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Als Joseph Deiss den Uno-Beitritt prophezeite

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Autor: Pascal Jäggi

Ein Freiburger an der Spitze der Vereinten Nationen. Laut Joseph Deiss, der das Amt des Präsidenten derzeit innehat, ist das kein Zufall. «Wir sind schon früh an mehrere Kulturen und Internationalität gewöhnt», sagte er gestern in der vollgepackten Aula des Kollegiums St. Michael. Durch die beiden Kulturen im Kanton und die omnipräsente Universität sei der Umgang mit anderen in Freiburg schnell erlernt, meinte Deiss.

Bildung als Milleniumsziel

Im Rahmen der «3 UN Days» sprach der Präsident der Uno-Vollversammlung mit Kollegiumsschülern, Lehrlingen und Fachhochschülerinnen. Dass er mit Schülern und Lernenden in Kontakt komme, sei eine grosse Freude für ihn, hielt Deiss fest, immerhin sei die Förderung der Bildung eines der Milleniumsziele der Uno.

Klar, dass der Besuch «seines» Kollegiums ein besonderer Moment war. Die Veranstaltung, die auch in die anderen Kollegien des Kantons übertragen wurde, wollte die Schüler miteinbeziehen. So durften zum Ende einige Teilnehmer Fragen bezüglich der Uno stellen.

Schon bei der Antwort auf die erste Wortmeldung zeigte Joseph Deiss, dass er ein begeisterter Verfechter der Uno ist. Als sein prägendstes Erlebnis in Zusammenhang mit der Organisation bezeichnete er einen Besuch als Schweizer Aussenminister beim Uno-Sitz in Genf 1999. «Es war beeindruckend, all die Flaggen anderer Länder zu betrachten, doch die Schweizer Fahne fehlte», erinnerte sich Deiss. Damals habe er zu Generalsekretär Kofi Annan gesagt, dass auch die Schweiz Mitglied der Uno werde. 2002 war es dann so weit, als das Schweizer Volk den Beitritt beschloss.

Hilfreich und fair

Durchaus kritische Fragen konterte der Präsident der Generalversammlung. So wollte eine Schülerin am Jahrestag des Erdbebens in Haiti wissen, was die Uno eigentlich im Land leiste. «Innert kurzer Zeit wurde enorm viel Hilfe auf die Beine gestellt», kommentierte Deiss. Über Erfolge werde allerdings kaum berichtet. So sei innert Kürze ein Spitalschiff im Hafen von Port-au-Prince gestanden, dass die Grösse des Freiburger Kantonsspitals gehabt habe. Auch auf neue Entwicklungen reagierten die in der Uno zusammengeschlossenen Länder. Dabei gebe es auch überraschende Beispiele, so Deiss. «Kuba hat aufgrund der Cholera-Epidemie 100 zusätzliche Ärzte nach Haiti geschickt, 300 sind bereits dort. Ich glaube nicht, dass das in der Schweiz so schnell gehen würde», meinte er.

Ob die Uno nicht zu sehr unter dem Einfluss der grossen Länder stehe, wollte eine andere Schülerin wissen. «Der Sicherheitsrat hat – zu Recht – viel Macht, da wäre aber eine Verschiebung gegenüber Ländern wie Brasilien oder Indien sinnvoll. In der Generalversammlung hat jedoch jedes Land den gleichen Stimmwert, egal ob es wie St. Kitts & Nevis 50 000 Einwohner oder wie China 1,3 Milliarden Einwohner hat», schloss Joseph Deiss.

Interaktive Veranstaltung

Die Veranstaltung «3 UN Days» findet unter der Schirmherrschaft des Staatsrates statt. In drei Tagen werden Schülerinnen und Lehrlinge zu Journalisten. Thema sind die Vereinten Nationen. Mit dem Vorsitz von Joseph Deiss, der am Nachmittag auch in der Lehrwerkstätte zu Besuch war, hat sich das Thema natürlich angeboten.

Nach den Fragestunden werden die Beiträge und weitere Projekte, etwa Befragungen von Freiburgern nach ihrer Meinung zur Uno, an der Multimediaschule eikon verarbeitet. In einem Internet-Blog (www.the3undays.ch) werden die Resultate auch für die Öffentlichkeit aufgeschaltet.

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