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Am Ende entscheidet das Bundesamt

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In gut sechs Monaten geht es für den Naturpark Gantrisch um die Wurst. Zwischen April und Juni entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in den 20 Naturpark-Gemeinden, ob sie den Antrag zur Verlängerung des Parklabels unterstützen. Dass nur 20 und nicht 22 Abstimmungen stattfinden, liegt an Kirchenthurnen, Mühlethurnen und Lohnstorf, die sich auf Anfang 2020 zur Gemeinde Thurnen zusammenschliessen. «Stimmen alle Gemeindeversammlungen zu, erarbeiten wir mit allen Gemeinden den neuen Parkvertrag», erklärt Ramona Gloor, Kommunikationsverantwortliche des Naturparks. «Diesen reichen wir zusammen mit dem Managementplan für die zweite zehnjährige Betriebsphase beim Bundesamt für Umwelt ein.» Die Arbeit an diesen Dokumenten schliesst der Naturpark erst nach den Abstimmungen ab. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat bis Ende 2021 Zeit, über den Erneuerungsantrag zu befinden.

Unklare Szenarien

Doch was passiert, wenn einige Gemeinden die Erneuerung ablehnen? Diese Frage lasse sich nicht ohne weiteres beantworten, sagt Ramona Gloor. Das hänge davon ab, welche Gemeinden Nein sagen. «Für jede Gemeinde wurden die Landschaftswerte nach einer Methode des Bafu beurteilt. Fehlen zu viele besondere Landschaftswerte im neuen Gebiet, könnte das Bafu die Erneuerung ablehnen.» Der Naturpark habe diese Frage aber nicht detailliert abgeklärt, da sich mit 20 Parkgemeinden unendlich viele Szenarien ergeben. Klar ist: Würden Schwarzenburg und Guggisberg die Erneuerung ablehnen, wäre dies für die Zukunft des Parkes kritisch. «Sie liegen zentral im Parkgebiet und sind an Landschaften beteiligt, die den Park in seinem Aussehen prägen», sagt Gloor.

Andere Träger suchen

Sollte die Erneuerung scheitern, müsste die Geschäftsstelle des Naturparks geschlossen werden. «Wir müssten innerhalb eines Jahres alle unsere Projekte abschliessen», sagt Gloor. Man müsste abklären, welche Aufgaben andere Träger übernehmen könnten. «Es stellt sich zum Beispiel die Frage, wer die Region künftig vermarkten würde.» Der Naturpark diente auch als Koordinationsstelle für die Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsbeiträge in der Landwirtschaft. «Diese Arbeit müsste auch jemand übernehmen.» Projekte, für die sich kein alternativer Träger finde, müsste man aufgeben. Das könnte etwa Landschaftspflegeeinsätze oder die Unterstützung der Gemeinden bei der Bekämpfung invasiver Neophyten treffen. «Betroffen wäre auch das Naturparklabel, mit dem regionale Produkte zertifiziert werden.» Weiter würden Fördergelder von Bund und Kanton in der Höhe von 1,5 Millionen Franken pro Jahr entfallen. Nicht betroffen wäre hingegen die Firma Gantrisch Plus, die unter anderem das Berghaus Gurnigel übernommen hat. «Sie ist rechtlich unabhängig», so Gloor.

Geringer Korrekturbedarf

Doch Ramona Gloor mag sich nicht allzu stark mit solchen Szenarien auseinandersetzen. Das Ziel ist klar: «Wir hoffen, dass alle Gemeinden der Erneuerung zustimmen.» Gelingt die Erneuerung, beginnt die zweite Betriebsphase 2022 und endet 2031. Viel werde sich mit der neuen Charta wohl nicht ändern, meint Gloor. «Wir haben bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Kurskorrekturen vorgenommen. So haben wir etwa Projekte zusammengelegt oder den Fokus anders gesetzt. Deshalb ist jetzt der Korrekturbedarf relativ gering.» Was sich im Detail ändert, lässt sich erst im nächsten Frühling sagen. Dann schickt der Naturpark die neue Charta in die Vernehmlassung. «Dabei können unter anderem die Gemeinden ihre Wünsche anbringen.»

Zahlen und Fakten

Abgestimmt wird im nächsten Sommer

Die Abstimmung über den Naturpark finden voraussichtlich wie folgt statt: Belp,18.Juni; Gerzensee, xx.Juni; Burgistein, 15.Juni; Forst-Längenbühl, xx.Juni; Gurzelen, 25. Mai; Kaufdorf, xx.Juni; Niedermuhlern, xx.Juni; Oberbalm, xx.Juni; Riggisberg, xx.Juni; Rümligen, xx.Juni; Rüschegg, xx.Juni; Schwarzenburg, 15. Juni; Toffen, 8. Juni; Wald, xx.Juni; Wattenwil, 10. Juni; Noch nicht festgelegt: Guggisberg, Kirchdorf, Plaffeien, Rüeggisberg, Thurnen, Wald

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