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Als der Sensler Urs Kolly in Atlanta triumphierte

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«Urs Kolly auch im Fünfkampf Olympiasieger und erneut mit neuem Weltrekord»–so titelten die FN am 22. August 1996. Kurz zuvor hatte der Düdinger Sportler bei den Paralympics in Atlanta (USA) einen Weltrekord aufgestellt, als er im Weitsprung mit 5,80 Metern eine neue sportliche Bestmarke setzte.

 Da 1996 Mobiltelefone noch nicht weit verbreitet waren, hat nicht der Sportler selbst, sondern sein Trainer Hubert Pauchard gegenüber den FN Auskunft gegeben: «Es war ein sehr langer Wettkampf, der von 9 bis 19.30 Uhr dauerte. Die Rangverkündigung folgte erst um 22.15 Uhr.» Der Wettkampf habe bei brütender Hitze und sehr hoher Luftfeuchtigkeit stattgefunden. Die Stimmung in der Schweizer Delegation sei gut, auch wenn es im olympischen Dorf an Herzlichkeit fehle. Urs Kolly sei der Fernsehstar der Leichtathleten, die Amis seien von ihm begeistert, hat Hubert Pauchard damals stolz erzählt.

 Urs Kolly habe einen überragenden Wettkampf geboten und in vier der fünf Disziplinen gewonnen. Nur das Kugelstossen sei ihm misslungen, heisst es im Bericht. Weil das Kugelstossen viele Punkte gegeben habe, sei die Differenz zum zweitklassierten Amerikaner Thomas Bourgeois klein. Urs Kolly erzielte 4947 Punkte und übertrumpfte damit die damalige Höchstmarke von 4427.

 Im FN-Bericht steht, dass er sogar die 5000er-Marke hätte übertreffen können, wenn ihm beim Weitsprung wieder so ein guter Sprung gelungen wäre, wie er dies zuvor geschafft hatte: Mit 5,80 Metern hatte Kolly nämlich kurz zuvor den Weltrekord geknackt; dieses Mal schaffte er aber «nur» 5,72 Meter. Besser lief es ihm beim 400-Meter-Lauf, wo er mit einer Zeit von 59,63 Sekunden einen neuen Schweizer Rekord aufstellte, und beim 100-Meter-Lauf, den er in 12,59 Sekunden schaffte. Den Diskus warf er 41,26 Meter weit. Mit diesem Erfolg sicherte sich Urs Kolly die zweite Goldmedaille.

Pech für Jean-Marc Berset

Schlechter lief es einem anderen Freiburger Teilnehmer an den Paralympics in Atlanta, wie dem gleichen Bericht zu entnehmen ist: Der Rollstuhlfahrer Jean-Marc Berset aus Bulle hatte sich grosse Hoffnungen auf das 800-Meter-Rennen gemacht. Er hatte aber Pech. «Er blieb mit dem Bus über zwei Stunden im Verkehrschaos stecken und kam dadurch erst im allerletzten Moment ins Stadion. Es blieb ihm keine Zeit mehr zum Einfahren», heisst es im Bericht. Er schied in der Folge im Halbfinal als Vierter aus, und auch über 10 000 Meter verpasste er als Vierter den Final. im

 

 In der Sommerserie«Aus dem Archiv»stöbern die FN in alten Zeitungsbänden und erinnern daran, was in früheren Zeiten für Schlagzeilen gesorgt hat.

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