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Aebischer, Embolo und Duah sorgen für Partystimmung

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Der erste Schritt in den EM-Achtelfinal ist gemacht. Kwadwo Duah, der Freiburger Michel Aebischer und Breel Embolo treffen beim 3:1 für die Nati gegen Ungarn. Es ist vor allem auch ein Sieg für Trainer Murat Yakin.

Und dann kommt der Ball zu Breel Embolo. Plötzlich steht er alleine vor dem Tor. Unterwegs verliert er noch seinen Knieschutz. Aber was macht das schon? Embolo schaut – und lobt den Ball ins Tor. 3:1 für die Schweiz. Grenzenloser Jubel. Auf dem Feld. Und auf den Rängen. Der so wichtige Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Ungarn ist gesichert.

Um 16:54 ist das Spiel zu Ende. Ein Spiel, in dem die Schweizer doch noch lange leiden mussten. Am Ende gibt es trotzdem nur ein Fazit: Es ist ein hochverdienter Schweizer Erfolg. Über weite Strecken ist es ein hervorragender Auftritt. 60 Minuten lang vielleicht sogar der beste unter Murat Yakin.

Es gab Zeiten, da mussten die Schweizer für ihr Nachlassen in einer Partie büssen. Gerade in der EM-Qualifikation war das immer wieder so. Es gab einige späte Gegentore. Die Spieler haben noch und noch darauf hingewiesen, dass an der EM abgerechnet wird. Und tatsächlich. Diesmal überstehen sie das Zittern. Das 3:1 ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg in den Achtelfinal, das Minimalziel dieser EM.

Der Sieg für Trainer Murat Yakin

Einer hat massgeblichen Anteil an diesem Auftakt-Sieg. Nationaltrainer Murat Yakin. Er beordert Xherdan Shaqiri auf die Bank. Er verzichtet auch auf Amdouni. Dafür spielen Kwadwo Duah und der Freiburger Michel Aebischer. Und die Schweizer in einer Formation, die es so noch nie gegeben hat.

Nun: Es ist ein genialer Schachzug von Yakin. Nicht nur, dass Duah und Aebischer die ersten beiden Tore schiessen und Rückkehrer Embolo den Schlusspunkt setzt. Die Nati zeigt einen konzentrierten, engagierten Auftritt. Und sie ist so kreativ wie schon lange nicht mehr. Yakin hat hoch gepokert – und gewonnen.

Michel Aebischer und Kwadwo Duah also. Zwei Namen, die in der Schweizer Nationalmannschaft noch nie eine Rolle gespielt haben. Gut, Aebischer vielleicht eine Nebenrolle. 20 Länderspiele hat er immerhin schon. Duah hingegen hat vor diesem Samstag in Köln erst 45 Nati-Minuten hinter sich. Der 27-Jährige, in der Stadt Bern aufgewachsen, ist Doppelbürger. Mehrfach hat der Verband von Ghana ihn bereits aufbieten wollen. Duah hat immer abgelehnt. Immer in der Hoffnung, der Schweizer Verband möge sich doch noch bei ihm melden.

In diesem Sommer ist es so weit. Primär liegt das daran, dass Breel Embolo vom Verletzungspech verfolgt ist. Im Sommer erlitt er einen Kreuzbandriss. Nach seinem Comeback Mitte April der nächste Rückschlag in Gestalt einer Muskelverletzung. Haris Seferovic hat sich mit seinem Wechsel in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al Wasl quasi selbst aus dem Rennen genommen. Bleibt noch Zeki Amdouni. Der Genfer hat mit Burnley in der Premier League eine ansprechende Saison hinter sich. Aber so richtig überzeugt hat er Yakin auch nicht. Also wagt Yakin das Experiment Duah. Was für den Stürmer von Ludogorets Rasgrad spricht: Sein Tempo.

Duah lauert häufig hinter der Verteidigung. Schleicht sich weg. Genau so hat er das in St.Gallen jeweils gemacht. Früher, da vergab er noch zu viele Chancen. Als sich das zu ändern begann, wechselte er zu Nürnberg. Und schliesslich im vergangenen Sommer nach Bulgarien.

