Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Alles, was Kirchenmusik ausmacht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Jubiläen können gar leicht ausufern mit zu langen Reden und einem überladenen Programm. Nicht so die Jubiläumsfeier am Sonntag in der Kirche Düdingen. Instrumentalisten und der Chor Canta­Sense umrahmten die kurzen Reden und interpretierten abwechslungsweise Werke der Kirchenmusik vom 16. bis 20. Jahr­hundert.

Vergangenheit und Gegenwart

Pius Späni, Organisator, Werner Schuwey, Verbandspräsident, und Pfarrer Guido Burri wiesen in ihren Reden auf die grosse Bedeutung der Kirchenmusiker in den vergangen Jahren hin. Späni: «Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag an das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserer Gesellschaft.» Schuwey erinnerte unter anderem an die Verdienste der Musikerpersönlichkeiten wie Abbé Bovet, Pierre Kälin, Jean Piccand und Jean-François Seydoux, welche die Kirchenmusik und das Freiburger Chorwesen wesentlich geprägt haben. Er machte aber auch auf die aktuelle Situa­tion aufmerksam: «Was ist heute, wo Dirigenten und Organisten nicht mehr so leicht zu finden sind?» Ein Thema, das auch beim Beisammensein nach dem Konzert zur Sprache kam. «Wie wird das werden, wenn nicht mal mehr die Pädagogischen Hochschulen sich um die Musikausbildung kümmern», bemerkte eine Musikerin. Ein Loblied auf die Orgel erhob Pfarrer Guido Burri: «Ein gekonntes Orgelspiel rührt an die Seele des Menschen und lässt das Beten gelingen. Er zitiert aus Robert Schneiders Roman «Schlafes Bruder»: «Allmählich begriffen die Zuhörer die Botschaft des Organisten. Nein, der da oben machte nicht bloss Musik, er predigte.»

Regula Roggo eröffnete die Feier an der Orgel mit einem besinnlichen «March» von William Faulkes. Mit Werken von William Boyse und Vivalidis populärem «Concerto für zwei Trompeten» präsentierten Johannes Schaller und Matthias Lehmann glanz- und kunstvolle Impressionen der vitalen Klangpracht barocker Kompositionen. Regula Roggo erwies sich dabei als einfühlsame Organistin. Mit Alexandre Guilmants «Marche religieuse» wiederum interpretierte Roggo mit Verve und grossem Klangsinn ein Orgelwerk aus der Romantik, und mit Hans-André Stamms «Pezzo festivo für zwei Trompeten und Orgel» erklang eine zeitgenössische Komposition. Ein brillantes Spiel, das den Besuchern, die in recht grosser Zahl das Konzert besuchten, eine andere Welt der Kirchenmusik eröffnete.

Kirche als Aktionsraum

CantaSense nutze beim Auftritt die Kirche als Aktionsraum. Unter der engagierten und einfühlsamen Leitung seines Dirigenten Bernhard Pfam­matter eröffnete der Chor in der Apsis seinen Part mit Gregorianischem Gesang, dem William Byrds «Ave Verum» folgte. Ein stilles, besinnliches Werk, das in der Kirche eine beeindruckende Stille auslöste. Für den zweiten Teil mit Werken mit Orgelbegleitung von Fauré, Standford und Rheinberger begab sich der Chor auf die Empore, um am Schluss wieder in den Chorraum zu schreiten, wo das Publikum der Geste Pfammatters, den Psalm «Nun singet dem Herren alle Welt» mitzusingen, uneingeschränkt folgte. Das Jubiläum war so ein rundum gelungenes Fest.

Mehr zum Thema