Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Altes Gebäude in neuem Glanz

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Fragen Sie mich in drei Monaten, wie ich mich fühle», sagte Adrian Urwyler, Präsident des Kantonsgerichts, gestern nach einem Rundgang am neuen Standort des Gerichts. Wie seine Richterkollegen und Mitarbeiterinnen steckt der Seebezirkler in der Zügelphase. Er empfinde «eine gespannte Vorfreude auf das Neue, das da kommen wird». Sie wüssten schlicht nicht, ob alles wie geplant eintreten werde, so Urwyler. «Ich hoffe das Beste. Jetzt sind die Räume noch leer, in einer Woche werden sie mit Leben gefüllt.»

Es galt, die laufenden und in letzter Zeit immer zahlreicheren Geschäfte zu erledigen und zugleich den Umzug möglichst reibungslos vorzubereiten. «Die Organisation war für alle Beteiligten eine gewaltige Aufgabe», sagte Urwyler gestern vor den Medien. Es habe viel Organisations- und Koordinationsaufwand vorausgesetzt, bestätigte Generalsekretär Frédéric Oberson.

Letzte Arbeiten laufen

Einige Teile des Baus blieben fast unangetastet, andere erfuhren radikale Veränderungen. So wurde eine monumentale Betontreppe gebaut; das Gebäude erhielt damit einen neuen Zugang. Zurzeit geben die Handwerker dem Gebäude den letzten Schliff. Architekt Dimitri Kaden ist zuversichtlich, dass bis Samstag alles beendet sein wird, wenn das Publikum zum Tag der offenen Tür eingeladen wird (Kasten).

Die Vorbereitungen des Umzugs begannen 2005. Nächste Woche beziehen die rund 60 Angestellten des Gerichts ihren künftigen Arbeitsplatz. Sie werden aus den beiden bisherigen Standorten beim Rathaus und in Givisiez zusammengezogen. Die Kosten blieben im Budget, so Kaden.

Jetzt ein Gerichtsgebäude

Das Gebäude hat eine rund 800 Jahre alte Vergangenheit, davon 600 als Stift des Augustinerordens, dann als Gefängnis und Staatsarchiv. Urwyler betont wiederholt das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat. «Mir ist wichtig, dass die Justiz nicht allzu sehr mit der Vergangenheit dieses Gebäudes assoziiert wird.» Es sei jetzt ein Gerichtsgebäude und schon lange kein Kloster mehr.

Das Gebäude sei nicht für die Zwecke eines Gerichts gebaut worden, sondern für andere Funktionen. Der Blick in die Räume bestätigt: Zwar wurde alles versucht, um die ursprüngliche Bestimmung der Räume zu verdecken. Doch es ist unschwer zu erkennen, dass dort, wo heute moderne Büros eingerichtet werden, früher die Wohnzellen der Mönche waren.

Eröffnungsfeier für alle

«Wir erhalten ein renoviertes Gebäude, das 13 Millionen Franken gekostet hat», stellt Urwyler klar. Deshalb habe die Bevölkerung das Recht, am Tag der offenen Tür zu erfahren, wofür das Steuergeld ausgegeben wurde. «So häufig hat der Durchschnittsbürger nicht mit dem Gericht zu tun.» Nicht oft habe man zum Beispiel die Gelegenheit, den schönen Innenhof zu besichtigen. Dort wird der Musiker Gustav am Samstag ein Konzert im intimen Rahmen geben. Auch verstehe er den Anlass als ein Dankeschön gegenüber den Nachbarn in der Unterstadt, die während der Bauarbeiten zwei Jahre lang Lärm, Staub und Verkehr hätten ertragen müssen, sagt Urwyler.

 Am Montag, 2. September, nimmt das Gericht die Arbeit am neuen Sitz auf. Am 20. September, mit der ersten Verhandlung, soll wieder Normalbetrieb im Kantonsgericht herrschen und die Routine einkehren, wünscht sich Urwyler. Damit endet auch eine Zeit, die für Urwyler mit viel zusätzlichem Aufwand verbunden war–neben der eigentlichen Richterarbeit und den Verpflichtungen des Präsidiums. Er bestätigt: «Das ist ein anspruchsvolles Jahr.» Sein Fazit bleibt aber positiv: «Veränderungen bieten immer Chancen. Es ist eine spannende Zeit.»

Das Schicksal der ehemaligen Räume des Kantonsgerichts beim Rathaus ist noch unklar. Es ist denkbar, dass die Platzbedürfnisse des Grossen Rats gedeckt werden könnten. Die Räume in Givisiez bleiben leer und dienen als Ausweichmöglichkeit bei weiteren Renovationsarbeiten an Gebäuden, die von der öffentlichen Verwaltung genutzt werden.

Einblicke: Tag der offenen Tür am Gericht

D ie Räume am neuen Sitz des Kantonsgerichts sind eingerichtet, doch die Dokumente sind noch nicht eingeräumt. Die Verantwortlichen führen deshalb am Samstag einen Tag der offenen Tür durch. Vorgesehen sind Führungen, nicht nur in den öffentlichen Teilen, sondern auch in jenen, die sonst nicht zugänglich sind. Es läuft ein Rahmenprogramm mit dem Akkordeonspieler Julien Paillard, dem klassischen Chor Arsis, der Jazzband Des Gars Mineurs und Gustav. fca

Kantonsgericht , Augustinergasse 3, Tag der offenen Tür, Sa., 24. August, von 10 bis 22 Uhr.

Mehr zum Thema