Und jetzt wird er also zum Schweizer Türöffner des ersten Sieges. Zwölf Minuten sind gespielt, als er sich im Rücken der ungarischen Verteidigung davonschleicht und Gulacsi keine Chance lässt. Zunächst ist der Jubel noch unterbrochen, weil der Schiedsrichter-Assistent die Fahne hebt. Aber schon in der ersten Zeitlupe wird klar: Nein, das ist kein Offside. Yakin ballt an der Seitenlinie dreimal die Faust, umarmt seinen Assistenten Giorgio Contini.

Aebischer nutzt seine Freiheiten

Womit wir beim Passgeber wären: Michel Aebischer. Sein bis anhin wichtigstes Länderspiel datiert vom 5. September 2021. Es war unmittelbar nach Yakins Amtsübergabe. Das 0:0 zu Hause gegen Italien legte den Grundstein zur WM-Qualifikation. Aber Aebischer kam damals vor allem wegen den vielen Verletzten zum Zug. Danach musste er sich wieder hinten anstellen.

Und nun also dieser Nachmittag von Köln. Aebischer ist indirekt der Profiteur davon, dass Xherdan Shaqiri nicht ganz fit ist. Dan Ndoye wird von links hinten nach rechts vorne verfrachtet. Aebischer übernimmt links hinten. Mit der Freiheit allerdings, sich immer wieder in den Angriff einschalten zu können.

Und wie er das tut! Plötzlich sieht er wieder einen freien Raum und bietet sich an. So ist das beim 1:0 von Duah. Auch danach kommt es immer wieder zu ähnlichen Situationen. Nicht jeder letzte Pass von Aebischer ist von der gleich starken Qualität. Doch dann kommt die 45. Minute.

Ein letzter Schweizer Angriff vor der Pause. Aebischer kommt am Strafraum an den Ball. Mit dem linken Fuss nimmt er ihn an. Legt ihn auf rechts. Und schlenzt ihn herrlich zum 2:0 ins tiefe, weite Eck.

Spätestens in diesem Moment trauern die Schweizer der 20. Minute ein bisschen weniger nach. Ruben Vargas hätte zu diesem Zeitpunkt bereits das zweite Schweizer Tor schiessen müssen. Er spekuliert richtig und steht plötzlich alleine vor Gulacsi, scheitert aber an dessen rechter Schulter.

Ungarn kommt plötzlich auf

Oder kommt doch noch alles anders? Eine Stunde ist mittlerweile gespielt. Und aus dem Nichts finden die Ungarn plötzlich ins Spiel. Ein erstes Mal taucht Barnabas Varga alleine vor Sommer auf. Noch ist das folgenlos, weil er offside steht. Eine Minute später findet eine Flanke den Kopf von Varga. Jetzt müsste es 1:2 stehen. Tut es aber nicht, weil Varga nebens Tor köpft.

Doch das alles genügt nicht als Warnung für die Schweizer. Wieder greifen die Ungarn an. Über Sallai kommt der Ball zu Szoboszlai. Und der Liverpool-Star flankt so präzise auf Varga, dass selbst dieser nichts mehr falsch machen kann. 1:2. Ungarn schöpft neue Hoffnung. Aebischer sieht diesmal nicht gut aus.

Yakin reagiert. Amdouni, Stergiou und wenige Minuten später auch Embolo kommen auf den Platz. Die Nati kann das Spiel etwas beruhigen. Aber es bleibt jetzt eine Zitterpartie. Yakin leidet an der Linie. Sein Antipode Marco Rossi klatscht in die Hände, treibt sein Team nochmals an.

Drei Minuten noch. Sierro und Rieder sind jetzt auch im Spiel. Und plötzlich Unmut bei den Schweizern. Weil dieser Sierro alleine aufs Tor ziehen könnte, Schiedsrichter Vincic aus der Slowakei aber den Vorteil abpfeift. Yakin erhält fürs Reklamieren Gelb.

Das Leiden geht weiter. Und dann kommt Embolo.

Jetzt geht es gegen die Schotten

Nach dem Auftaktsieg fahren die Schweizer noch am Samstagabend mit dem Zug zurück nach Stuttgart ins EM-Camp. Dort bleiben sie bis am Dienstag. Ehe sie erneut nach Köln zurückkommen. Am Mittwoch steht das zweite Gruppenspiel an, gegen Schottland. Die Ausgangslage: Ein Sieg reicht sicher für den Achtelfinal. Und auch mit einem Unentschieden sieht es schon sehr gut aus.

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