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Alte Kirche Jaun bekommt ihre Orgel zurück

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Vor genau 100 Jahren, im Jahr 1910, haben die Gläubigen von Jaun ihre alte Kirche aus Platzgründen verlassen und sind in die neue, an sonnigerer Lage errichtete Kirche gezogen. Umsichtige Pfarreimitglieder dachten daran, die wichtigsten Bestandteile der Orgel aus der alten Kirche mitzunehmen und im Dachstock der neuen Kirche einzulagern. «Es ist ein Glück, dass man die alte Orgel damals nicht einfach weggeschmissen hat», sagt Werner Schuwey, langjähriger Organist in Jaun und Vorstandsmitglied des Cantoramas, das 1992 in der alten Kirche eröffnet wurde (siehe Kasten).

«Ans Herz gewachsen»

Einige Teile der einmanualigen Orgel mit sieben Registern werden bis heute vermisst, andere wurden im Laufe der Jahre wiederentdeckt und ebenfalls im Estrich der neuen Kirche untergebracht. Werner Schuwey interessiert sich schon seit geraumer Zeit für die alte Orgel. In den 1990er-Jahren verfasste er zusammen mit François Seydoux, Titularorganist der Kathedrale Freiburg, einen ausführlichen Bericht über das Instrument.

«Die Orgel ist mir ans Herz gewachsen», so Schuwey. Schon lange träume er davon, sie restaurieren und wieder im Cantorama aufbauen zu lassen. 2009 lancierte er das Projekt im Cantorama-Vorstand, der daraufhin eine Orgelkommission gründete. Zu dieser gehören nebst Werner Schuwey und François Seydoux Cantorama-Präsident Berthold Buchs und der ehemalige Jauner Organist Joseph Buchs.

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das die Verantwortlichen mit der Restaurierung der Orgel in Angriff genommen haben: Das Investitionsbudget beläuft sich auf 300 000 Franken, und das, obwohl die Stiftung Cantorama bekanntlich mit etwa 200 000 Franken verschuldet ist. Werner Schuwey ist trotzdem zuversichtlich, dass das Projekt finanziert werden kann: Erste Kontakte zu möglichen Geldgebern seien geknüpft, und spezialisierte Stiftungen hätten bereits namhafte Beträge in Aussicht gestellt. Zudem hofft Werner Schuwey auf Beiträge des Kantons, der Loterie Romande und von privaten Sponsoren. Dabei sei jeder noch so kleine Betrag willkommen.

Kommt das Geld wie vorgesehen zusammen, dann soll die restaurierte Orgel Ende 2011 im Cantorama eingeweiht werden. Zurzeit befinden sich die Bestandteile bei der spezialisierten Orgelbaufirma Goll in Luzern, die mit der Restaurierung betraut wurde. Die Firma hat in jüngerer Zeit unter anderem historische Orgeln in Lauenen und in Sarnen restauriert.

Erbauer unbekannt

Die Orgel aus dem Jahr 1786 sei von grossem historischem Wert, auch wenn der Erbauer bis heute nicht bekannt sei, betont Werner Schuwey. Er hoffe, dass diese Wissenslücke im Zuge der Restaurationsarbeiten gestopft werden könne. Erste Erkenntnisse hätten die Spezialisten der Firma Goll bereits gemacht. So habe man herausgefunden, dass die Orgel irgendwann vergrössert worden sei, vermutlich im Jahr 1810, als die Kirche ausgebaut und die Orgel auf die obere Empore gezügelt wurde.

Nebst dem historischen Wert werde die Orgel dem Cantorama auch neue Möglichkeiten in der Programmgestaltung eröffnen. Denkbar seien sowohl eine Orgelbegleitung für die Chorkonzerte, auf die das Cantorama spezialisiert ist, als auch eigentliche Orgelkonzerte.

Spendenkonto: Raiffeisenbank Jaun: CH 53 8089 5000 0013 9196 7.

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