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Als ob Gapany nie weg gewesen wäre

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Ein Jahr ist es her, seit sich Benjamin Gapany am Kreuzband hatte operieren lassen müssen. Die Knieverletzung war das Resultat eines Trainingsunfalls gewesen. Die Folgen waren gravierend: Der 23-jährige Schwinger aus Marsens musste einen Strich unter die Saison 2017 ziehen, noch bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Die Rückkehr ins Sägemehl gelang Gapany überzeugend. Am Ostermontag war er Gast beim Frühjahrsschwinget in Ibach. Mit vier Siegen, einem gestellten Gang sowie einer Niederlage (gegen den siebenfachen Eidgenossen Martin Grab) und Rang drei legte Gapany, der zuletzt beim Eidgenössischen 2016 in Estavayer-le-Lac im Ring gestanden hatte, ein starkes Comeback hin. «170 Schwinger waren am Start, und das Niveau war gut», erklärt der Freiburger.

So viel trainiert wie noch nie

Am Sonntag bestätigte der gelernte Landwirt, der sich zum Agro-Techniker ausbilden lässt, nun seine Frühform. Der 17-fache Kranzgewinner konnte in Ried das Regionalfest zum zweiten Mal nach 2015 für sich entscheiden. Nachdem der Freiburger mit einem gestellten Gang gegen Gästeschwinger Dominik Roth (Meikirch) in den Tag gestartet war, konnte er in der Folge alle fünf Duelle gewinnen. «Ich konnte den Rhythmus aus Ibach mitnehmen. Einfach war der Einstieg nach der langen Verletzung aber nicht. Ich wusste zwar, dass ich in einer guten Verfassung bin, aber im Wettkampf herrscht doch eine ganz andere Intensität als im Training.»

Trainiert hat Gapany zuletzt so viel wie noch nie. «Vier Tage nach der Knie-OP habe ich mit intensiver Physio begonnen. Nach eineinhalb Wochen konnte ich die Krücken bereits beiseitelegen, und nach sechs Wochen bin ich schon wieder gejoggt.» Er habe bereits im Winter vor seiner Knieblessur körperliche Fortschritte erzielt, so Gapany, «inzwischen konnte ich mich aber nochmals steigern».

Seine physische Präsenz stellte Gapany im Schlussgang von Ried vor 1200 Zuschauern eindrücklich unter Beweis, als er auf den Lokalmatador Lario Kramer traf. Die Endausmarchung um den Festsieg war von kurzer Dauer. Gleich mit dem ersten Zug erwischte Gapany den Galmizer mit einem Übersprung. «Ich habe eine Chance gesehen und sie wahrgenommen. Ich bin seit jeher ein offensiver Schwinger, der angreift. Das wissen auch meine Gegner.» Für 2018 hat sich Gapany den Gewinn des einen oder anderen Kantonalfestes vorgenommen, zudem will er an den Bergfesten (Stoos, Weissenstein und Schwarzsee) glänzen. Und bereits hat er das nächste Eidgenössische 2019 in Zug im Hinterkopf. «Wenn ich daran denke, dass fast die gleiche Zeitspanne zwischen dem Kreuzbandriss und bis zum Fest in Zug besteht, dann geht es schnell.»

Kramer trotz RS stark

Nicht nur Gapany, auch Kramer wusste bei seinem Heimfest zu gefallen. Die Leistung des Galmizers, der gegenüber seinem Schlussgang-Bezwinger mit einem besseren Notenblatt (48,50 gegenüber 48,25) in den Final gegangen ist, ist trotz der schnellen Niederlage im Schlussgang hoch einzuschätzen, schliesslich steckt der 19-jährige Seeländer zurzeit in der Rekrutenschule. Ein normaler Trainingsbetrieb ist so natürlich nicht möglich. Dennoch gewann Kramer vier seiner fünf Kämpfe, verlor nur gegen Gapany und stellte gegen Philipp Roth. Am Ende resultierte für Kramer der dritte Schlussrang, weil er sich noch von Vincent Roch (Constantine) überholen lassen musste. Ebenfalls als Dritter konnte sich der Oberschroter Michel Dousse – der zuletzt mit Marc Guisolan (St-Aubin) stellte – klassieren; Johann Borcard (Villars-sur-Mont) wurde genau so wie Guisolan je Fünfter.

Nicht wunschgemäss verlief des Regionalfest in Ried derweil für Steven Moser. In den ersten drei Gängen musste der Brünisrieder gleich zweimal stellen (gegen Marc Guisolan und Philipp Roth), was ihn bereits früh ins Hintertreffen geraten liess. Die zweite Hälfte des Festes schloss er zwar mit einer positiven Bilanz ab, aber eben auch mit einer Niederlage gegen Fabian Mosimann. Die Konsequenz: Rang 9 und damit gewiss eine Enttäuschung für den ambitionierten Sensler.

Regionalfest in Ried

Lario Kramer verliert im Schlussgang

Ried bei Kerzers. Regionalschwingfest (96 Schwinger). Schlussgang: Benjamin Gapany (Marsens) bezwingt Lario Kramer (Galmiz). Rangliste: 1. Gapany 58,25. 2. Vincent Roch (Constantine) 57,75. 3. Kramer und Michel Dousse (Oberschrot), je 57,25. 4. Philipp Roth (Biberist) und Dominik Roth (Meikirch), je 57,00. 5. Johann Borcard (Villars-sous-Mont), Romain Collaud (Vallon), Marco Waeber (Mühleberg) und Marc Guisolan (St-Aubin FR), je 56,75. – Ferner: 7. Janis Wieland (Kerzers), Augustin Brodard (La Roche), Florian Minder (Düdingen), je 56,25. 8. Carlo Buchs (Im Fang) 56,00. 9. Silas Kyburz (Kerzers), Michael Ledermann (Mamishaus), Steven Moser (Brünisried), Mario Zimmermann (Golaten), je 55,75. 10. Flemming Burri (Kerzers), Christoph Baeriswyl (Plaffeien), Sandro Balimann (Finsterhennen), Sven Hofer (Kerzers), Micha Wieland (Kerzers), Timon Wieland (Kerzers), je 55,50.

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