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Ambri-Stürmer und Gottéron-Fan

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit zwei Niederlagen gegen Kloten hat sich Ambri in der Relegationsrunde in eine fast aussichtslose Position gebracht. Die Tessiner haben zwei Runden vor Schluss drei Punkte Rückstand auf Kloten, das auf dem rettenden zweiten Platz steht und auch bei den Direktbegegnungen die Nase vorn hat. Beide Teams spielen noch gegen Gottéron und Rapperswil. Ambri müsste aus diesen beiden Spielen vier Punkte mehr holen als Kloten. Ein schwieriges Unterfangen. Mittendrin ist der Freiburger Adrien Lauper. Mit 8 Toren und 6 Assists hat der 27-jährige ehemalige Gottéron-Stürmer die zweitproduktivste Qualifikation seiner Karriere gespielt–die Abstiegssorgen konnte er damit aber auch nicht verhindern.

 

 Adrien Lauper, bereiten Sie sich mental bereits auf den Playout-Final gegen Rapperswil vor?

Nein, Sie kennen doch Serge Pelletier. Der denkt immer positiv. Deshalb spricht er noch nicht vom Playout-Final, sondern hämmert uns Spielern ein, noch an unsere Chance zu glauben. Wir brauchen die Hilfe von Gottéron und müssen hoffen, dass Rapperswil in Kloten mindestens einen Punkt holt. Und gleichzeitig müssen wir kontrollieren, was wir kontrollieren können und zweimal gewinnen. Unmöglich ist das nicht.

 

 Vor einer Woche sah die Ausgangslage für Ambri noch gut aus. Woran lag es, dass sich diese mit zwei Niederlagen gegen Kloten derart verschlechtert hat?

Es lief nichts, wie wir wollten. Aber wir müssen auch einfach zugeben, dass Kloten sehr gut gespielt hat. Sie waren in diesen Spielen schlicht besser als wir. Ich denke nicht, dass wir nicht alles versucht und in die Waagschale geworfen haben.

 

 Rapperswil wirkt völlig desinteressiert an der Relegationsrunde und schont sich bewusst für den Playout-Final. Bereitet es Ihnen Sorgen, dass Ambri eine Playout-Serie gegen dieses Team droht?

Schön ist die Vorstellung sicher nicht. Vor allem, weil Rapperswil in den letzten Jahren stets in den Playouts war, sich aber immer irgendwie gerettet hat und nie in die Auf-/Abstiegsrunde gegen den NLB-Meister musste.

 

 Sie persönlich absolvierten in den letzten Jahren stets die Playoffs. Wie ist es, nun diese Relegationsrunde zu spielen?

Total anders. In den Playoffs setzt du alles daran, zu gewinnen. Aber wenn du verlierst, weisst du, dass die Saison trotzdem okay war. Momentan hingegen habe ich immer bereits die beiden NLB-Klubs Langnau und Olten im Hinterkopf, die auf Kosten eines NLA-Klubs aufsteigen wollen. Diese Gedanken schleichen sich auch in den Alltag ein. Es ist deshalb alles andere als eine leichte Situation.

 

 In Freiburg war in den letzten Wochen die Ambiance rund um den Klub sehr schlecht, die Geduld der Fans am Ende. Spüren Sie in Ambri ebenfalls diesen negativen Druck von aussen?

Ich verstehe nicht alles, was die Leute auf Italienisch sagen. Nein, im Ernst: Für die Fans ist es nicht ganz so überraschend, dass wir die Playoffs verpasst haben, wie für diejenigen in Freiburg. Die Erwartungen waren trotz der letztjährigen Playoff-Qualifikation sicher nicht ganz so gross. In Ambri wollen die Fans in erster Linie sehen, dass wir Spieler 100 Prozent Einsatz zeigen. Wenn das der Fall ist, unterstützen sie uns, egal, wo wir stehen und wie das Resultat lautet.

 

 Sind Sie überrascht, in dieser Relegationsrunde auf Freiburg zu treffen?

