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«Alpen sind willkommene Reserven»

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Autor: Anton Jungo

Budgetiert hatte die Gemeinde Jaun für 2009 noch ein Defizit von rund 26 000 Franken. «Ausschlaggebend für das gute Ergebnis sind die Steuereinnahmen, die um 131 000 Franken höher ausfielen», führte Finanzchef Berthold Buchs am Montagabend am «Jännergericht» der Rechnungs-Gemeindeversammlung aus. Er wies aber auch auf die grosse Budgettreue des Gemeinderates hin. Lob erhielt der Gemeinderat für seine gewissenhafte Amtsführung auch von Seiten des Präsidenten der Finanzkommission, Jakob Schuwey. Die 75 Bürgerinnen und Bürger genehmigten die Rechnung einstimmig.

Weniger zum gleichen Preis

Einstimmig genehmigt wurde auch der Verkauf von zwei gemeindeeigenen Alpliegenschaften. Für gut 65 000 Franken wurde Michael Cottier neuer Besitzer der Alp «Burpel» mit einer Fläche von rund 119 000 Quadratmetern. Die Liegenschaft war ihm zum gleichen Preis schon an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2009 zugeschlagen worden. Damals umfasste sie allerdings noch rund 220 000 Quadratmeter. Wie Ammann Jean-Claude Schuwey erklärte, war der Gemeinderat erst nachträglich darauf aufmerksam gemacht worden, dass gemäss Waldgesetz öffentliche Wälder nur unter ganz bestimmten Bedingungen an Private verkauft werden dürfen. Der Gemeinderat konnte mit dem zuständigen kantonalen Amt aushandeln, dass wenigstens der Wald im Einzugsgebiet des Zufahrtsweges verkauft werden darf.

Erträge für den Skilift

Für rund 64 000 Franken wurde der bisherige Pächter Daniel Buchs neuer Eigentümer der Liegenschaft «Schafberg-Ried» mit einer Fläche von 1,3 Mio. Quadratmetern.

Den Ertrag aus dem Verkauf der beiden Alp-Liegenschaften will die Gemeinde verwenden, um ihren Beitrag an die Freiburger Seilbahnen AG, die auch die neue Jauner Sesselbahn bauen wird, zu finanzieren. Der Betrag beläuft sich auf total 455 000 Franken. Wie der Ammann ausführte, fehlen zurzeit noch 205 000 Franken. Der Gemeinderat habe beschlossen, den Beitrag ohne eine Neuverschuldung der Gemeinde zu finanzieren, betonte er und versprach, sich weiter auf die Suche nach finanziellen Mitteln zu machen.

Steuererhöhung vermeiden

Der Gemeinderat erhielt von der Gemeindeversammlung mit 51 gegen vier Stimmen, bei neun Enthaltungen, die Kompetenz, einen allfälligen Fehlbetrag durch den Verkauf weiterer gemeindeeigener Liegenschaften zu finanzieren.

Kritisch äusserte sich die Finanzkommission zum Engegement der Gemeinde. Die Gemeindeversammlung hatte am 4. Dezember 2006 schon den Beschluss gefasst, einen Teil eines allfälligen Betriebsdefizits der Bahn zu übernehmen, dies mit dem Risiko, die Steuern erhöhen zu müssen. Jakob Schuwey forderte den Gemeinderat auf, alles zu unternehmen, um eine Steuererhöhung zu vermeiden. Er wies auch darauf hin, dass die Alpweiden die Gemeinde schon mehrmals aus einer schwierigen Situation gerettet hätten. «Doch wie lange reichen diese Reserven noch und was werden unsere Nachkommen in ähnlichen Situationen unternehmen?», fragte er.

Ein Bürger hatte den Antrag gestellt, nochmals auf den Entscheid über die Defizitgarantie zurückzukommen. Mit 45 Ja-Stimmen, bei zahlreichen Enthaltungen, wurde aber der frühere Beschluss bestätigt.

Unter Verschiedenem wurde angeregt über den Sinn des «Strassensalzens» diskutiert. Es wurden auch Fragen zum neuen Gemeindeförster gestellt. Der Ammann wies darauf hin, dass die Anstellungsgespräche im Gang seien.

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