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Agrarfreihandel beunruhigt Gemüsebauern

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Autor: Josef Jungo

Murten Die französischen und spanischen Gemüseproduzenten wehren sich laut Rouchaussé gegen das Projekt einer Mittelmeer-Union. Diese bezwecke die Schaffung einer Freihandelszone zwischen der EU und den Ländern des Mittelmeerraumes. Damit würde der massive Druck aus dem Maghreb noch verstärkt. In den letzten Jahren hätten die rund 40 000 Gemüsebauern in Frankreich laut dem Gastreferenten bereits enorme Einkommenseinbussen hinnehmen müssen. Von der Verkaufsfront her bestehe eine hohe Nachfrage nach Bioprodukten. Da im Land die Menge zu gering sei, würden diese Biogemüse auf ausländischen Märkten eingekauft. Dadurch gebe es auf dem einheimischen Markt bei konventionell produziertem Gemüse Überschüsse.

Vorbereitung der Zukunft

Die Branche müsse die Information verbessern und den Dialog mit den Konsumenten suchen. «Wir sind Botschafter unserer Produkte und sollten auf europäischer Ebene besser zusammenarbeiten», lautete das eindrückliche Schlusswort von Jacques Rouchaussé.

Verbandspräsident Hannes Germann schaute am Samstag an der Delegiertenversammlung in Murten auf ein bewegtes Gemüsejahr zurück. Wie der Ständerat aus dem Kanton Schaffhausen ausführte, stand die inländische Saison von Anfang an unter einem hohen Preisdruck. Die Gemüsebranche habe den Abnützungskampf im Detailhandel deutlich zu spüren bekommen, betonte er. Die beiden neuen Hard-Discounter Aldi und Lidl definierten sich wie übrigens auch die Gross-verteiler Coop und Migros über günstige Frischprodukte aus der Region. Dass diese im Grunde genommen erfreuliche Tatsache schmerzliche Nebenwirkungen haben könne, verstehe sich von selbst, meinte Germann. Aber mit Dauertiefpreisen, wie dies bei den Zwiebeln und Karotten letztes Jahr der Fall war, könne auf die Dauer kein Produzent seine Existenz sichern.

Gegen 300 Delegierte und Gäste nahmen an der Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) teil, darunter eine illustre Schar Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, angeführt von Bundesrat Ueli Maurer, Staatsratspräsident Beat Vonlanthen, der Berner Regierungsrätin Beatrice Simon sowie mehreren eidgenössischen und kantonalen Parlamentariern.

Das Seeland ist der «grösster Gemüsegarten»

«Das Seeland ist der grösste Gemüsegarten der Schweiz», stellte der Freiburger Staatsratspräsident fest. Die Kantone Bern und Freiburg arbeiteten gut zusammen, führte er aus. Er unterstrich die Bedeutung des Primärsektors und lobte die Arbeit der Landwirte und Gemüsebauern.

Wie sein Vorredner kam auch Bundesrat Ueli Maurer auf das Agrarfreihandelsabkommen mit der EU zu sprechen. In diesem Zusammenhang forderte er eine offene und ehrliche Diskussion über Preise und ihre Konsequenzen. Er plädierte für die Ernährungssicherheit. Es stelle sich dabei die Frage, was uns eine eigene, unabhängige Ernährung wert sei.

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