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Als «Fair Trade Town» können die Gemeinden zu Vorreitern für eine gerechtere Welt werden

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Max Havelaar und Fair Trade sind heute fast allen Konsumentinnen und Konsumenten ein Begriff. Viele Geschäfte bieten Produkte des fairen Handels an: Lebensmittel, Blumen, Textilien; sogar ein faires Handy gibt es. Wem Fairness wichtig ist, der greift zu diesen Produkten. Trotz der Bekanntheit fristet der faire Handel aber ein Nischendasein. Pro Kopf und Jahr konsumiert die Schweizer Bevölkerung Produkte aus fairem Handel im Wert von 63 Franken. Damit ist die Schweiz zwar Weltmeister im Konsum an Produkten aus fairem Handel, aber gemessen am Gesamtkonsum ist das immer noch sehr wenig. Zu viele Waren stammen noch aus Produktionsweisen mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen oder unfairen Methoden der Rohstoffgewinnung.

 Engagement auszeichnen

Toya Krummenacher vom Verband Swiss Fair Trade erklärte den Delegierten und Gästen von Brücke–Le pont anlässlich der Delegiertenversammlung des Hilfswerks vom 10. Mai die Kampagne Fair Trade Town. Zum einen handelt es sich um eine Auszeichnung für Gemeinden und Städte, die sich für den fairen Handel engagieren. Zum anderen ist es eine Kampagne zur Förderung des fairen Handels, bei der alle mitmachen können. Das sei sehr einfach, unterstrich die Referentin und lud die Anwesenden ein, sich an der Kampagne zu beteiligen: «Es würde mich sehr freuen, wenn Freiburg und viele Gemeinden der Region schon bald Gemeinden des fairen Handels werden.»

 Internationale Bewegung

Die Kampagne startete im Jahr 2000 als Initiative eines Ehepaares im englischen Dorf Garstang mit dem Ziel, die Bevölkerung für Fair Trade zu sensibilisieren und den Anteil des fairen Handels im Warenverkauf zu steigern. Die Aktion breitete sich über Grossbritannien in die ganze Welt aus und ist inzwischen in 31 Ländern erfolgreich. Bisher konnten über 1 700 Gemeinden und Städte ausgezeichnet werden. In der Schweiz sind bereits 250 Gemeinden für Fair Trade Town aktiv. Zwei haben kürzlich die Auszeichnung Fair Trade Town erhalten: Glarus Nord und Zweisimmen. Die nächsten, darunter Bern, sind bereits auf dem Weg.

 Damit eine Gemeinde Fair Trade Town wird, muss sie fünf Hauptkriterien erfüllen: Es sind dies das grundsätzliche Bekenntnis zum fairen Handel, die Koordination des Engagements durch eine Arbeitsgruppe, das Angebot von Fair- Trade-Produkten in Detailhandel und Gastronomie, die Verwendung fair gehandelter Produkte in Institutionen und Unternehmen und schliesslich gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

 Wichtig ist zudem, dass die Gemeinde ihr Engagement auch nach der Auszeichnung weiter entwickelt, wofür sie mit Fairness-Punkten belohnt wird. Die Kampagnenleitung unterstützt beim Engagement für den fairen Handel und stellt Hilfsmittel zur Verfügung.

 Der statutarische Teil der Delegiertenversammlung von Brücke–Le pont machte deutlich, dass das Hilfswerk gut unterwegs ist. 2015 stiegen die Einnahmen auf 4 Millionen Franken an. 80 Prozent flossen in die rund 35 Projekte in Afrika und Lateinamerika, 20 Prozent wurden für Kommunikation, Mittelbeschaffung und Verwaltung aufgewendet. Die Berichte aus den Projekten sind durchwegs positiv. Das sind gute Nachrichten für das 60-Jahr-Jubiläum, welches das Hilfswerk am 20. August im Equilibre in Freiburg feiern wird.

 Weitere Informationen:www.bruecke-lepont.ch sowie www.fairtradetown.ch

 

Fairphone 2: sozial verträgliches Handy Bild zvg

Swiss Fair Trade: Fairen Handel ermöglichen und verbessern

S wiss Fair Trade ist der Dachverband der Fair-Trade-Organisationen der Schweiz. Darunter fallen spezialisierte Handelsorganisationen, aber auch Fachgeschäfte und Online-Shops, ausserdem Labels, die fair gehandelte Produkte zertifizieren, sowie NGOs, die sich politisch für den fairen Handel engagieren. Als Kompetenzzentrum fördert Swiss Fair Trade den Wissenstransfer und Dialog unter seinen Mitgliedern sowie mit der Wirtschaft, der Bevölkerung und den Medien. Zudem leistet man politische Arbeit zur Verbesserung der rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des fairen Handels. Brücke – Le pont verkauft seit vielen Jahren Produkte des fairen Handels, vor allem über die Sektionen der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbewegung (KAB), und ist seit 2015 offizielles Mitglied von Swiss Fair Trade. aj

 

 

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