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Agrardatenbank bald auf Internet?

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Espace Mittelland führt Informationssystem GELAN ein

An die 18727 Betriebe im Kanton Bern wurden letztes Jahr 450 Mio. Franken an Direktzahlungen (DZ) ausgerichtet; Freiburg: 4361 Betriebe, 150 Mio. Franken; Solothurn: 1991 Betriebe, 62 Mio. Franken. Für den Vollzug der Bundespolitik in diesem Bereich haben die drei Kantone die Agrardaten vernetzt. Mit der neuen Agrarpolitik müssen noch mehr Daten erfasst werden als bisher, z.B. ökologische Ausgleichsflächen, regelmässiger Auslauf (RAUS), besonders tierfreundliche Stallsysteme (BTS) usw. Wie Projektleiter Theo Ninck von der Landwirtschaftsdirektion des Kantons Bern ausführte, geht es dabei um die termingerechte Auszahlung der DZ (Vorschuss im Juli, Abrechnung Ende Oktober. In die Erhebung, die für dieses Jahr mit dem neuen System erfolgen wird, soll auch der Gewässer-, Boden- und Naturschutz einbezogen werden. Damit könnten Doppelspurigkeiten vermieden werden. Aufgrund bestimmter Datenschutzvorgaben können gewisse Daten an berufsständische Organisationen weitergegeben werden, z.B. Tierbestand an die Viehversicherungs-Anstalt.

Der grösste Nutzen für den Landwirt bestehe im einheitlichen Vollzug der DZ-Bestimmungen, betonte der Projektleiter. Weitere Vorteile: einfachere Formulare, zweisprachig, übersichtliche Wegleitung, transparente Auszahlungseröffnung. Diese genauen Daten erleichterten zudem die Arbeit der landwirtschaftlichen Berater. So ist es möglich, die Ökoflächen, Hanglagen usw. nach Gemeinden aufzuschlüsseln.
An der Zusammenkunft in Grangeneuve wurden die Entwürfe für die detaillierten Erhebungsbogen vorgestellt. Es ging darum, die Meinungen der Vertreter von Amtsstellen, Berufsorganisationen und Beratung einzuholen. Weiter wurde über die Durchführung der verschiedenen Betriebskontrollen informiert.

Auch neues Erscheinungsbild

Kooperation auch im administrativen Bereich: Auf den Briefumschlägen steht der Absender «Espace Mittelland» mit den Wappen der drei Kantone. Für den Empfänger des jeweiligen Kantons ist das Logo fettgedruckt.

Die Kosten für das neuen EDV-System (GELAN ist die Abkürzung für Gesamtprojekt-EDV-Landwirtschaft) werden etwa 2,1 Mio. Franken betragen. Diese werden im Verhältnis der Anzahl Betriebe aufgeteilt. Die Zusammenarbeit erlaube es den Kantonen, mittelfristig Einsparungen zwischen 15 und 20 Prozent zu erzielen, führte Ninck aus. Es ist auch vorgesehen, für die Erhebung der Daten das ausgebildete Personal unter den Kantonen auszutauschen.

Massstab für Glaubwürdigkeit

Die Arbeit für die Erhebung sei aufwendig. Für jede Parzelle müsse ein Blatt erstellt werden, betonte Felix Aeby, Dienstchef beim Landwirtschaftsdepartement des Kantons Freiburg. Im Mittel bewirtschaften die Landwirte im Kanton Freiburg 20 Parzellen, im Kanton Bern sind es 5. Er appellierte an das Verständnis der Landwirte. Ihm sei bekannt, dass die Landwirte gegenüber den Kontrollen misstrauisch seien. Es gehe um die Glaubwürdigkeit bei der Ausrichtung von DZ, und diese Kontrollen seien eben gerade der Massstab hiefür.

In der Informatik gehe die Entwicklung weiter. Vielleicht werde der Landwirt schon bald auf dem Internet abfragen können, wieviele DZ er erhalten werde; oder seine Düngerbilanz erstellen, wie sie für den Vollzug des Gewässerschutzgesetzes notwendig ist, schloss er.

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