Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Am Ende bleiben 1,6 Millionen Franken übrig

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Freiburg Es sei schon fast eine Tradition, dass die Stadt Freiburg eine positive Rechnung präsentiere. Das sagte zumindest ein gut gelaunter Pierre-Alain Clément (SP) gestern an der Pressekonferenz über die Rechnung 2011. Der Syndic hat tatsächlich Grund zur Freude: Vergleicht man das Budget mit den heutigen Zahlen, fällt die Rechnung knapp vier Millionen Franken besser aus als geplant.

Damit schliesst die Stadt Freiburg zum fünften Mal in Folge mit einem Ertragsüberschuss ab und kann sogar 1,5 Millionen Franken als Reserve für die Sanierung ihrer Abfalldeponien zurücklegen.

Dem Steuerzahler sei Dank

Laut Finanzdirektorin Madeleine Genoud-Page (CSP) seien unter anderem die gestiegenen Steuereinnahmen Grund dafür, dass unter dem Strich 1,6 Millionen Franken übrig beblieben sind. 2011 hat die Stadt Freiburg 6,5 Prozent mehr Steuergelder eingenommen als budgetiert, wofür vor allem die Gewinnsteuer verantwortlich ist. «Die finanzielle Lage war 2011 besser als erwartet», so Genoud-Page.

Das Ergebnis sei umso erfreulicher, als die Stadt Freiburg auch künftig auf Einnahmen aus den Steuergeldern angewiesen sein werde. «Wir investieren dieses Jahr 80 bis 100 Millionen Franken, vor allem in Schulinfrastrukturen», so die Gemeinderätin.

Weniger Schulden

Auch habe die Stadt ein Auge darauf, dass der Schuldenberg nicht grösser werde. Zurzeit beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 3419 Franken, 130 Franken weniger als 2010. Gleichzeitig zur Schuldensenkung ist auch das Vermögen der Stadt Freiburg angestiegen. Sie hat nun rund drei Millionen Franken flüssig – «auch darauf sind wir stolz», sagte die Finanzdirektorin.

Generell hätten die Dienste der städtischen Verwaltung das Budget eingehalten, führte Finanzchef Jacques Pollet aus. Zwar habe man auf gewisse Faktoren keinen Einfluss, die kontrollierbaren Kosten würden aber dem Voranschlag für 2011 entsprechen. So bewegten sich die Personalkosten, die ein Viertel der Gesamtausgaben ausmachen, «im selben Rahmen wie in den Jahren zuvor». Dass sie trotzdem knapp 60000 Franken höher sind als budgetiert, erklärte der Syndic durch die vielen Ausfälle wegen Krankheit, Unfällen oder Schwangerschaften. «Es mussten jedes Mal Ersatzlösungen gefunden werden», so Pierre-Alain Clément.

Deckung weiter niedrig

Befinden sich die Konten der Stadt in guter Verfassung, kann man das von der Pensionskasse nicht behaupten. Deren Deckungsgrad lag auch 2011 unter der 50-Prozent-Marke – dabei schreibt der Bund bis Anfang 2014 70, mittelfristig sogar 80 Prozent vor. Eine Rekapitalisierung über mindestens 40 Millionen Franken wäre nötig, um diesen Grad zu erreichen. Ein 2011 erarbeiteter Massnahmenkatalog ist an die Betroffenen versandt worden.Die Ergebnisse dieser Konsultation sollen laut Syndic Pierre-Alain Clément im Herbst veröffentlicht werden.

Keine «Altlasten»

Immerhin hat die Stadt 2011 die letzten Kosten abschreiben können, die durch die Rekapitalisierung von 2006 entstanden waren. «Wir wollen die neue Legislatur und die Pensionskassen-Debatte nicht mit einer Altlast beginnen», erklärte Genoud-Page die ausserordentliche Abschreibung über drei Millionen Franken.

Zahlen und Fakten

Weniger Park-, mehr Ordnungsbussen

Letztes Jahr hat die Stadtpolizei weniger Parkbussen verteilt. Die Einnahmen sind um rund 234000 Franken gesunken. Der Grund dafür sei nicht politisch, sondern personell, so Polizeidirektor Thierry Steiert (SP): Es seien schlicht mehrere Beamte wegen Krankheit ausgefallen. Das Vorjahr sei dank einer gezielten Kampagne gegen Falschparker eben ergiebig gewesen. Hingegen haben sich die Bussen gegen Verschmutzung von öffentlichem Boden mehr als verdoppelt. Dies, weil man hier mit der Kantonspolizei zusammenarbeite. Deren Beamte greifen häufig zu nächtlicher Stunde ein – wenn sich Partygänger auf der Strasse erleichterten. cf

Meistgelesen

Mehr zum Thema