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«Agrarpolitik wenig erfreulich»

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Die Zahl der gesömmerten Tiere ist rückläufig. Dies hielt Elmar Gremaud, Präsident des Hirtenverbandes des Sense-Oberlandes und der Talschaft Jaun, an der 65. Generalversammlung vom Samstag in Tentlingen fest. Der Alpungsbeitrag von 370 Franken pro Grossvieheinheit an Landwirte, damit sie Tiere zur Sömmerung bringen, habe den Rückgang nicht aufhalten können, berichtete er. Die Erhebungen, die für die Ausrichtung von Biodiversitätsbeiträgen durchgeführt werden mussten, gingen für zahlreiche Betriebe gut aus, für andere weniger gut.

Auf Alpbetrieben mit Kühen fallen Gülle und Mist an, die ausgebracht werden müssten. «Die Folge davon kann sein, dass die sechs erforderlichen Zeigerpflanzen nicht alle vorhanden sind», so Gremaud. «Aber was bringen diese Pflanzenarten, wenn die Sömmerungstiere fehlen», fragte er. Weiter beklagte er die stets zunehmende Bürokratie.

Fahrverbote und Kuhglocken

Wenig Verständnis zeigte Gremaud für die Haltung von Pro Natura gegenüber der dringenden Sanierung der Alpwege im Breccaschlund. Erst nach Erfüllung verschiedener Auflagen konnten die Arbeiten beginnen. Die Erschliessung der Alpen sei eine Voraussetzung für die Bewirtschaftung der Weiden, hält er fest. Auf Unverständnis stiessen beim Hirten-Präsidenten auch die Diskussionen um die Viehglocken. Diese seien eine Hilfe für die Hirten, um verlorene Tiere zu finden. «Was wäre ein Alpauf- und -abzug ohne das imposante Geläute der Glocken und Treicheln?», fragte er. Auch wenn der Wolf im Berichtsjahr weniger in Erscheinung trat, gelte es wachsam zu sein, mahnte Gremaud zum Schluss. ju

Alpwirtschaft: Zivildienstler möglich

E lmar Zbinden, Vorstandsmitglied des Freiburgischen Alpwirtschaftlichen Vereins, hat die Hirten an der Versammlung informiert, dass neu Zivildiensteinsätze auch in der Alpwirtschaft möglich sind. Die Einsatzmöglichkeiten von Zivildienstleistenden in Gemeinschaftsweide- und Sömmerungsbetrieben seien vielfältig, wie zum Beispiel die Pflege der Alpweiden und des Waldes. Der Mindesteinsatz beträgt einen Monat, Einsätze können auch drei Monate dauern, sagte Zbinden.

Interessierte Alpbetriebe können Informationen bei der Vollzugsstelle für den Zivildienst, Regionalzentrum Thun: 058 468 19 19 oder E-Mail thun@zivi.admin.ch einholen. ju

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