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Alle drei Gewalten unter einer Linde vereint

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«Unter einer Linde pflegten die alten Germanen einst Recht zu sprechen», sagte Justizratspräsident Adrian Urwyler gestern vor den rund hundert geladenen Gästen im Garten des Freiburger Museums für Kunst und Geschichte. «Und so ist es kein Zufall, dass wir genau hier unter einer gros­sen alten Linde das zehnjährige Bestehen unseres Gremiums feiern.» Es war ein Tag, an dem sich Grössen aus allen drei Gewalten des Staats trafen. So gab sich Staatsratspräsident Maurice Ropraz (FDP) ebenso die Ehre wie Grossratspräsident Bruno Boschung (CVP), Staatsrat Jean-François Steiert (SP) sowie diverse Grossräte und Richter.

Die Kürze der zehn Gebote

Bruno Boschung erinnerte in seiner Ansprache scherzhaft an ein Zitat des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle: «Die zehn Gebote waren wohl deshalb so kurz und verständlich, weil es damals noch keine Richter gab.» Diese Ansicht teile wohl auch heute noch ein grosser Teil der Bevölkerung – und zwar völlig ungerechtfertigt. Es lasse sich nämlich eine durchwegs positive Bilanz der zehnjährigen Tätigkeit des Justizrats ziehen. In einer Zeit ins Leben gerufen, in der das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz durch eine Reihe von Skandalen erschüttert war, ­habe es diese Aufsichts- und Disziplinarbehörde der Justiz innert kurzer Zeit geschafft, dieses Vertrauen wiederherzustellen.

Boschung lobte aber auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Justizkommission des Grossen Rats – namentlich, was die Personalrekrutierung betreffe. «Denn eine gute Selektion und Nomination des Personals ist der Schlüssel für ein gutes Funktionieren unserer Gerichte», so der Grossratspräsident. Die effiziente Zusammenarbeit der drei staatlichen Gewalten habe durch den Justizrat eindeutig an Qualität gewonnen, und dies sei für die soziale Kohärenz im Kanton sehr wichtig.

Interdisziplinarität als Tugend

Auch für Maurice Ropraz hat der Justizrat «seinen festen Platz in der institutionellen Landschaft eingenommen». Der Staatsratspräsident lobte die «bemerkenswerte personelle Stabilität» innerhalb des Rates, was eine grosse Kontinuität bei dessen Aufsichtstätigkeit ermöglicht habe. Es habe sich aber auch die Distanz zwischen der Judikative und der Legislative vergrössert, was eine grössere Unabhängigkeit bei der Richterwahl ermögliche. Die grösste Tugend des Justizrats aber sei seine Interdisziplinarität.

Schliesslich kam Ropraz auch noch auf den neuen Aktionsplan für die Justiz zu sprechen, der gegenwärtig noch beim Staatsrat in der Bearbeitung ist. Dabei gehe es nicht nur um die weitere Digitalisierung der juristischen Arbeit, sondern auch um die Schaffung eines eigentlichen Kompetenzzentrums für die Judikative.

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