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Alles supersupersuper – nicht?

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Die Hysterie im britischen Königreich um den noch ungeborenen Thronfolger war zuletzt nur noch schwer zu ertragen. Nun ist er ja da, der kleine Prinz–gottlob! Was für die Briten die Royals sind, ist für den Freistaat Bayern Josep Guardiola, oder schlicht Pep genannt. Seit die Münchner den ehemaligen Barcelona-Trainer im Januar als Nachfolger für «Don Jupp» Heynckes unter Vertrag genommen haben, nahm die Euphorie groteske Züge an. Die Pep-Begeisterung machte vor nichts und niemandem in unserem Nachbarland halt. Selbst halbseriöse Medien wie etwa der Spiegel liessen sich von der Pep-Mania anstecken, waren nicht mehr nur dabei, sondern nun mittendrin und vermeldeten jeden noch so kleinen Furz, der aus dem Umfeld der besten Mannschaft der Welt, die jetzt vom besten Trainer der Welt gecoacht wird, zu vernehmen war. Pep und Bayern, das passt wie Arsch auf Eimer, und deshalb ist es kein Wunder, dass gegenseitig gelobt wird, was das Zeug hält. So sagt der Pep nicht einfach: «Der FC Bayern ist der beste Verein», sondern: «FC Bayern ist ein Toptoptopverein.» Da wollen die Berichterstatter natürlich nicht zurückstehen, obwohl das Rühmen im Grunde nicht wirklich eine Paradedisziplin der deutschen Medien ist. Vielmehr wird an allem und jedem rumgemeckert. Merkel und die NSA-Affäre? Schlimm. Die Hitzewelle? Unsäglich. Umso mehr ist man irritiert, wenn plötzlich über jemanden ausschliesslich positiv berichtet wird. Bei Pep ist alles super. Natürlich kann das auch ganz schnell wieder vorbei sein, wenn die Mannschaft zweimal hintereinander verlieren sollte oder statt Zauber-Fussball ein hässliches Ball-hin-und-herGeschiebe zeigen sollte. Spätestens dann werden alle das Gegenteil von dem behaupten, was sie unlängst noch gesagt oder zu Blatt gebracht haben. Aber bis dieser Fall eintreffen sollte, finden die Medien das Prinzip, zunächst einmal alles super zu finden, gut. Oder wie der Pep sagen würde: «Supersupersuper.»

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