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Alles Käse im «Silbernen Esel»

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Alles Käse im «Silbernen Esel»

Theatergruppe Rechthalten feiert 20-jähriges Bestehen

Der Gasthof «Zum Silbernen Esel» ist nicht gerade ein Fünf-Sterne-Betrieb: Der Umgangston ist etwas rau und die Arbeitsmoral ziemlich flau. Ideale Voraussetzungen also, um als Kulisse für allerlei Verwicklungen zu dienen. Das Stück «Vis-à-vis vom Weissen Rössl» hat am Sonntag Premiere.

Von IMELDA RUFFIEUX

Vor 20 Jahren ist die Theatergruppe Rechthalten gegründet worden und hat seither die Tradition, alljährlich über die Jahresend-Festtage ein heiteres Stück auf die Bühne zu bringen, beibehalten. Auch in diesem Jahr bieten zehn Darstellerinnen und Darsteller des Vereins eine vergnügliche Komödie. Der Vierakter von Fredy Scheim ist in den 1920-er-Jahren angesiedelt und erzählt die Geschichte eines Gasthauses, das im Schatten des bekannten «Weissen Rössls» steht.

Der Kampf, den Betrieb über Wasser zu halten, persönliche Differenzen unter den Gästen im wahrsten Sinne des Wortes «auszukäsen» und die amourösen Verwicklungen zu ordnen, prägen das Stück.

Kein leichter Job

Wirtin Barbara Kündig (gespielt von Marlis Zbinden) hat es nicht leicht bei der Führung des «Silbernen Esels». Hausboy Anton (Christoph Zbinden), zugleich Kellner und Portier, ist zwar ziemlich ideenreich bei der Gästewerbung, schwärmt aber eigentlich vor allem für die Wirtstochter Valencia (Tanja Kurzo). Und die Beschreibung, dass er und die ziemlich naive Hausmagd Krescenz (Heidi Brünisholz) den Kopf fast so leer haben, wie das Hotel meistens ist, kann wohl nicht von der Hand gewiesen werden.

Um Geld zu sparen, wird im «Silbernen Esel» schon einmal verbranntes Fleisch als «Ragout à la manière zurichoise» auf die Speisekarte gesetzt. Aber dann wendet sich das Blatt und plötzlich quartieren sich mehrere Gäste im Hotel ein – einer kurliger als der andere. Ein zerstreuter Student (Patrick Egger, erstmals auf der Bühne) ist so sehr mit seiner wissenschaftlichen Suche nach einem seltenen Käfer beschäftigt, dass er sich problemlos in das Zimmer unter dem Miststock unterbringen lässt.

Viel schwieriger wird es, die anspruchsvolle Kundschaft aus Deutschland zufrieden zu stellen: der Berliner Käsehändler Fritz Wilhelm Schulze (Alfons Kessler) ist nicht gerade ein anspruchsloser Gast und ausserdem kein Kostverächter, wie Hausmagd Krescenz feststellen muss. Sympathischer kommt da schon sein Sohn Theo (Roger Aebischer) daher.

Noch ein Käsehändler

So richtig kompliziert wird es, als sich noch ein Käsehändler im Gasthaus einquartiert: Käsehändler Samuel Huber (Bernard Aebischer) ist – gelinde gesagt – nicht gerade erfreut darüber, ausgerechnet in den Ferien einem Konkurrenten zu begegnen. Umgänglicher ist da schon seine Tochter Heddy (Jolanda Fasel), die ihren Vater im Zaune zu halten versucht.

Es kommt, wie es kommen muss: nicht nur die Jungen bändeln miteinander an und in einer romantischen Vollmondnacht wimmelt es im verschwiegenen Park nur so von Pärchen – da bekommt Nachtwächter und Moralpolizist Vetterli (Alexander Neuhaus, erstmals auf der Bühne) viel zu tun. Trotz seiner offensichtlichen Zuneigung zu Hochprozentigem ist er in der Lage, beim Einziehen einer «Vergnügungssteuer» abzusahnen.

Nicht leichte Proben

Unter der Regie von André Müller haben die Darsteller Mitte September die Proben aufgenommen und sich seither zweimal wöchentlich getroffen. Dies sei nicht immer einfach gewesen, erklärte André Müller gegenüber den FN. Alle Theatermitglieder sind beruflich und privat auch sonst sehr engagiert, so dass es nicht problemlos war, das Ensemble für die Proben jeweils vollständig zusammenzubringen.

Gemäss André Müller hat man sich dieses Jahr für die Bühnengestaltung wegen des Standorts des Stücks – an einem See – etwas einfallen lassen müssen. Einige Szenen spielen gar auf einem Bootssteg. Auch das Licht spielt dieses Mal eine besondere Rolle und wird bei den Vorstellungen gezielt eingesetzt.

Um das 20-jährige Bestehen zu feiern, wird einerseits als Premiere an Altjahr eine Vorstellung gegeben, die mit einem Abendessen gekoppelt ist. Andererseits wird nach den beiden letzten Aufführungen am 7. und 8. Januar 2005 Live-Musik geboten.

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