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Adventskalender: «Nicht störrisch»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anton Jungo

Es gibt kaum eine Darstellung des Weihnachtsgeschehens – Herbergssuche, Geburt im Stall, Flucht nach Ägypten -, auf der nicht ein Esel mit von der Partie ist. Und doch: in den entsprechenden biblischen Geschichten ist er nirgends erwähnt. Im Glauben des Volkes waren die schweren Gänge, die Maria und Josef auf sich nehmen mussten, aber offensichtlich ohne die Hilfe eines Reittieres und Lastenträgers nicht denkbar.

Ein sympathisches Haustier

Bei uns dient der Esel kaum noch als Gebrauchstier. Er geniesst aber als Haustier viel Sympathie. Peter und Christa Rentsch-Peyer halten auf dem Bauernhof von Andreas Leuthardt in Engertswil bei St. Ursen zwei Esel.

«Seit ich meine Frau kenne, wünschte sie sich immer einen Esel als Haustier. Als unsere drei Kinder geboren wurden und meine Frau nicht mehr in ihrem Beruf als Hebamme arbeitete, war der Augenblick gekommen, diesen Wunsch zu erfüllen», erklärt Peter Rentsch.

Im Februar 1997 schaffte die Familie Rentsch «Honka» an. Sie stammte aus Linthal, zuhinderst im Glarnerland. Im Mai brachte sie «Sissy» zur Welt. Niemand hatte gewusst, dass sie trächtig war.

Da man Esel nicht als Einzeltier halten darf, war bei der unverhofften Geburt schon «Ajesha» bestellt. Sie warf ihrerseits im folgenden Jahr das Hengstfohlen «Adonis». «Ajesha lehnte ihr Junges bei der Geburt zwei, drei Tage ab, sodass es künstlich ernährt werden musste. Hier kamen die Hebammenkünste meiner Frau wieder zur Geltung», betont Peter Rentsch. Die Jungtiere kamen 2007 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Sind Esel wirklich störrisch? «Störrisch hat einen negativen Beigeschmack. Sie sind vorsichtig. Wenn sie mit einer unbekannten Situation konfrontiert sind, wollen sie zuerst wissen, was geschieht. In solchen Situationen nützt es nichts, wenn man sie antreiben will», meint Peter Rentsch.

Im Gegensatz zum Pferd ist der Esel kein Fluchttier. Bei Gefahr beobachtet er zuerst und reagiert dann. «Kritisch wird es immer, wenn ein Hund auftaucht. Sie wollen den Hund abwehren. Und Esel treffen gut, wenn sie einmal ausschlagen», hat Peter Rentsch beobachtet. Dieses Verhalten stammt offensichtlich aus der Zeit, als der Wolf noch der Feind des Esels war.

Störrisch sind die Menschen

Nochmals: Weshalb steht der Esel bei der Weihnachtskrippe? In vielen Ereignissen rund um das Weihnachtsgeschehen gehen Prophezeiungen aus dem Ersten Testament in Erfüllung. So heisst es bei Jesaja 1,3: «Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn. Doch mein Volk Israel kennts nicht.»

Leben hinter verschlossenen Türen – mal ernst, mal hübsch, mal lustig: In diesem Adventskalender öffnen die FN jeden Tag bis zum 24. Dezember eine Tür.

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