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Amsel, Drossel, Fink und Star

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Ein perfekter Frühlingsmorgen beginnt so: warme Sonnenstrahlen, die einem aus dem Bett kitzeln, Kaffee und Croissant auf der Terrasse, begleitet vom lieblichen Gesang eines Rotkehlchens. Ein furchtbarer Frühlingsmorgen hingegen sieht so aus: keine Zeit fürs Frühstück und das Auto voll mit Vogelkot. Ein Vogel ist des einen Freud, des anderen Leid. Für Ornithologen sind Vögel pure Freud: «Vogelstimmen sind Balsam für meine Seele, sie sind so beruhigend. In meinem Garten habe ich gleich zwei Vogelhütten. Ich liebe es, den Bewegungen der Vögel zuzuschauen», sagt zum Beispiel Karin Schafer. Die Freiburgerin nimmt teil am Einführungskurs in die Vogelkunde, der von Anfang März bis Anfang Juni vom Verein für Natur- und Vogelschutz Laupen organisiert wird. Der Kurs richtet sich an alle, die Piepmätze bis anhin nur mochten und nun mehr über sie erfahren möchten. Leiterin des Kurses ist Carmen Sedonati, eine junge Naturschützerin und Präsidentin des Natur- und Vogelschutzes Laupen.

Carmen Sedonati ist sehr motiviert an diesem Samstagmorgen um 8.30 Uhr und steckt die Teilnehmenden an, ist doch das Wetter am Wohlensee auch suboptimal: Aber die Vögel pfeifen und singen zum Glück auch bei Kälte und Wind. Es ist die erste von fünf Exkursionen, 14 Leute stehen noch leicht vor Kälte zitternd, aber ausgerüstet mit Wanderschuhen, Kursbüchern und Feldstechern in einem Kreis in der Nähe des Wohlensees in Bern. «Wenn ich die Hand hochhalte, solltet ihr alle still sein, dann will ich euch etwas über einen Vogel erzählen.» Sedonati nimmt das Kursbuch «Was fliegt denn da» hervor, ein gut illustriertes Buch mit den zirka 400 Vogelarten drin, die in der Schweiz zu Hause sind.

Apps für Ornithologen

Cecile Schniter braucht das Kursbuch nicht. Sie ist schon zum zweiten Mal bei der Exkursion dabei und erkennt die Vogelstimmen. «Ziep-ziep-ziep-ziep» tönt es aus dem Dickicht, und Schniter weiss, dass es eine Sumpfmeise ist. «Ich übe zum Teil stundenlang mit einer App die Stimmen und Gesänge», erklärt sie. Die Tour geht los. Diese Woche sind die Vögel mit Lebensraum Wasser dran. Schon gleich am Anfang erspäht die Gruppe einen echten Exoten: Eine Mandarinente, die eigentlich in Ostasien angesiedelt ist. «Sie ist wahrscheinlich ein Gefangenschaftsflüchtling», erklärt Sedonati. Dabei handelt es sich um gebietsfremde Tierarten, die aus menschlicher Obhut geflüchtet sind und nun frei leben. Der Wohlensee ist bekannt für seine grossen Wintervogelwälder und für seine reichhaltige Pflanzen-Vegetation. Vor allem Enten, aber auch Gänse und Biber, sogar Otter bewohnen ihn. «Beim Erkennen von Enten ist zu beachten, dass sie häufig Geschlechts­dimorphismus aufweisen. Weibchen und Männchen sehen völlig unterschiedlich aus.» Unfair: Das Männchen ziert meistens ein spektakuläres Federkleid und das Weibchen trägt Braun in Braun. Die Teilnehmer horchen gespannt Sedonatis Erklärungen: Dass man die Gesänge von Vögeln unterscheiden muss in Rufe und Gesänge. Dass der Grünfink eine kleine gelbe Flügelbinde hat, an der man ihn gut erkennen kann. Die Sonne wärmt mittlerweile die Haut der Kursteilnehmenden, die mit geschlossenen Augen dem Vogelkonzert lauschen.

Weitere Exkursionen am 8. April, 6. Mai, 20. Mai, 3. Juni vormittags. Theorie am 4. April, 2. Mai, 16. Mai, 30. Mai jeweils von 19.30–21 Uhr im Schulhaus Laupen.

«Ich übe zum Teil stundenlang mit einer App die Stimmen und Gesänge der Vögel.»

Cecile Schniter

Teilnehmerin Vogelgrundkurs

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