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Alkohol: Wie viel ist zu viel?

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Alkohol ist das meistkonsumierte Suchtmittel in der Schweiz. Trotzdem wird oft zu wenig über das eigene Konsumverhalten nachgedacht. Während der Dialogwoche Alkohol suchten die Organisationen der Suchtberatung und der Prävention darum den Kontakt mit der Bevölkerung. An unzähligen Anlässen und Orten – in Alterszentren, auf öffentlichen Plätzen, im Kino oder bei der Altglassammelstelle – wurde die Frage gestellt: «Wie viel ist zu viel?» Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Je nach Geschlecht, Trinkgewohnheit und Situation kann eine andere Menge «zu viel» sein. So reagieren etwa ältere Personen stärker auf Alkohol.

Gründe sind vielfältig

Nach Zahlen der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegebenen Studie «Suchtmonitoring Schweiz» steigt der chronische Risikokonsum mit dem Alter stark an: 7% der 65- bis 74-jährigen Menschen in der Schweiz trinken täglich zu viel Alkohol. Bei Frauen sind dies mindestens zwei Gläser Alkohol pro Tag, bei Männern mindestens drei Gläser. Die Gründe für den erhöhten regelmässigen Alkoholkonsum bereits ab 45 Jahren, aber noch stärker nach der Pensionierung, sind vielfältig: Oft geht er mit familiären Veränderungen oder Verlusten, aber auch mit Sinnkrisen einher. Die Pensionierung bringt für viele eine Destabilisierung oder gar eine grosse Leere mit sich. Beziehungen gehen verloren und manche erleben, auch durch Todesfälle, eine soziale Isolierung. Auch Schlafstörungen werden verschiedentlich mit Alkohol angegangen. So wird für manche Menschen der Alkohol zur Zuflucht, die sich dann in eine Falle verwandelt.

Ältere Menschen nehmen tendenziell mehr Medikamente ein als Jüngere. Nach einem ebenfalls vom BAG in Auftrag gegebenen Forschungsbericht von Sucht Schweiz konsumieren mehr als 20% der über 65-jährigen Menschen, die Medikamente einnehmen, häufig oder immer gleichentags auch Alkohol.

Verschiedene Gefahren

Der Autor des Berichts, Matthias Wicki, sagt dazu: «Oft geht vergessen, dass Medikamente länger im Blut bleiben: Auch der Alkoholkonsum zwei Tage nach der Medikamenteneinnahme kann noch Wechselwirkungen zeitigen. So konsumieren rund zwei Drittel der Personen im Pensionsalter, die starke Schmerzmittel oder Schlaf-/Beruhigungsmittel einnehmen, innerhalb des kritischen Zeitfensters Alkohol.» Dies birgt verschiedene Gefahren: Die Medikamentenwirkung kann verändert (verstärkt oder vermindert) werden; Verwirrung oder Wahrnehmungsstörungen können auftreten; Fahruntüchtigkeit kann die Folge sein, oder es können vermehrt Stürze auftreten.

Alkohol als Katalysator

Der Alkohol kann zudem verschiedenste Erkrankungen negativ beeinflussen. So steigt beispielsweise das Risiko für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs sowie für Brustkrebs mit zunehmenden Konsummengen signifikant an. Doch schon geringe Mengen Alkohol können das Krebsrisiko unter anderem dort erhöhen, wo der Alkohol direkten Kontakt mit den Organen hat. Zudem nimmt der Wasseranteil im Körper ab etwa 50 Jahren ab, was dazu führt, dass der Alkohol stärker wirkt. Er kann deswegen rascher zu körperlichen Schädigungen führen, und auch eine Abhängigkeit kann sich schneller einstellen. Da in der Schweiz immer mehr ältere Menschen leben, erscheinen über das Thema vermehrt Präventionsspots im Kino und in Bussen und Berichte in Fachzeitschriften. Denn es gilt, mit zunehmendem Alter vorsichtiger mit Alkohol umzugehen.

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