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Alles ist bereit für zwei grosse Empfänge

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Am Montag soll CVP-Nationalrat Dominique de Buman in Bern zum Nationalratspräsidenten gewählt werden, und am 6. Dezember dürfte die Bundesversammlung Alain Berset (SP) zum Bundespräsidenten für das Jahr 2018 küren. Dass der Kanton Freiburg Politiker in den höchsten Ämtern des Landes stellt, kommt öfter vor: 2009 war Alain Berset Ständeratspräsident, 2005 Thérèse Meyer-­Kaelin (CVP) Nationalratspräsidentin und 2004 Joseph Deiss (CVP) Bundespräsident.

Dass aber Freiburg in einem Jahr gleich zwei dieser Ämter besetzt, ist aussergewöhnlich. «Mir liegen keine Informationen vor, dass das je einmal der Fall gewesen ist», sagt Staatskanzlerin Danielle Gagnaux gegenüber den FN. Genau diese Konstellation bereitet der Kanzlerin schon seit längerem viel zusätzliche Arbeit. Sie ist vom Staatsrat für die Koordination der Empfänge der beiden Politiker beauftragt worden. Bereits im Jahr 2016 hatte sie deshalb ein Treffen mit de Buman und Berset, bei dem diese ihre Wünsche formulieren konnten. Dabei sprachen sich die beiden ab, damit sich die Festprogramme nicht überschneiden. De Buman wählte etwa für den offiziellen Festakt die Kathedrale, Alain Berset als Kulturminister das Equilibre (siehe Kasten).

Seither hat sich für den Nationalrat und den Bundesrat je eine Arbeitsgruppe um die Einzelheiten gekümmert.

SBB stellt Extrazüge

«Insgesamt bereiten wir sogar vier Empfänge vor», sagt Danielle Gagnaux. De Buman wird am Mittwoch, 29. November, und Alain Berset am Donnerstag, 14. Dezember, im Heimatkanton empfangen. Für beide Politiker findet zudem anschliessend an die Wahl in der Eingangshalle des Bundeshauses ein Aperitif statt: am 27. November für de Buman und am 6. Dezember für Berset. Auch diese Apéros werden von Freiburg aus organisiert.

«Vieles an den Empfängen ist protokollarisch festgehalten», erklärt Gagnaux. So beispielsweise die Auswahl jener Personen, die bei den Festakten das Wort ergreifen werden: die Vorgänger in den beiden Ämtern, Würdenträger der Partei, des Kantons sowie die Syndics der Wohngemeinden.

Sowohl de Buman als auch Berset fahren in einem Extrazug von Bern in den Kanton Freiburg. «Die Kosten für den Extrazug werden von den SBB übernommen», so Gagnaux.

Abgesehen vom Protokollarischen sollen sich die beiden Empfänge möglichst unterscheiden. So reist de Buman über Murten nach Freiburg, Berset über Düdingen, Freiburg und Bulle nach Belfaux. Auch bei den Festbanketten wird es Unterschiede geben. So hat de Buman gewünscht, dass nebst den geladenen Gästen in einem Festdorf auch das Volk verköstigt wird. Sein Wunschmenü: Fondue.

Im Fall von Berset war die Abwechslung eine zusätzliche Herausforderung: Nach seiner Wahl zum Ständeratspräsidenten und derjenigen in den Bundesrat gibt es für ihn zum dritten Mal in weniger als zehn Jahren einen Empfang. Bei den letzten beiden Malen machte er in Murten und Flamatt halt, dieses Mal nun in Düdingen.

Budget für beide gleich

Gleichberechtigt sind die beiden Empfänge punkto Budget: Je 200 000  Franken stehen zur Verfügung. «Wir haben uns nach den Empfängen in der Vergangenheit gerichtet», sagt Gagnaux. «Diese Beträge wurden ins Staatsbudget aufgenommen und bereits 2016 vom Grossen Rat genehmigt.»

Schätzungen zum erwarteten Publikumsaufmarsch seien schwierig, so Gagnaux. Bei den offiziellen Festakten werden 500 bis 600 Personen anwesend sein; bei den Auftritten vor dem Equilibre und dem Rathaus werden gegen 1000 Personen erwartet. In Düdingen, Belfaux und Murten könnten es 200 bis 300 sein. Je rund 500 Personen stehen für das Organisatorische im Einsatz. Darin inbegriffen ist die Kantonspolizei, welche für die Sicherheit verantwortlich ist. «Zu ihren Aufgaben gehört die Verkehrsführung, die Sicherheit für die Bevölkerung, der Schutz gegen Terrorakte und der Personenschutz der Hauptakteure», sagt die Kanzlerin. Bei einer speziellen Bedrohungslage würde die Bundespolizei eingreifen, und es könnten Polizisten aus anderen Kantonen aufgeboten werden. Erstmals wurde für einen solchen Anlass in Freiburg ein Drohnenverbot erlassen.

Einen Faktor hat das Organisationsteam aber nicht in die Planung einbezogen: die Möglichkeit einer Nichtwahl de Bumans oder Bersets. «Das wird nicht eintreten», sagt Gagnaux. «Wir haben keinen Plan B.»

Das Programm

Zwei Politiker auf Freiburger Tour

Dominique de Buman wird am 27. November gleich zu Sessionsbeginn zum Nationalratspräsidenten gewählt. Anschliessend gibt es für ihn einen Aperitif im Bundeshaus. Der Empfang im Kanton Freiburg ist für Mittwoch, 29. November, vorgesehen. Der Extrazug wird kurz nach dem Mittag in Bern abfahren und um 13.07  Uhr in Murten ankommen. Dort finden ein Umzug und ein Empfang durch die Behörden statt. Mit dem Zug fährt de Buman dann weiter nach Freiburg, wo um 16.15  Uhr ein Umzug durch die Stadt beginnt. Auf dem Rathausplatz trifft er die Bevölkerung; der Festakt in der Kathedrale beginnt um 16.45  Uhr. Das Festessen wird dann in der St.-Leonhard-Halle serviert. Alain Berset wird am 6. Dezember zum Bundespräsidenten gewählt. Auch für ihn findet ein Aperitif im Bundeshaus statt. Bersets Empfang am 14. Dezember führt ihn zuerst nach Düdingen, dann nach Freiburg, wo um 16  Uhr im Equilibre der offizielle Festakt beginnt. Der Extrazug fährt dann weiter nach Romont und Bulle, wo Berset ab 18.30  Uhr zum Espace Gruyère läuft. Dort findet das offizielle Festbankett statt. Nach dem Schluss des offiziellen Teils reist Berset nach Belfaux.

uh

 

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