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Adventskalender: Im Hause de Reyff

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Autor: Irmgard Lehmann

Wer zum ersten Mal in den Barocksaal eintritt, staunt vorerst einmal ganz gewaltig. Im zweiten Stock an der Reichengasse 14 glaubt man sich in eine andere Welt versetzt. In die Welt der rauschenden Feste, wo Frauen in glockenförmigen Röcken und Miederleibchen durch die Gänge schwirrten, wo Männer sich beim wärmenden Kaminfeuer dem Dolce far niente hingaben und wo Gäste beim Nachmittagstee der Flöten- und Cembalomusik lauschten.

Der Salon, der einen einmaligen Blick auf die Altstadt und die Freiburger Voralpen freigibt, ist mit einem reichen Dekor versehen. So stammt etwa die blaue Paneauxmalerei von Gottfried Locher. Er galt als einer der bedeutendsten Maler im 18. Jh. und hat u. a. auch die Deckenmalerei im Grossratssaal und die Malereien in den Kirchen Bösingen und Tafers geschaffen. «Dieser Salon ist der schönste und grösste Privatsalon der Stadt», erklärt die Kunsthistorikerin Marie-Thérèse Torche. Zur Geschichte: Im 18. Jahrhundert haben Freiburger Patrizier an der Reichengasse die Häuser aus der Spätgotik gekauft und zu stattlichen Bauten umfunktioniert. So ging auch die Nummer 14 – die aus drei spätgotischen Häusern bestand – 1760 an die Patrizierfamilie de Reyff aus Cugy über. Während 130 Jahren war der Prachtsbau Stadtwohnung der Patrizierfamilie, die in den Wintermonaten in der Stadt lebte und im Sommer ins Schloss aufs Land zog. Das war der Lebensstil vieler Patrizier, und daher gibts im Kanton auch die 200 Schlösser. Dass in der Altstadt von Freiburg das Proletariat zuhause war, sei für Freiburg ein grosses Glück gewesen, sagt Torche: «In keiner Stadt der Schweiz ist das gotische Erbe so intakt.» Im barocken Salon zeigt das Deckengemälde, eine Allegorie der Familie Reyff, u. a. das Wappen von Franz Reyff de Cugy und seiner Gattin Marie-Hélène Castella de Delley. François Philippe de Reyff war Offizier im Dienste des französischen Königs. «Viele Patrizier haben am Hof gesehen, wie es sich gut leben lässt, und versuchten zu Hause im Rahmen des Möglichen den feudalen Lebensstil zu imitieren», erzählt die Kunsthistorikerin.

Leben hinter verschlossenen Türen – mal ernst, mal hübsch, mal lustig: In diesem Adventskalender öffnen die FN jeden Tag bis zum 24. Dezember eine Tür.

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