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Ägypten im Morgenlicht

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Autor: Carole Schneuwly

Geboren am ersten Weihnachtstag 1961, gelebt zwischen der Schweiz, Paris und Kairo, verheiratet mit einem ägyptischen Arzt, eine schwere Krebskrankheit besiegt und schliesslich unter nie ganz geklärten Umständen eines gewaltsamen Todes gestorben: Das Leben der Freiburger Fotografin Véronique Audergon liest sich wie ein Roman.

Als Schülerin des Kollegiums Heilig Kreuz entdeckte Véronique Audergon im Rahmen eines Freifachs die Fotografie. Noch während ihrer Ausbildung in Lausanne stellte sie erstmals ihre Werke aus, später arbeitete sie als Assistentin renommierter Modefotografen in Paris, realisierte Reportagen in Ägypten, unterrichtete Fotografie und arbeitete als Pressefotografin. In ihrer Freiburger Heimat blieb sie weitgehend unbekannt, nicht zuletzt, weil sie sich 1992 mit ihrem Gatten in Kairo niedergelassen hatte. Hier wurde sie 2004 in ihrer Wohnung Opfer eines Gewaltverbrechens – zu einem Zeitpunkt, als sie, inzwischen geschieden, die Rückkehr in die Schweiz plante.

Licht und Menschen

Sechs Jahre nach ihrem Tod erweist das Museum für Kunst und Geschichte Véronique Audergon die Ehre und macht ihre Werke dem Freiburger Publikum in der Ausstellung «Morning Light» zugänglich. Der Titel stamme aus einem Text Audergons und verweise auf die Bedeutung des Lichts im Schaffen der Fotografin, erklärte Ausstellungskuratorin Caroline Schuster Cordone am Dienstag vor den Medien. Weitere Themen, die in der Ausstellung immer wieder vorkommen, sind Menschen, die aus der Anonymität geholt werden, das Spiel mit Farben und Formaten, aber auch die Liebe zur Schwarz-Weiss-Fotografie und das Experimentieren mit Polaroids.

Grossformatige Porträts, etwa von ägyptischen Bildhauern und Arbeitern, aber auch von Audergons Freundin, der Freiburger Künstlerin Marie Vieli, sind ebenso eindrücklich wie autobiografische Polaroid-Serien wie «56 Radio Days», in welcher die Fotografin ihren Kampf gegen den Krebs und den ständigen Wechsel zwischen Hoffen und Bangen festhielt. Der grösste Teil der Ausstellung jedoch ist Aufnahmen aus Ägypten gewidmet, jenem Land, das Audergon so magisch angezogen hatte und das sie am Ende nicht gehen lassen wollte.

Museum für Kunst und Geschichte, Murtengasse 12, Freiburg. Vernissage: Do., 10. Juni, 18.30 Uhr. Bis zum 15. August. Di. bis So. 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr.

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