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Ampel-Postulat erhält grünes Licht

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Die Ortsdurchfahrt von Düdingen soll sicherer werden: Darin sind sich die Fraktionen des Generalrates einig. Im Gemeindeparlament existieren jedoch verschiedene Vorstellungen davon, wie dies realisiert werden könnte. Eine davon – das Postulat von SVP-Generalrat Adrian Brügger – hat der Generalrat am Mittwochabend mit 29 zu 18 Stimmen dem Gemeinderat überwiesen. Dabei zeigte sich, dass der Vorschlag Brüggers, die Installation von Ampeln entlang der Ortsdurchfahrt in einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, nicht alle Generalräte gleichermassen überzeugte.

«Ampellösung ist zu wenig»

Während Brügger der Ansicht war, dass sich durch die Installation von Ampeln im Bereich zwischen Kirche und Bahnhof die Sicherheit für Fussgänger erhöhen und gleichzeitig der Verkehr flüssiger gestalten liesse, fanden andere Parlamentarier, Brüggers Postulat greife zu kurz. «Es ist richtig, die Verkehrssituation neu zu überprüfen», sagte etwa Beat Zosso (Freie Wähler). Dafür brauche es aber umfassende Analysen. «Sich auf eine Ampellösung zu versteifen, das ist zu wenig», erklärte Manfred Engel (CVP). Er verlangte, nicht auf den Vorstoss einzutreten und stattdessen ein neues Postulat zu formulieren. Patrick Schneuwly (SP) dankte der SVP für den Denkanstoss, bat den Gemeinderat aber gleichzeitig, den Auftrag weiter zu fassen: «Es sollte der ganze Bereich von der Autobahn bis zur Ortsausfahrt analysiert und auch die Entflechtung von Langsamverkehr und motorisiertem Verkehr mit einbezogen werden.» Neben den Mitgliedern der SVP- und der FDP-Fraktion sprachen sich auch jene der SP-Fraktion für eine Überweisung des Postulats aus. Die Mitglieder der anderen Fraktionen waren grossmehrheitlich dagegen.

Pfadi zieht ins Schützenhaus

Es war das einzige Geschäft des Abends, das unter den 48 anwesenden Generalrätinnen und Generalräten umstritten blieb. Über alle weiteren Traktanden wurde mit grossen Mehrheiten entschieden. So stimmte das Gemeindeparlament einstimmig der Übernahme der Liegenschaften und des Schützenhauses in der Horia zu. Diese sind seit der Aufgabe des Schiessbetriebs durch die Schützengesellschaft Düdingen im Jahr 2005 grösstenteils ohne Verwendung. Weil gleichzeitig die Pfadi Düdingen seit Mitte 2010 nach einem Standort für ein neues Pfadiheim sucht, habe die Gemeinde die Rolle als Koordinatorin zwischen den verschiedenen Institutionen übernommen, wie Gemeinderat Bruno Schwaller (CVP) erklärte: «Mit der Umnutzung des Schützenhauses konnte eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Der Standort in der Nähe von Wald und Bach ist ideal für die Pfadi Düdingen.»

Für die Übernahme der Liegenschaft wendet die Gemeinde 55 000 Franken auf. Sie gewährt der Altpfadfindervereinigung darauf ein Baurecht für 50 Jahre, um das Pfadiheim-Projekt realisieren zu können. Für die Umbaukosten kommt die Altpfadfindervereinigung auf. Hierfür gewährt ihr die Gemeinde ein rückzahlbares und auf 30 Jahre befristetes Darlehen von 100 000 Franken. Er finde es etwas schade, dass nicht auch die Jubla ins Projekt involviert worden sei, sagte Generalrat David Bossart (Unabhängige): «Ich hoffe, die zweite grosse Düdinger Jugendorganisation wird sich wenigstens zu vergünstigten Konditionen einmieten dürfen.»

Abwasser, Wald und Fusion

Weiter gewährte das Gemeindeparlament einen Baukredit über 320 000 Franken, um im Weiler Ottisberg eine Kleinkläranlage zu installieren und damit die Abwasserentsorgung in der Gemeinde den Grundlagen des kantonalen Gewässergesetzes anzupassen. «Das ist erst der Anfang der Abwassersanierung in den Weilern», betonte Gemeinderat Patrick Stampfli (FDP): «In den nächsten zehn Jahren werden weitere Projekte in Luggiwil, Bonn, Underi Zelg, Bäriswil und Räsch hinzukommen.»

«Es soll eine effiziente und bodenschonende Holznutzung ermöglichen, aber auch der Freizeit-Nutzung dienen», sagte Schwaller zum Erschliessungsprojekt im Brugeraholz. Neben Kanton und Waldeigentümern beteiligt sich die Gemeinde mit 66 000 Franken am geplanten Wegausbau im 45 Hektaren umfassenden Wald.

Im Zusammenhang mit der Fusion um die Stadt Freiburg sind die Agglo-Gemeinden durch den Staatsrat dazu angehalten, zu einem möglichen Fusionsperimeter Stellung zu nehmen; so auch die Gemeinde Düdingen. «Wir begrüssen eine Fusion aller um die Stadt Freiburg arrondierten Saanebezirksgemeinden», sagte Ammann Kuno Philipona (CVP): «Als einzige deutschsprachige Gemeinde der Agglomeration wird sich Düdingen am Fusionsprozess aber nicht beteiligen.» Das Parlament unterstützte die Stellungnahme des Gemeinderates einstimmig.

Zahlen und Fakten

Michael Zurkinden ist neuer Präsident

Mit grossem Applaus haben die Düdinger Generalräte am Mittwoch Ratspräsident Laurent Baeriswyl (CVP) verabschiedet. Gleichzeitig haben sie einen neuen «höchsten Düdinger» bestimmt: Es ist dies der bisherige Vize-Präsident Michael Zurkinden (SVP, Bild). Der 41-jährige Geschäftsführer wird in seinem Präsidialjahr unterstützt vom neuen Vize-Präsidenten Franz Schneider (FDP).

mz

 

Rechnung

Einkommenssteuern liegen unter den Erwartungen

In der Sitzung vom Mittwochabend hat der Generalrat die Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Düdingen einstimmig genehmigt. Diese schliesst bei einem Aufwand von rund 33 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 2,6 Millionen Franken ab. «Damit fällt die Rechnung um 1,23 Millionen Franken besser aus als budgetiert», kommentierte Gemeinderat Niklaus Mäder (SVP) das erfreuliche Ergebnis. Der Ertragsüberschuss soll dazu verwendet werden, freie Abschreibungen in der Höhe von 1,47 Millionen Franken zu tätigen und das Eigenkapital um 1,13 Millionen Franken aufzustocken.

Deutlich unter den Erwartungen blieben die Einnahmen aus der Einkommenssteuer: Hier wurden gegenüber dem Budget Mindereinnahmen von 1,2 Millionen Franken verzeichnet. Diese konnten durch zusätzliche Einnahmen bei der Vermögenssteuer sowie bei den Steuern von juristischen Personen wieder wettgemacht werden. Kuno Fasel (CVP) bat den Gemeinderat im Namen der Finanzkommission dennoch, ein Auge auf die Steuereinnahmen zu haben: «Die Gemeinden im unteren Sensebezirk scheinen mit der Steuerentwicklung im kantonalen Durchschnitt nicht mehr Schritt halten zu können.»

mz

 

 

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