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«Am Puls der Schule»

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«Am Puls der Schule»

Nach 14 Jahren tritt Theo Studer aus dem Gemeinderat Murten zurück

Vierzehn Jahre war Theo Studer Mitglied des Gemeinderates von Murten und fast eben so lange für die Bildung zuständig. Zudem war er Vizesyndic. Diese Woche gibt er sein Amt ab.

Von CORINNE AEBERHARD

Nein, die Nase voll vom Amt habe er nicht, sagt Theo Studer. «Mir gefällt die Arbeit mit der Schule und im Gemeinderat.» Das Nebeneinander von Beruf und politischem Amt sei aber zeitlich belastend und er spüre «dass ich nicht mehr denselben Elan habe wie früher».

Der ursprünglich aus dem Wallis stammende und in Glarus aufgewachsene Anwalt Theo Studer politisierte in Murten zuerst im Generalrat. Das Mitglied der CVP rutschte 1990 in den Gemeinderat nach und war zuerst für die Industriellen Betriebe zuständig. Nach der Wiederwahl 1991 übernahm er die Bildung. Das sei sein Wunsch gewesen. Er habe das gerne gemacht und dadurch, dass seine drei Kinder damals alle schulpflichtig waren, habe er die nötige Nähe zur Schule gehabt.

Dies attestiert ihm auch Stadtpräsidentin Christiane Feldmann, welche ihn und seine Arbeit an der letzten Generalratssitzung würdigte. Sein Amt habe er mit Überzeugung wahrgenommen.

Strukturwandel und Schulhausbau

Die Arbeit als Gemeinderat habe sich in diesen 14 Jahren, in welchen er im Amt war, gewandelt, erklärt Studer. Als Schulpräsident erlebte er den Strukturwandel mit. Die Stadtschulen von Murten wurden in Primar- und Oberstufe aufgeteilt, und 1998 wurde der Verband der Orientierungsschule der Region Murten (OSRM) gegründet, mit einer deutsch- und französischsprachigen Abteilung. Dies geschah auch im Hinblick auf den Schulhausbau im Prehl. Damit wurde die Schule regionalisiert und die mittlerweile 16 dem Schulkreis angehörenden Gemeinden mehr eingebunden.

Positive Rückmeldungen

Die Zeit des Schulhausbaus sei intensiv gewesen, erzählt Studer, welcher auch Mitglied der Baukommission war. Der Einsatz habe sich aber gelohnt und es habe eine gute Zusammenarbeit geherrscht.

Aus der OS Prehl bekommt Theo Studer oft positive Rückmeldungen, wie er erzählt. Dass es gut läuft, erfährt er auch direkt. Er sei selber oft im Prehl, esse auch ab und zu dort zu Mittag und «bin so am Puls der Schule».

Einmal pro Woche trifft er zudem die Schulleitung der Primarschule zu einer Besprechung. Dabei werden unter anderem hängige Fragen besprochen. Weiter war Theo Studer verantwortlich für Budget und Finanzen der Schule sowie für ihre allgemeinen Bedürfnisse. Für das Pädagogische hingegen sei er nur am Rande zuständig gewesen.

Schule ist für Bildung da,
nicht für die Erziehung

Klar bejaht Theo Studer die Frage, ob Gewalt und Drogenprobleme zugenommen hätten. Warum das so sei, das habe wahrscheinlich damit zu tun, dass die Gesellschaft orientierungsloser geworden sei. Gegeben habe es das aber schon immer, präzisiert er. Von Seiten der Schule unternehme man viel, um den Kindern bei Problemen zu helfen, sei dies beispielsweise mit Gesundheitstagen, Lebenskunde oder mit der Anstellung eines Sozialarbeiters. Er habe aber auch schon erlebt, dass es Kinder gebe, die bereits in der Primarschule Probleme hatten und sich das dann weiterziehe. Plötzlich treffe er sie dann beruflich wieder, indem er sie vor Gericht vertreten muss.

«Die Schule muss ausbaden, was in der Gesellschaft oder im Elternhaus nicht klappt. Sie ist aber primär da für die Bildung, und nicht für die Erziehung», stellt er klar.

Für die Anliegen von Eltern hatte Theo Studer aber stets ein offenes Ohr, obschon «Eltern manchmal gar nicht einfach sind».

Wenn man ihn wegen Problemen anruft, dann nimmt er das ernst. Als Vater dreier Kinder weiss er, dass «Kinder das grösste Gut sind». Auch er habe sich für seine Kinder eingesetzt. Vehement eingesetzt hat sich Theo Studer auch, als im Generalrat gefordert wurde, aus Spargründen das zweite Kindergartenjahr zu streichen.

Solches sei aber selten. In Murten seien die politischen Behörden der Schule gut gesinnt.

Die Arbeit geht nicht aus

Auch wenn während seiner Amtszeit grosse Projekte realisiert wurden, so werde es seinem Nachfolger, der nächste Woche bestimmt wird, nicht langweilig werden, sagt Studer. Die Pädagogik sei keine exakte Wissenschaft und erneuere sich ständig. «Die Arbeit hört nie auf.»

Auch ihm wird es nicht langweilig werden. Der 58-jährige Theo Studer freut sich darüber, dass er nun ab und zu wieder einen freien Abend haben wird, «was es selten gibt». Lesen will er, wandern und vermehrt auch reisen.

Der Inhaber einer Anwaltspraxis will sich aber auch beruflich weiterbilden. Oder auch einfach «ein wenig Zeit haben für mich».
Schnauz und
Halstuch

Ein augenfälliges Merkmal von Theo Studer ist sein Schnauz, den er kurz vor dem Fototermin nochmals in Form zupft. Fast ebenso untrennbar mit ihm verbunden ist – zumindest während der kalten Jahreszeit – ein buntes Halstuch, welches ihm eine seiner Töchter gestrickt hat. «Ich trage es mit Stolz», sagt er. Er wisse, wie viel Ausdauer Stricken benötige, und dass seine Tochter für ihn ein so langes Halstuch gestrickt habe, schätze er sehr. ca

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