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Alpwirtschaft hat noch viele Sorgen

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Alpwirtschaft hat noch viele Sorgen

Daniel Blanc neu Geschäftsführer des Freiburgischen Vereins

Die Verabschiedung des Geschäftsführers Francis Maillard stand am Freitag im Zentrum der Versammlung des Freiburgischen Alpwirtschaftlichen Vereins (FAV) in Neirivue. In dieser Region wurden im Sommer 77 Alpweiden inspiziert.

Von JOSEF JUNGO

Das Berggebiet bekommt die Umstrukturierungen innerhalb der Landwirtschaft immer stärker zu spüren, erklärte Präsident Robert Schuwey. Zahlreiche Alpbewirtschafter finden nicht mehr genug Sömmerungstiere. Diese Entwicklung schmälere das Einkommen der Hirtenfamilien und führe letztlich zur Aufgabe von Alpweiden. Mit Sorge verfolge der FAV die Entwicklung auf dem Milchsektor, sagte er. Schon jetzt, also sechs Jahre vor der Aufhebung der Milchkontingentierung, sei eine Verlagerung der Milchproduktion vom Berggebiet ins Tal zu verzeichnen. Die Einstellung von Personal sei für viele Alpbewirtschafter ein grosses Problem geworden, betonte er. Der FAV rufe deshalb die Behörden auf, den Alpbewirtschaftern Bewilligungen für ausländische Arbeitskräfte zu erteilen.

Nutzung der leeren Alphütten

Im FAV geht eine Ära zu Ende, erklärte Schuwey. Francis Maillard tritt nach 15 Jahren als Geschäftsführer zurück. Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Während seiner Tätigkeit konnte der FAV 1997 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Der vom FAV initiierte Bericht über die Nutzung der Alphütten habe eine politische Debatte ausgelöst, führte Maillard aus. Auch wenn die von ihm eingereichte Motion (Maillard/Favre) vom Grossen Rat ganz knapp abgelehnt worden ist, gab er sich überzeugt, dass für die Nutzung der für die Bewirtschaftung nicht mehr benötigten Alphütten Lösungen gefunden werden können. In der von der Universität Lausanne durchgeführten Studie sieht er einen Hoffnungsschimmer für einen nachhaltigen Ökotourismus.

Der Direktor der Freiburgischen Landwirtschaftskammer, Daniel Blanc, übernimmt die Geschäftsführung des 1147 Mitglieder (davon 109 Kollektivmitglieder) zählenden Vereins. Am 10./11. Juli 2003 werden im oberen Teil der Gemeinde Haut-Intyamon (Albeuve und Montbovon) 104 Alpweiden inspiziert. Der Ausflug des FAV führt am 24. Juli ins Muotathal.

Gute Noten
für die Alpbewirtschafter

In seinem detaillierten Bericht stellte Berater Nicolas Doutaz den Bewirtschaftern der 77 inspizierten Alpen gute Noten aus. Der Viehbesatz beträgt 1473 Normalstösse (eine Grossvieheinheit – Kuh – während 100 Tagen). Der Durchschnitt von 19 Stössen liege aber unter dem kantonalen Mittel von ungefähr 30, ergänzte er. Auf 51 Alpen wurden Kühe gesömmert. Noch auf vier Alpen werde Käse hergestellt, die anderen Betriebe liefern die Milch dank günstigen Erschliessungswegen in die Dorfkäserei.

Wälder unternutzt

Der Zustand der 270 ha Privatwald in der untersuchten Zone machen dem Forstingenieur Christian Jaquet mehr Sorgen. Die Wälder seien unternutzt und hätten sehr unter dem Sturm «Lothar» gelitten. Zudem seien sie stark durch Borkenkäferbefall gefährdet. Unter diesen Bedingungen könnten diese Wälder ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen, befürchtet er.

Ammann Pierre Geinoz vermittelte einen Überblick über die Gemeinde Haut-Intyamon, welche aus der Fusion der Gemeinden Albeuve, Lessoc, Montbovon und Neirivue hervorgegangen ist.

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