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Alpsommer:Wenn den Helfern die Arbeit zu anstrengend ist

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Für die harte körperliche Arbeit auf der Alp sind nicht alle geschaffen, die sich für einen Alpeinsatz entscheiden. Wer eine 40-Stunden-Woche gewohnt ist, muss sich mehr als doppeltes Arbeitspensum leisten. Die Tage dauern 10 bis 20 Stunden. Es kommt darum immer wieder vor, dass den Sennen ihre Helfer bereits nach kurzer Zeit davonlaufen. «Das Problem trifft vor allem grosse Alpkorporationen», sagt Oskar Lötscher, Vize-Präsident des Freiburgischen Alpwirtschaftlichen Vereins. In Deutschfreiburg habe es davon nur wenige. Die meisten Alpen würden als Familienbetriebe geführt. Im französischsprachigen Kantonsteil gäbe es mehr grosse Alpkorporationen.

Ersatz kaum vorhanden

Für den Hirten ist es enorm anstrengend, wenn er plötzlich alleine melken, misten und käsen muss. Im laufenden Sommer Ersatz zu finden, ist gemäss Lötscher schwierig: «Es braucht erfahrene Leute, die einspringen. Davon gibt es nicht so viele.» Fürs Melken fände ein Älpler noch eher Ersatz als für einen Käser.

Laut einer Statistik des Alpofons, einer Hotline für Alpbetriebe, wurden im letzten Sommer schweizweit 50 Personen notfallmässig vermittelt. Beim Alpofon gingen jedoch 100 Anfragen für Ersatzleute ein. Gemäss Alpofon-Mitarbeiterin Barbara Sulzer gehen aus dem Deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg pro Jahr etwa zwei Anfragen ein.

Die Käser verlassen die Alp seltener mitten im Sommer. «Von 80 Anfängern hat letztes Jahr nur einer abgebrochen», sagt Hanspeter Graf. Er leitet am Inforama in Hondrich (BE) Einführungskurse für Alpsennen. In der Ausbildung wird die harte Arbeit jeweils thematisiert.

Gefährdete Familienalpen

Doch auch Privatalpen kämpfen mit dem Mangel an Arbeitskräften: Wenn die Kinder erwachsen werden, geben viele Familien den Alpbetrieb auf. «Dann haben die Bauern zu wenig Hilfe», sagt Lötscher. Meist könnten sie es sich nicht leisten, Hilfen einzustellen. «Das wäre nicht wirtschaftlich.» hpa

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