Genuss: «Es ist ein nächster Karrierehöhepunkt. Ich trete gegen Spieler an, die bei ausländischen Topklubs unter Vertrag sind.» Er selber bald auch? Bis 2013 ist er an den FCZ gebunden. «Früher war ich Milan-Fan», sagt er und schiebt lächelnd nach: «Real finde ich auch gut. Barcelona interessiert mich weniger. Nein, Barça wirklich eher nicht.» Si

Admir Mehmedi (beim Schuss) glänzt bei der U21-EM in Dänemark unter anderem als Torschütze.Bild Keystone

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