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«Am Schluss der Etappe null»

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Der kantonale Nutzungsplan definiert die künftige städtebauliche Entwicklung der Blue Factory. Seit gestern ist er öffentlich aufgelegt. Vorgesehen ist ein Quartier, das sich auf natürliche Weise in die Stadt einfügen und Innovationstätigkeit, Wohnungen sowie einen teilweise begrünten öffentlichen Raum im Zentrum umfassen soll. Gestern wurde der Plan den Medien und der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei gaben Staatsrat Jean-François Steiert (SP), die Freiburger Gemeinderätin Andrea Burgener Woeffray (SP), Philippe Jemmely, Direktor der Bluefactory Freiburg  AG, sowie Giancarla Papi, Vorsteherin des kantonalen Bau- und Raumplanungsamts, Auskunft über die künftigen Perspektiven für das 53 000  Quadratmeter grosse Areal. «Wir stehen jetzt am Schluss der Etappe null und vor Beginn der ersten Etappe», so Steiert. Der kantonale Nutzungsplan sei für die Weiterentwicklung der Blue Factory von grösster Wichtigkeit, zumal es sich hier um eine von zehn strategischen Zonen des Kantons handle. «In der ganzen Schweiz gibt es nicht sehr viele Orte mit einem so hohen Entwicklungspotenzial», betonte der Staatsrat. «Das bedeutet eine grosse Chance für die Zukunft, aber auch eine grosse Verantwortung ihr gegenüber.» Nicht zuletzt gelte es auch, die historische Dimension der ehemaligen Cardinal-Brauerei nicht zu vergessen.

Laut Jemmely soll der dreiphasige Ausbau des Areals insgesamt rund 15  Jahre dauern. Auf rund 11 000  Quadratmetern sind Wohnraum für 300 bis 400 Menschen sowie Arbeitsraum für weitere 1600 bis 1700 Personen vorgesehen. Mit der architektonischen Detailplanung kann man gemäss Jemmely erst beginnen, wenn der kantonale Nutzungsplan unter Dach und Fach ist. Daher könne man auch noch nicht sagen, was die Bauprojekte kosten werden. Erste Schätzungen seien im vergangenen Jahr von mindestens 250  Millionen Franken ausgegangen.

14 Prozent Wohnungsanteil

Mit dem kantonalen Nutzungsplan soll das Areal laut Papi einer neuen Zweckbestimmung zugeführt werden. Während die Grundstücke gegenwärtig teils der Industriezone, teils der Stadtzone  IV zugeteilt sind, sieht der kantonale Nutzungsplan den Ersatz durch eine einheitliche Zone vor. Diese deckt das gesamte Nutzungsspektrum von Gewerbe über Dienstleistungen und gemeinnützige Tätigkeiten bis hin zum Wohnen ab. Der Wohnungsanteil wird auf 14  Prozent der bebaubaren Fläche beschränkt, was der dahingehenden Vereinbarung beim Kauf des Areals entspreche. Bei der Ausarbeitung des städtebaulichen Konzepts seien die Projekte für die Aufwertung der Glanestrasse und der Cardinal-Unterführung berücksichtigt worden, so Papi weiter. Der Hauptzugang zum Areal erfolgt über die Cardinal-Unterführung. In Übereinstimmung mit den Überlegungen der Stadt zur Siedlungsentwicklung sind die höchsten Gebäude entlang der Giessereistrasse geplant. In der Nähe des Schlots und des Silos sind die Höhen dagegen begrenzt.

Verbindungen für den Langsamverkehr sollen sowohl die interne Mobilität als auch den Kontakt mit der Umgebung ermöglichen. Auf dem Areal ist der Zutritt für motorisierte Fahrzeuge gemäss der Vorsteherin des Bau- und Raumplanungsamts auf die Warenlieferung sowie den Zugang zum unterirdischen Parkplatz beschränkt. Letzterer soll im Maximum 220 Parkfelder sowie 20 weitere Parkfelder für Fahrzeuggemeinschaften umfassen. Der unterirdische Parkplatz soll in die Böschung gebaut werden – unter den Bauten, die entlang der Glanestrasse geplant sind.

Die bereits bestehenden Bauten wurden auch vom Amt für Kulturgüter erfasst. Fünf Gebäude werden unter Schutz gestellt: der Schlot, das Silo, die Graue Halle, das Gebäude  A sowie das Pförtnerhäuschen – ebenso das Untergeschoss des Gebäudes  A, wo das Cardinal-Biermuseum untergebracht ist.

Die öffentliche Auflage des kantonalen Nutzungsplans dauert bis zum 24. Januar 2018. Die Schlussprüfung und die Behandlung allfälliger Einsprachen werden bis Ende des ersten Quartals erfolgen. Die Genehmigung des Plans wird für Mitte 2018 erwartet.

Zur Vorgeschichte

Sechsjährige Vorlaufzeit

Im April 2011 kauften der Staat und die Stadt Freiburg das Cardinal-Areal. 2012 bis 2013 wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. 2014 startete die Bluefactory Freiburg  AG, und im gleichen Jahr begannen die Arbeiten für den kantonalen Nutzungsplan. 2016 kam es zur definitiven Abgrenzung vom Preisträgerprojekt des Ideenwettbewerbs und zu einer Neuausrichtung des städtebaulichen Projekts. Dieses Jahr wurde das Vorprüfungsdossier ausgearbeitet, und es fanden die Vorprüfung sowie die Prüfung der Überbaubarkeit statt.

jcg

 

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