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Afrikanische Skulpturen in Schweizer Garten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Hannes Währer

Die Afrikanerin ist nach einem beschwerlichen Leben sichtlich ins Alter gekommen, trägt einen langen gemusterten Umhang und über dem voluminösen Haar ein Kopftuch. Mit der einen Hand stützt sie sich auf einen Stock, mit der andern hält sie zwei Maiskolben an die Brust gedrückt, als käme sie gerade vom Feld. Obwohl sie aus Stein ist, sieht sie aus, als würde sie sogleich den nächsten Schritt machen.

Bildhauer aus Simbabwe

Es ist Samstagnachmittag, kurz nach 16 Uhr im Garten des Steinbildhauerateliers von Sabine und Daniel Burla an der Prehlstrasse in Murten. Um die Skulptur herum steht eine kleine Gruppe Menschen, die sie interessiert betrachten. Dann flanieren die Leute weiter durch den weitläufigen Garten, wo zwischen Apfel- und Quittenbäumen, Haselsträuchern, Gartenbeeten und dem Kompost rund 50 Figuren von sechs Bildhauern aus Harare, der Hauptstadt Simbabwes, ausgestellt sind.

Die Vernissage unter dem Titel «Schweizer Steinbildhauer zeigen Werke von Berufskollegen aus Simbabwe» findet auch anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Werkstatt für Natursteinarbeiten von Daniel und Sabine Burla statt. Aber Daniel Burla resümiert nur kurz den Werdegang des Betriebs und erklärt dann, die Idee zur Ausstellung sei am letzten Silvester bei einer spontanen Begegnung mit dem in Muntelier und Harare lebenden Arzt Ruedi Lüthy (siehe Kasten) entstanden.

Dann erzählt Lüthy selbst, was ihn als Arzt dazu bewogen hat, einen Abstecher in den Kunsthandel zu machen. Seit er vor sieben Jahren nach Harare gezogen ist, sei er immer wieder in den Chapungu-Park gegangen – ein Park, in dem viele Bildhauer arbeiten und ihre Werke auch ausstellen. Mit der Zeit seien zu einigen von ihnen persönliche Beziehungen entstanden.

Weil aufgrund der prekären Lage Simbabwes seit etwa drei Jahren kaum mehr Touristen ins Land kommen würden, könnten die Bildhauer ihre Werke nur mehr schlecht verkaufen. Da sie aber dringend auf den Verdienst angewiesen seien und ihr Einkommen oft kaum für das Notwendigste reiche, sei ihm die Idee gekommen, Werke von einigen der Künstler in die Schweiz zu senden.

Das Ehepaar Burla überlegte nicht lange und begann im Februar mit der Organisation des Transports, der Mittelbeschaffung und der Ausstellung. Weil Burlas nicht alle 100 Werke, die in die Schweiz gesandt wurden, ausstellen konnten, fragten sie weitere Bildhauerkollegen an, wovon fünf ähnliche Ausstellungen organisiert haben.

Gewinn für die Künstler

Beim interessierten Murtner Publikum, das zahlreicher als erwartet am Anlass erschienen ist, kommen die Werke mit einer Formensprache zwischen traditioneller Mythologie und privatem Ausdruck gut an. Immer wieder werden die in unterschiedlicher abstrakter, naiver und gegenständlicher Manier gehauenen und geschliffenen Skulpturen begutachtet, berührt, diskutiert und schliesslich auch gekauft. Von den 50 Werken sind nach anderthalb Stunden bereits 20 verkauft, und noch immer sind Burlas mit Anfragen für Reservationen beschäftigt.

Und der Erlös aus dem Verkauf? «Der Gewinn geht zum grössten Teil direkt an die Künstler, einen kleinen Teil davon zahlen sie in einen Fonds ein, um Nachwuchskünstlern in Simbabwe eine Ausbildung zu ermöglichen», erklärt Lüthy.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen: www.shonastone.ch

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