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Als Frau in einer Führungsposition: Wie man den Weg für weitere ebnet

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Ana Nazaré (48) wohnt in Murten, ist Elektroingenieurin und arbeitet als Leiterin für Strategisches Asset Management bei Groupe E.  

Die Faszination für Physik und Mathematik begleitete Ana Nazaré schon von klein auf. Ihr Vater war Ingenieur für Elektromechanik. «Ich habe es geliebt, ihm zuzusehen, wie er Dinge zuerst auf Papier zeichnete und dann ins Leben holen konnte», so Nazaré. Sie studierte Elektrotechnik in Lissabon – als eine von nur 15 Prozent Frauen. 1996 schloss sie dort ihr Studium mit dem Master ab. Danach arbeitete sie für EDP, ein Unternehmen, das das Stromverteilungsnetz in ganz Portugal verwaltet. «In dieser Stelle ich eine grosse Verantwortung», so Nazaré. Sie leitete ein Team von vierzig Personen.

Nach einigen Jahren begann Nazaré, an der Universität in Lissabon zu unterrichten. Nachdem sie ihren Sohn zur Welt gebracht hatte, gründete sie ihre eigene Firma. «Als Mutter brauchte ich einfach mehr Flexibilität», erklärt sie. In Portugal sei es sehr schwierig, in einer Führungsposition zu sein und nicht hundert Prozent zu arbeiten. «Das bewirkt natürlich, dass Frauen in Portugal gezwungen sind, sich zwischen einer Führungsposition und der Familie zu entscheiden.» In ihrer Firma arbeitete Nazaré an verschiedenen Projekten zum Thema Verteilnetze, als Beraterin für EDP, aber auch bei Strom-, Kommunikations- und Gasprojekten für Gebäude wie Schulen, Wohnhäuser oder Bürogebäude – die Diversität gefiel ihr.

Der Weg in die Schweiz

2012 zog Nazarés Ehemann aus beruflichen Gründen in die Schweiz, und nach einigen Monaten entschloss sich der Rest der Familie, ihm zu folgen. Sofort hat die Geschäftsfrau sich auf Jobsuche gemacht – das einzige Problem dabei: Die Schweiz musste zuerst ihren portugiesischen Master anerkennen. Das lange Warten und die vielen beruflichen Absagen überraschten die Elektroingenieurin. «Schliesslich hatte ich 16 Jahre Arbeitserfahrung und meine Abschlussarbeit bei der Electricité de France (EDF) in Grenoble vorzuweisen.» Trotzdem brauchte es ein Jahr, bis die Schweiz Nazarés Master anerkannte und sie infolgedessen eine Anstellung fand.

«Was ich in dieser Zeit gemacht habe, das wird man mir kaum glauben», sagt die Leiterin für Asset Management lachend. Während des Wartens arbeitete die ehemalige Uni-Dozentin als Kellnerin in einem Restaurant. «Es war eine wundervolle Erfahrung», sagt sie. «Ich habe so viele Menschen kennengelernt und so viel über die Schweizer Kultur gelernt.»

Als Frau in den Ingenieurwissenschaften

Als die Schweiz dann Nazarés Master anerkannte, wurde es aber nicht sofort leichter. Sie war eine Frau mit Ausbildung in einem sehr männlichen Bereich. «Ich habe festgestellt, dass es in der Schweiz noch viele Klischees über Männer- und Frauenberufe gibt», so Nazaré. «Ich bin sehr dankbar, dass mein damaliger Chef bei Groupe E den Mut hatte, mich als Frau für eine Teamleiterposition einzustellen – das ebnet auch den Weg für andere Frauen.» 

«Es wird wohl mehrere Generationen dauern, um Mentalitäten zu ändern und die Karrieren von Frauen weiter fördern zu können», so Nazaré. Die Rollenbilder seien in allen Altersgruppen tief verwurzelt. Junge Frauen für zeitbeanspruchende Berufe und Studiengänge zu motivieren, sei nicht ganz einfach. Natürlich könne man in die Schulen gehen und Seminare anbieten. Aber eigentlich müsse es viel früher in der Kindheit beginnen. «Wir müssen Kinder entscheiden lassen, was sie tun möchten, anstatt sie aufgrund ihres Geschlechts zu beeinflussen», so Nazaré. «Es liegt in unserer Verantwortung, die Botschaft zu Hause, unter Freunden, bei der Arbeit zu verbreiten, um eine Gesellschaft zu entwickeln, die Vielfalt und Gleichheit verteidigt.» Eine andere Möglichkeit, diese Botschaft zu vermitteln, bestehe darin, Frauen zu ermutigen, sich zu vernetzen, «damit wir unser Beispiel weiterentwickeln, mehr Menschen erreichen und zeigen können, dass jeder Beruf von einer Frau oder einem Mann ausgeübt werden kann».

Aktiv die Zukunft verändern

Ana Nazaré startete bei Groupe E als Leiterin Mittel-/Niederspannungsnetz in Neuenburg, seit April arbeitet sie als Leiterin für Strategisches Asset Management in der Direktion Stromverteilung. Nazaré führt mit ihrem Team technisch-wirtschaftliche Studien durch und entwickelt langfristige Strategien, um das Stromnetz in ein Smart Grid umzuwandeln und damit die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Zunahme von Solaranlagen und Elektroautos zu bewältigen.

«Energie ist aktuell das meist diskutierte Thema in der Welt», so Nazaré. «Ein Teil dieser stetigen Debatte ist unfassbar interessant.» Zudem sei man mittendrin in der Energiestrategie 2050: ein überarbeitetes Energiegesetz, vom Schweizer Volk im Mai 2017 angenommen. Damit sollen der Energieverbrauch gesenkt, die Energieeffizienz verbessert und erneuerbare Energien gefördert werden.


Einen direkten Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung unseres Systems zu haben, sei eine grosse Verantwortung, aber auch eine grosse Ehre. Nicht tatenlos rumsitzen, sondern aktiv, nach seinen eigenen Kapazitäten die Welt verbessern – so lautet ihr Motto. 

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