Ja, Anfang Saison dachte ich immer, alles werde sich für Gottéron irgendwann zum Guten wenden. Doch so richtig geklappt hat das nie. Aber solche Jahre gibt es halt. Ich mache mir jedenfalls keine Sorgen um die Zukunft Gottérons. Aber natürlich finde ich es schade, dass Freiburg die Playoffs verpasst hat. Gottéron bleibt nun einmal mein Klub, ich bin weiterhin ein grosser Fan der Mannschaft.

 

 Der ehemalige Gottéron-Präsident Daniel Baudin hat kürzlich in einem Interview mit der Zeitung «La Liberté» gesagt, es sei keine gute Idee gewesen, harte Arbeiter wie Sie nicht zu behalten. Ehrt Sie eine solche Aussage?

Es hat mich vor allem gefreut, wie viele Freunde aus Freiburg mir Fotos von diesem Artikel geschickt haben. Aber insgesamt war der Wechsel nach Ambri für mich ein Glücksfall, ein grosser Gewinn für mich als Person und Spieler. Deshalb muss ich Hans Kossmann fast danke sagen, dass er mich Ende der letzten Saison nicht in Freiburg behalten wollte.

 

 Warum konnten Sie sich in Ambri besser weiterentwickeln als in Freiburg?

In bin nach Ambri gekommen mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es meine letzte Saison in der NLA sein könnte. Deshalb habe ich extrem hart gearbeitet. Zudem haben mir die Trainer Vertrauen geschenkt. Seit November spiele ich mit den starken Daniel Steiner und Adam Hall in einer Linie. In Freiburg hatte ich letztes Jahr nie fixe Linienpartner, sondern spielte mal hier, mal dort. Und in den Playoffs war ich meist sogar überzählig. Wenn man spielt, ist es nun einmal leichter, sich weiterzuentwickeln, als wenn man nicht spielt.

 

 Und inwiefern haben Sie sich als Person weiterentwickelt?

Ich bin reifer geworden. Bin hier in Prato Leventina, einem kleinen Ort in der Nähe von Ambri, alleine in ein kleines Appartement gezogen. Ich bin weit weg von meiner Familie, meinen Freunden und bin dadurch erwachsener geworden. Es ist nicht das Gleiche wie damals, als ich in Biel spielte und wegen der kurzen Distanz trotzdem fast immer in Freiburg war.

 

 Dann sind Sie heute nur noch selten in Freiburg?

Naja, so zwei, drei Mal pro Monat bin ich trotz allem in Freiburg. Oft, um meine Freundin zu besuchen.

 

 Ihnen scheint es in Ambri zu gefallen, Sie haben Ihren Vertrag um ein Jahr verlängert …

Ich liebe es, hier zu spielen. Es ist ein bisschen wie in Freiburg, Ambri ist eine grosse Familie. Momentan ist es zwar nicht leicht, aber in der Regel stehe ich jeden Morgen mit einem Lächeln auf.

 

Vorschau: Ohne Mauldin, Bykow und Conz

I n der heutigen Partie (19.45 Uhr) in Ambri geht es für Gottéron um nichts mehr. Das hat Auswirkungen auf die Aufstellung. Greg Mauldin beispielsweise wird nicht spielen. «Er hat schon seit einiger Zeit den Fuss kaputt», sagt Trainer Gerd Zenhäusern, «hat sich in den letzten Spielen aber durchgebissen. Genau wie Andrei Bykow.» Der Center leidet an Adduktorenproblemen und wird heute ebenfalls nicht spielen. Fraglich ist auch Tristan Vauclair, den es ebenfalls an den Adduktoren schmerzt. Zum Einsatz gelangen heute hingegen einige Spieler, die zuletzt zuschauen mussten. So etwa Torhüter Melvin Nyffeler, die Verteidiger Anthony Huguenin und Marc Zangger oder auch Stürmer Francis Verreault- Paul. fm

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