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«Alle sind ständig in Bewegung»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Matthias Fasel

Letzten Freitag ist Michel Ouellet mit seiner Frau und seiner Tochter in der Schweiz angekommen. Nach seinem diskreten Debüt vom Samstag in Davos hatte der Kanadier nun eine Woche Zeit, sich in Freiburg zu akklimatisieren. An Wille mangelt es dem 27-Jährigen nicht. Beim gestrigen Abschlusstraining verliess er als letzter Spieler das Eis.

Wie haben Sie die erste Woche in Freiburg erlebt?

Natürlich kommt da zu Beginn vieles zusammen. Der Umzug in das neue Appartement, die Angewöhnung an die neue Umgebung und die Integration in ein neues Team. Aber es gefällt mir gut.

Sie sind das erste Mal in der Schweiz. Hat Sie etwas überrascht?

Neben dem Eis habe ich noch zu wenig erlebt, um von etwas überrascht zu sein. Aber auf dem Eis bin ich vom Tempo überrascht. Alle sind ständig in Bewegung. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Eisfläche in Europa grösser ist.

Sie haben in Davos ein unauffälliges Debüt gegeben. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Es war definitiv nicht das beste Spiel meiner Karriere. Es war mein erster Ernstkampf seit Februar und ich hatte selbstverständlich Mühe, ins Spiel zu finden.

Sind Sie nun bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit angelangt?

Wohl noch nicht ganz. Aber wir hatten gute Trainings in dieser Woche und ich spüre, wie ich besser in Form komme. Ich habe zudem viel in den Ausdauerbereich investiert, was sich auch später noch ausbezahlen wird.

Mit Bykow und Jeannin fallen zwei Center aus. Es sieht ganz danach aus, als würden Sie am Freitag gegen Rapperswil auf der Tribüne sitzen. Wie gehen Sie damit um?

Natürlich freut mich das nicht. Aber es gibt halt immer wieder Situationen, in denen die Konstellation des Teams Vorrang hat. Es gibt keine andere Möglichkeit, als weiter hart zu arbeiten und das nächste Mal, wenn ich spiele, zu zeigen, dass ich dem Team helfen kann.

Welches sind Ihre stärksten Waffen, um dem Team zu helfen?

Auch wenn ich mich stets bemühe, die Defensive nicht zu vernachlässigen, bin ich in erster Linie ein offensiver Spieler. Die grösste Stärke ist sicherlich mein Schuss.

Woran müssen Sie noch arbeiten?

An meinen Beinen. Schlittschuhtechnisch muss ich mich noch steigern. Besonders für die Eisfelder hier in Europa ist das sehr wichtig.

Ihre Karriere in der NHL hat einen grossen Knacks erlitten. Sie hatten zwischen 2005 und 2007 zwei erfolgreiche Saisons in Pittsburgh. Danach noch eine in Tampa Bay. Sie spielten und skorten regelmässig. Für diese Saison war jedoch kein Team mehr an Ihnen interessiert. Sie erhielten nicht einmal eine Einladung für ein Camp. Woher dieser Wandel?

Letztes Jahr hat ein neuer Besitzer Tampa Bay übernommen. Der holte viele neue Spieler. Plötzlich waren wir über 20 Stürmer für die zwölf Plätze. Also musste ich über die Klinge springen und wurde nach Vancouver transferiert. Dort kam ich nie richtig auf Touren und spielte mehrheitlich in der AHL. Im Februar warf mich dann auch noch eine Schulterverletzung zurück. Im März musste ich operiert werden.

Wie kam es zum Transfer zu Gottéron?

Ich wollte unbedingt wieder spielen. Die meisten Ligen hatten bereits wieder begonnen, und da kam das Angebot von Freiburg. Es war ehrlich gesagt meine einzige Offerte. Ich kenne Sébastien Caron und er hat mir gesagt, Freiburg sei eine schöne kleine Stadt, die mir gefallen werde.

Sehen Sie Ihr erstes Engagement in Europa als Sprungbrett, um wieder den Weg zurück in die NHL zu finden?

Ich bin 27-jährig und langfristig betrachtet, ist es sicher möglich, dass ich irgendwann wieder in der NHL spiele. Aber so weit denke ich noch nicht. Ich will mich nun wirklich voll auf meine Aufgabe hier in Freiburg konzentrieren und dem Team helfen, aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

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