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«Alle Menschen werden Brüder»

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Gemäss Duden hat «Elysium» zwei Bedeutungen: In der griechischen Sage ist es das Land der Seligen in der Unterwelt und im dichterischen Gebrauch ein Zustand des vollkommenen Glücks.

Gegen liberale Gedanken

Wien im Jahr 1824. Napoleon I., der den ganzen Kontinent terrorisierte, ist endgültig besiegt. Jetzt schlägt die Stunde von Fürst Metternich, der im Roman eine entscheidende Rolle spielt. Er ist ein glühender Verfechter des monarchischen Prinzips und bekämpft die nationalen und liberalen Bewegungen, die in Europa am Entstehen sind und zu einer ernsten Gefahr für die herrschende Klasse werden. Korruption, Intrigen, Unterdrückung und Gewalt sind an der Tagesordnung.

Und in diesem Wien, Kaiser- und Hauptstadt der Donaumonarchie, will der geniale Ludwig van Beethoven seine bahnbrechende und mittlerweile weltberühmte 9. Sinfonie uraufführen.

Die Wiener Bevölkerung, insbesondere der Adel, frönt vor allem dem unverfänglichen und unpolitischen Walzer. Ein damals alle musikalischen Dimensionen sprengendes Werk eines ohnehin unangepassten und eigenwilligen Komponisten versetzt den Grossteil der adeligen Machtelite in hellen Aufruhr. Ist der Komponist womöglich ein verkappter Revolutionär?

Beethoven wird bespitzelt

Jedenfalls wittern Geheimpolizei und Zensurbehörden in Beethovens Werk allzu liberale oder gar demokratische Bestrebungen. Es finden sich in der Sinfonie Worte einer Ballade von Friedrich Schiller, der den Mächtigen als Umstürzler gilt. Der Überwachungsapparat leistet gründliche Arbeit, das Denunziantentum blüht auf, und überall in der Kaiserstadt treiben Spitzel, Konfidenten genannt, ihr Unwesen. «Wien hat Ohren!»

Spitzel im Orchester

Sebastian Reiser, ein junger Jurist und begabter Geigenspieler, muss sich nach schweren Schicksalsschlägen und dem Verlust seiner Stellung als Schlossverwalter nach Wien durchschlagen. Er will sich um eine gute Anstellung im Staatsdienst bewerben, denn nur so hat er die Chance, um die Hand seiner Jugendliebe Theresia anzuhalten.

In seiner Not und Verzweiflung lässt er sich als Spitzel anwerben. Da er in Beethovens Orchester Geige spielt, ist er der ideale Mann, um den Komponisten auszuspionieren.

Ein dunkles Spiel

Reiser gerät immer tiefer in den Strudel aus Intrigen und Lügen.

Und als er einem für ihn kaum vorstellbaren Attentatsversuch auf die Spur kommt, wird es für den jungen Mann lebensgefährlich. Spät, aber nicht zu spät wird ihm bewusst, dass er nur noch als Marionette in diesem dunklen Spiel dient.

Meisterhaft verwebt Oliver Buslau Dichtung und Wahrheit und lässt auf unprätentiöse Art sein Musikfachwissen einfliessen. Die Beschreibungen der Ereignisse in der damaligen Metropole mit ihren engen, verwinkelten Gassen wirken authentisch. Man hat das Gefühl, als wäre man selber hautnah dabei.

Ein sehr interessanter und spannender Historienroman mit Krimi-Elementen, der wunderbar ins Beethoven-Jubiläumsjahr passt.

Oliver Buslau: Feuer im Elysium. Kriminalroman, Köln. Emons 2019, 495 S.

Aldo Fasel ist freier Rezensent.

Ein sehr

interessanter und spannender

Historienroman mit Krimi-Elementen,

der wunderbar ins Beethoven-

Jubiläumsjahr passt.

Zur Person

Musik und Kriminalromane

Oliver Buslau, geboren 1962, ist ein deutscher Musikjournalist. Er absolvierte sein Stu-dium der Musikwissenschaft und der Germanistik in Köln und Wien. Dann arbeitete er bei der Schallplattenfirma EMI Classics. Er schrieb unzählige Einführungstexte über klassische Werke, hält Vorträge und moderiert eine eigene Klassik-Sendung beim Radiosender Second Radio. Seit zwei Jahrzehnten schreibt er Kriminalromane. Einige haben auch die Musik zum Thema, so der Beethoven-Krimi «Feuer im Elysium». 2017 erschien «111 Werke der Klassischen Musik, die man kennen muss». Er lebt heute in Bergisch Gladbach.

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