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«Alle stehen in der Pflicht»

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«Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir so aufs Dach gekriegt haben», blickt Kristel Marbach auf die 0:3-Niederlage vom letzten Mittwoch im Playoff-Halbfinal gegen Neuenburg zurück. Ohne Satzgewinn waren die Power Cats und ihre Captaine letztmals beim Saisonauftakt im vergangenen Oktober geblieben. Während die damalige Niederlage gegen Sm’Aesch-Pfeffingen aber ohne grosse Folgen blieb, hat der letzte Ausrutscher die Düdingerinnen arg in Bedrängnis gebracht: Sie müssen heute (20 Uhr) in Neuenburg das zweite Spiel der Best-of-3-Serie gewinnen, ansonsten platzen ihre Träume vom Schweizer Meistertitel unerwartet früh. «Wir stehen mit dem Rücken zur Wand», gesteht Marbach. «Aber ich denke, dass wir erfahren genug sind, um damit umgehen zu können.»

NUC das Team der Stunde

Klar ist: Will Düdingen die Halbfinalserie drehen, muss es sich steigern. «Ganz allgemein war unser erster Ballkontakt zu wenig gut», analysiert Marbach. «Beim Service haben wir zu wenig Druck und gleichzeitig zu viele Fehler gemacht. Und in der Annahme und in der Defense waren wir zu ungenau. Wir müssen den Ball besser ans Netz bringen, damit wir unser Tempo-Volleyball richtig entfalten können.»

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Denn mit dem Neuenburg UC steht den Power Cats ein starkes Team gegenüber, das seine Klasse am letzten Samstag mit dem Sieg im Schweizer Cupfinal einmal mehr unterstrichen hat. «NUC ist sehr ausgeglichen und spielt extrem aggressiv», weiss Marbach. Und das Team werde von seiner Trainerin Lauren Bertolacci immer bestens eingestellt. «Man hat im ersten Halbfinalspiel gemerkt, dass Lauren ihren Spielerinnen eingetrichtert hat, dass sie gegen uns stark aufschlagen müssen, damit wir unser Spiel nicht aufziehen können. NUC hat beim Service volles Risiko genommen, und es ist aufgegangen.»

Im ersten Satz hatte Düdingen mithalten und sieben Satzbälle verzeichnen können (29:31), danach wurde die Partie eine überraschend klare Angelegenheit zugunsten der Neuenburgerinnen (16:25, 18:25). Überraschend deshalb, weil die Power Cats aus der Poleposition in die Playoffs gestartet waren. «Nach unserem Qualifikationssieg hat man gemerkt, dass im Umfeld die Erwartungen gestiegen sind», stellt die 30-jährige Marbach fest. «Viele haben erwartet, dass wir zum Meistertitel durchmarschieren. Wir wussten aber, dass es schwierig wird gegen NUC.»

Was wäre wenn?

Erschwerend kommt für Düdingen dazu, dass es in den Finalspielen (weiterhin) auf seine verletzte Topskorerin Danielle Harbin verzichten muss. Wäre mit ihr im ersten Duell gegen NUC mehr dringelegen? «Diese Frage stelle ich mir nicht», antwortet Marbach, «die Situation ist, wie sie ist.» Verletzungen gehören zum Sport, damit müsse man umgehen können. «Aber natürlich fällt es im Volleyball, wo nur sechs Spielerinnen auf dem Feld stehen, mehr ins Gewicht, wenn jemand ausfällt, als zum Beispiel im Fussball oder im Eishockey.»

Harbins Ersatz – die 24-jährige Amerikanerin Cassidy Pickrell – zeigte letzte Woche bei ihrem Debüt für die Power Cats eine durchzogene Leistung. Nach einem guten ersten Satz konnte die Texanerin nur selten offensive Akzente setzen, obwohl die meisten Angriffe der Power Cats über sie liefen. «Ich habe nicht das zeigen können, was ich eigentlich kann», hatte Pickrell nach der 0:3-Niederlage gegen NUC selbstkritisch gesagt. «Das Timing war nicht gut, meine Schläge zu wenig präzis.»

Neun Punkte hatte Pickrell am Ende auf dem Score Sheet stehen – und damit doch einige weniger als normalerweise Harbin. «Wir haben nicht erwartet, dass Cassidy ein Eins-zu-eins-Ersatz für Danielle ist. Dafür sind ihre physischen Voraussetzungen und ihre Spielweise zu verschieden», nimmt Marbach die Neuverpflichtung aus der Kritik. «Wir alle müssen uns den neuen Begebenheiten anpassen, wir alle stehen in der Pflicht. Im Angriff müssen alle mehr Verantwortung übernehmen und ich muss die Bälle noch präziser zuspielen.»

Eine Frage des Timings

Damit sich Pickrell noch besser in Szene setzen kann, muss unter anderem die Abstimmung zwischen ihr und Passeuse Marbach besser werden. «Bis ich eine Spielerin richtig spüre, braucht es einige Angewöhnung», sagt Marbach, die am Samstag von Swiss Volley zum dritten Mal nach 2015 und 2016 als «Best Swiss Player» ausgezeichnet worden ist. «Mit Danielle spiele ich seit zwei Jahren zusammen. Ich kenne sie bestens, weiss genau, wo ich sie wie anspielen kann.»

Nach dem Ausfall von Harbin habe sie sich schon Gedanken gemacht, wie sie die neue Spielerin ins Spiel werde integrieren könne, erzählt Marbach. «Was braucht es in welcher Situation? Wenn sie einen Punkt verpasst hat, will sie gerade wieder einen Ball? Oder hat sie lieber eine Pause, um den Fehler zu verdauen?» Es seien viele solche kleinen Dinge, die eine Rolle spielten. «Ich bin zuversichtlich, dass Cassidy jetzt mehr punkten wird. Inzwischen haben wir ja bereits wieder eine Woche gemeinsam trainiert.»

«Wir glauben an uns»

Mehr Zeit bleibt dem Düdinger Team nicht, um weiter zusammenzuwachsen. Heute Abend gilt es ernst: In Neuenburg müssen die Power Cats gewinnen, wollen sie im Halbfinal nicht ausscheiden. «Wir haben diese Woche gut trainiert, viel an der Taktik gearbeitet und sehr viel Videostudium gemacht. Und das Wichtigste: Wir sind auch mental gut auf die Partie vorbereitet», zeigt sich Marbach optimistisch. «Wir glauben an uns.»

«Im Angriff müssen alle Verantwortung übernehmen und ich muss die Bälle noch präziser zuspielen.»

Kristel Marbach

Captain TS Volley Düdingen

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