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Am Berg ist das Risiko immer dabei

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Am Berg ist das Risiko immer dabei

Autor: Carole Schneuwly

Noch im Jahr 1850 meinte der Alpinist Gottlieb Studer: «Der Gipfel des Eigers wird von den Talbewohnern selbst für unersteiglich gehalten. Wirklich spitzt sich der Grat in solcher Schärfe aus und die Abstürze sind so entsetzlich steil, dass die Möglichkeit eines Hinaufklimmens nicht erdenkbar ist.»

Nur acht Jahre später bewies der Ire Charles Barrington mit seinen Grindelwalder Bergführern Christian Almer und Peter Bohren das Gegenteil: Die drei waren am 11. August 1858 die ersten Menschen auf dem 3970 Meter hohen Gipfel des Eigers. Der Aufstieg war ihnen über die Westflanke gelungen. Die legendäre, 1800 Meter hohe und fast senkrechte Nordwand hingegen blieb noch bis 1938 unbezwungen und forderte davor und danach viele Menschenleben.

Bergsport bleibt gefährlich

Bis heute ist das Risiko ein ständiger Begleiter eines jeden Bergsportlers, egal, ob Extremkletterer, Bergsteigerin oder Bergwanderer. Das Schweizerische Alpine Museum thematisiert das «Risiko am Berg seit der Eiger-Erstbesteigung vor 150 Jahren» in einer Wechselausstellung.

Dabei präsentiert es Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen: Von rund 130 tödlichen Sportunfällen pro Jahr in der Schweiz fallen etwa 100 auf den Bergsport. Zwar kommen in absoluten Zahlen beim Bergwandern doppelt so viele Menschen ums Leben wie bei Hochtouren. Da sich die Unfälle bei Hochtouren aber auf wesentlich weniger Sportler verteilen, ist die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls hier etwa 13 Mal höher. Kommt dazu, dass bei Hochtouren die meisten Unfälle gravierende Folgen haben.

Alte und neue Risiken

Die Ausstellung zeigt anhand von Ausrüstungsgegenständen, Fotografien und Geschichten, wie sich die Risiken am Berg im Lauf der Zeit dank moderner Technologie verringert haben, aber auch, welchen neuen Gefahren sich Extrem- und Trendsportler aussetzen.

Das Museum begibt sich weiter auf die Spuren der Menschen, die bergsteigen, und fragt, warum sie dies tun und wie sie mit dem Risiko umgehen. Historische Fotografien von Bergführern, Seilschaften, Hütten, Gipfelerfolgen und Rettungen machen den Alpinismus seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts nachempfindbar. Dazu kommen Interviews und Filme, die vom frühesten Film über die Bergung der Leiche von Toni Kunz am Eiger im Jahr 1936 bis zu den Kletterkünsten moderner Extrembergsteiger wie Ueli Steck reichen.

Schweizerisches Alpines Museum, Helvetiaplatz 4, Bern. Bis zum 28. September. Mo. 14 bis 17.30 Uhr, Di. bis So. 10 bis 17.30 Uhr. www.alpinesmuseum.ch.

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