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«Alle 20 Jahre über die Bücher»

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Deutschfreiburg: neuer Kurs in Erwachsenenbildung

Zu zweit sind sie zum Gespräch nach Freiburg gekommen, um den neuen Kurs vorzustellen: Roland Thüler als erfahrener Kursleiter und Dorothea Grossrieder als einstige Kursteilnehmerin. «Jede Frau und jeder Mann sollten eigentlich alle 20 Jahre einmal so einen Kurs besuchen», meint Dorothea Grossrieder.

Der Kurs habe ihr unverhofft Türen geöffnet. Sie habe Mut gefasst und gehandelt. Heute arbeitet Dorothea Grossrieder-Schneuwly als Personalverantwortliche in einer Firma, etwas, wovon sie schon lange geträumt habe. «Ich habe während den zwei Jahren einen Prozess durchgemacht und bin selbstsicherer geworden.» Auch anderen Kursteilnehmerinnen sei es gleich gegangen. Eine sei gar Gemeinderätin geworden und eine andere Beraterin von Tageseltern.

Eine persönliche Bereicherung

«Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn das Gelernte vergessen ist.» Das sei keine Weisheit von ihm, sagt Roland Thüler, aber umschreibe treffend das Konzept des Kurses. Im Vordergrund stehe die eigene Erfahrung. Es bleibe viel Raum, um Persönliches einzubringen. «Wir wollen die Aha-Erlebnisse fördern.» Ein Rückblick auf das eigene Leben also, um besseren Ausblick zu haben? Roland Thüler stimmt bei. Der Kurs sei eine Art Bilanzziehen und Neuorientieren. Also müssen nur solche hin, die auf der Suche sind oder sonst wie den Rank nicht finden? So ausschliesslich wollte es Roland Thüler nicht haben und doch sagt er: «Wer sich pudelwohl fühlt und genau weiss, was er will, geht bestimmt nicht hin.»

Im Normalfall haben Männer mit Kursen in Richtung Erwachsenenbildung wenig am Hut. Roland Thüler und Dorothea Grossrieder bedauern dies. Gerade heute, wo überall Team- und Kommunikationsfähigkeit gefragt sei, sollten die Männer solche Bildungsmöglichkeiten wahrnehmen. «Eigentlich müssten auch Lehrer, Lehrlingsausbildner, Abteilungsleiter sich hin und wieder in Sozialkompetenz üben.»

«Der Gruppenprozess ist
ein wichtigerAspekt»

Mag vielleicht die Dauer von zwei Jahren einige davon abhalten? «Kann sein», sagt Dorothea Grossrieder, «doch ist der Gruppenprozess ein wichtiger Aspekt.» Es braucht Zeit, damit sich Gedanken entwickeln können. Und Roland Thüler fügt an: «Eigentlich sollte eine Firma an einer solchen Weiterbildung interessiert sein und ihren Angestellten den Freitagnachmittag frei stellen.»

Damit Bildung erhalten bleibt

Sakes Deutschfreiburg soll weiterleben, hiess es letzten Sommer in Deutschfreiburg. Dieser Gedanke gab denn auch den Anstoss, einen Verein zu gründen: «Schweizerische Ausbildungsgemeinschaft für Kursleitung und Erwachsenenschulung» Deutschfreiburg – kurz Sakes genannt – heisst nun diese Institution. 23 Mitglieder gehören ihr an.

Und erstmals organisiert nun der Verein mit Unterstützung des Schweizerischen Dachverbandes einen Kurs. Roland Thüler ist Präsident und Dorothea Grossrieder-Schneuwly Vorstandsmitglied.
Sakes ist jedoch in Insiderkreisen seit Jahren ein Begriff. Die schweizerische Dachorganisation hat bereist in den 70erJahren im Burgbühl einen ersten Lehrgang durchgeführt. Damals war der Kursinhalt allerdings noch stark auf Elternbildung ausgerichtet. Heute jedoch steht die Schulung der Erwachsenen im Mittelpunkt.

Drei Kompetenzen im Mittelpunkt

Der nächste Sakes-Kurs beginnt am 27. Oktober und dauert zwei Jahre. Kursort ist das Bildungshaus Burgbühl in St. Antoni. Der Kurs wird nur bei einer Teilnehmerzahl von rund 15 Personen durchgeführt. Für den Kurs müssen einige Wochenenden eingesetzt werden. Ziel der Ausbildung ist es, einerseits die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Auf der andern Seite sollten die Teilnehmer nach Abschluss des Kurses auch fähig sein, Lernveranstaltungen für Erwachsene durchzuführen.

Die Lernziele heissen: Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und Handlungskompetenz. Der Kurs umfasst die Bereiche Gesprächsführung, Gruppendynamik, Methoden und Hilfsmittel in der Erwachsenenbildung.
Der zweijährige Kurs kann als Teilabschluss für den eidgenössichen Fachausweis Ausbilder/Ausbilderin anerkannt werden.

Ein Informationsabend findet statt am Donnerstag, den 15. Juni, um 20.00 Uhr im Bildungszentrum Burgbühl, St. Antoni.

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