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Ambulanz Sense: «Wir erfüllen die Anforderungen»

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Der tragische Fall bewegt den Sensebezirk: Vergangene Woche war eine Frau gestorben, als ihr Mann sie aus dem Sense-Oberland zum Notfall im Spital Tafers bringen wollte. Er wusste nicht, dass der Notfall geschlossen war, und musste hupend auf sich aufmerksam machen. Im Nachgang dazu wurde unter anderem auch die Frage laut, warum es keinen Ambulanz-Standort im Sense-Oberland gibt.

Die Ambulanz Sense hat ihren Hauptstandort in Wünnewil, der rund um die Uhr besetzt ist. Das sei historisch gewachsen, wie Mitinhaber Phi­lipp Boschung erklärt. Vor 50 Jahren wurde die Ambulanz Sense in Wünnewil als Privatunternehmen gegründet. Daneben gibt es seit rund 15 Jahren den Stützpunkt am Spital Tafers, der jeweils tagsüber von sieben Uhr morgens bis sechs Uhr abends besetzt ist. «Von Tafers aus sind wir rund zwölf Minuten schneller im Oberland als von Wünnewil aus», sagt Philipp Boschung.

90-15-Regel

Doch warum ist nachts keine Ambulanz in Tafers? «Die Einsatzzahlen erlauben nachts nur einen Standort zu betreiben», sagt Philipp Boschung. Wünnewil sei aufgrund des Einsatzaufkommens der zen­tralere Ort. Er betont: «Wir erfüllen die strengen Anforderungen des Kantons.» In Freiburg gilt die sogenannte 90-15-Regel. Das heisst, dass eine Ambulanz in 90 Prozent der Fälle in 15 Minuten vor Ort sein muss. «Das können wir gewährleisten», sagt Philipp Boschung. Dies werde regelmässig vom Interverband für Rettungswesen (IVR) kontrolliert. Boschung fügt an, dass im Kanton Bern die 80-30-Regel gelte: In 80 Prozent der Fälle muss die Ambulanz innert 30 Minuten vor Ort sein.

«Wir führen regelmässig Standortanalysen durch und treffen Massnahmen zur Verbesserung der Hilfsfrist, also für eine kurze Ausrückzeit», sagt Philipp Boschung. Dieses Thema werde oft mit dem Gesundheitsnetz Sense und dem IVR besprochen. «Ich möchte betonen, dass zeitkritische Einzelfälle immer eintreten können und wir diese sehr bedauern. Wir arbeiten im Kanton mit knappen Ressourcen. Nicht selten müssen wir Nachbarrettungsdienste aus Murten oder Freiburg in unserem Einsatzgebiet einsetzen.» Eine hundertprozentige Abdeckung gebe es nicht.

Mehr als ein Taxi

Boschung führt weiter aus: «90 Prozent der Einsätze leisten wir zwischen Alterswil und dem Sense-Unterland. Das ist nachvollziehbar, denn im Sense-Unterland wohnen mehr Leute als im Oberland.» Die Ambulanz Sense ist zudem neben dem Sensebezirk auch für die Berner Orte Laupen, Neuenegg, Kriechenwil und Thörishaus zuständig.

Tatsächlich betrieb die Ambulanz Sense in den 1970er-Jahren kurzzeitig einen Standort in Plaffeien, wie Philipp Boschung sagt. Aber dieser sei wieder geschlossen worden, weil es zu wenig Einsätze gab.

Er betont, dass die Ambulanz mehr als eine Art Taxi sei, das Patienten ins Spital bringt. «Die Rettungssanitäter leisten professionelle Hilfe vor Ort. Und sie fahren die Patienten direkt in das adäquate Spital.» Diese Information sei noch nicht bei allen Leuten angekommen, hier brauche es noch mehr Sensibilisierung.

First Responder überbrücken

Zur Überbrückung gebe es zudem die First Responder Plus, welche die Ambulanz Sense mitgegründet hat und die sie ausbildet. Die First Responder, zu Deutsch Ersthelfer, wohnen oder arbeiten in den Einsatzgemeinden und tragen stets eine medizinische Ausrüstung auf sich. Sie können reanimieren, starke Blutungen stillen, haben Sauerstoff und einen Defibrillator dabei. So können sie Erste Hilfe leisten, bis die Ambulanz kommt. Derzeit gibt es 20 aktive First Responder Plus, wie Mohammed El-Attar, Vorstandsmitglied des Vereins First Responder Plus, auf Anfrage der FN sagt. Sie leisteten im vergangenen Jahr 56 Einsätze, 2020 bisher 18. «Angefangen haben wir vor sechs Jahren in Plaffeien, Schwarzsee und Plasselb, mittlerweile sind unsere Mitglieder aber im ganzen Sense-Oberland verteilt», sagt El-Attar. Die First Responder Plus werden von der Notrufnummer 144 alarmiert und sind in der Regel innert rund fünf bis sechs Minuten vor Ort, im Idealfall sogar schneller.

HFR

«Sind Nutzniesser der Ambulanz»

Der medizinische Direktor des HFR, Ronald Vonlanthen, weiss, dass schon in der Vergangenheit von einem zusätzlichen Ambulanz-Standort im Sensebezirk gesprochen wurde. «Ich finde das eine interessante Idee, die man durchaus wieder einmal anschauen könnte», sagte er gestern auf Anfrage der FN.

Vonlanthen hielt aber fest: «Grundsätzlich ist das Freiburger Spital nur Nutzniesser der Ambulanz.»

uh

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