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«Akademischer Schmelztiegel» feiert Geburtstag

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Die Universität Freiburg hat ihren Kernauftrag in der wissenschaftlichen Lehre und Forschung. Weniger bekannt ist, dass die Hochschule ihren Studierenden und Angestellten auch ein breit gefächertes Programm an Sprachkursen anbietet. Nicht weniger als 2000 Studierende nehmen Jahr für Jahr das weitgehend kostenfreie Lernangebot in Anspruch. Für den Betrieb des Sprachenzentrums sind 18  Lektorinnen und Lektoren, eine IT-Fachperson und drei administrative Mitarbeiterinnen angestellt; sie teilen sich insgesamt 12 Vollzeitstellen. In seiner heutigen Form existiert das Sprachenzentrum seit zehn Jahren. Am vergangenen Mittwoch feierte die Institution ihren Geburtstag mit Ateliers, Ansprachen, einem Fachvortrag und einer Podiumsdiskussion. Sowohl Vizerektor Thomas Schmidt als auch Zentrumsdirektorin Stefanie Neuner-Anfindsen hoben im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung die Bedeutung des Sprachenzentrums für die zweisprachige Universität hervor.

Stefanie Neuner-Anfindsen, Warum lohnt es sich für die Universität Freiburg, in Sprachkurse für Studierende und Angestellte zu investieren?

Für eine zweisprachige Universität ist es sehr gut investiertes Geld, weil sie so Studierende empfangen kann, die noch nicht perfekt zwei- oder mehrsprachig sind. Die grosse Nachfrage zeigt zudem, dass dieses Angebot von der Universitätsgemeinschaft sehr geschätzt wird. Die Studierende werden fit für zweisprachige Studiengänge. Zudem erhöhen sie ihre Mobilität ausserhalb der Universität. So oder so ist eine akademische Laufbahn ohne gute Sprachkompetenzen heutzutage nahezu undenkbar.

Welche Kursangebote sind denn besonders gefragt?

Die meisten unserer Teilnehmenden belegen Kurse mit dem Zielniveau B2. Sie befinden sich also auf dem Weg von der klassischen «Mittelstufe» hin zu einem fortgeschritteneren Sprachniveau. Das ist deswegen interessant, weil man davon ausgehen kann, dass die Fähigkeit, in einer Fremd- oder Zweitsprache zu studieren, ab dem Niveau B2 beginnt. Daneben werden Angebote, die die Lernenden dabei unterstützen, Sprachkompetenzen zu entwickeln, die sie für ihren universitären Alltag benötigen, ebenfalls stark nachgefragt. Auch ein Kurs zum Verständnis von Schweizer Dialekten ist bei den Studierenden äusserst beliebt.

Wie verändert sich das Kursangebot von einem Jahr zum anderen?

In regelmässigen Abständen führen wir Bedarfsanalysen durch, um an den Bedürfnissen der Lernenden dranbleiben zu können. Ausserdem suche ich den Austausch mit den Fakultäten, um zu hören, welche Bedürfnisse sie formulieren. Wir können zum Beispiel Fachsprachenkurse anbieten, wenn die Fakultäten das wünschen und finanzieren. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät tut dies seit vielen Jahren.

Nicht zuletzt ist das Angebot auch einem Wandel unterworfen, weil die Forschung im Bereich der Fremdsprachen­didaktik sich weiterentwickelt.

Sie sagen, das Sprachenzen­trum sei der «akademische Schmelztiegel» der Universität Freiburg, weil Studierende unterschiedlichster Herkunft und Fachrichtungen aufeinandertreffen. Besteht nicht das Risiko, dass durch E-Learning-Angebote diese soziale Komponente des Sprachenzentrums verloren geht?

Eher das Gegenteil ist der Fall: Mit Skype können Lernende, die an verschiedenen Orten sitzen, an ihrem Gruppenprojekt weiterarbeiten. Das ist doch gut. Ein Skypemeeting kann aber eine Unterrichtsstunde nicht ersetzen, weil die Unmittelbarkeit verloren geht und der direkte zwischenmenschliche Kontakt für viele Lernende einen wichtigen Aspekt beim Sprachenlernen darstellt. Man lernt ja eine Sprache, um mit anderen Menschen in Kontakt treten zu können. Daher muss man das auch direkt mit anderen Menschen üben können. Ich ver­stehe E-Learning-Angebote als sehr gute zusätzliche Lernangebote, die für bestimmte Bedürfnisse gut geeignet sind. Sie können aber nicht die ­soziale Qualität ersetzen, die Lernen in Präsenzgruppen hat.

«Für eine zwei­sprachige Univer­sität ist ein Sprachenzentrum sehr gut investiertes Geld.»

Stefanie Neuner-Anfindsen

Direktorin Sprachenzentrum

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