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An der Autobahn A 12 ist es zu lärmig

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Autor: Imelda Ruffieux

Wer in einem Haus oder einer Wohnung im Santihans-Quartier in Düdingen wohnt, kann seine Fenster zu keiner Tageszeit offen lassen – zumindest nicht auf der Seite, die Richtung Autobahn zeigt. «Der Lärm ist nicht auszuhalten», sagte Erwin Luterbacher. Er ist Mitglied des Bürgerkomitees «Für Lärmschutzwände und Massnahmen zur Minderung der Lärmimmissionen an der Autobahn A 12».

Eigene Messungen

«Seit 30 Jahren leiden die Anwohner der Autobahn unter zunehmendem Lärm», hielt Erwin Luterbacher an der Pressekonferenz vom Montag fest. «So kann es nicht weitergehen.» Er hat sich deshalb mit zwei Leidensgenossen, Peter Wymann an der Bonnstrasse und Mario Baeriswyl an der Ottisbergstrasse, zusammengetan. Um beim Bundesamt für Strassen (Astra) Druck zu machen, haben die drei in den letzten Monaten 48 Messungen durchgeführt. Das Resultat ergab, dass 38 Daten über dem Immissionsgrenzwert lagen. Dieser beträgt gemäss Lärmschutzverordnung für Wohnzonen II niederer Dichte 60 Dezibel am Tag und 50 in der Nacht. Durchschnittlich wurde der Grenzwert um 3,57 Dezibel überschritten. Die erhobenen Daten stellt das Bürgerkomitee dem Astra als Grundlage für die weitere Planung zur Verfügung (siehe Kasten).

Mario Baeriswyl schätzt, dass etwa 1500 Anwohner von Düdingen vom Lärm betroffen sind. Wie das Komitee betont, hat der Verkehr in den letzten Jahren massiv zugenommen und damit auch die Lärmbelastung. Pro Stunde fahren rund 1500 Fahrzeuge über die Autobahnbrücke Santihans, was durchschnittlich 27 400 Fahrzeuge pro Tag ausmacht.

Mario Baeriswyl bedauert, dass bei der Sanierung der Autobahnbrücke vor drei Jahren keine Lärmschutzmassnahmen ergriffen wurden. «Das ist eine verpasste Chance», erklärt er. Unverständlich ist für das Komitee auch, dass von Bern her bis Flamatt und ab Freiburg in Richtung Bulle überall Schutzwände gebaut wurden, nicht jedoch in der Region Düdingen.

Das Bürgerkomitee gelangt mit konkreten Forderungen an das Bundesamt für Strassen:

? Kurzfristig soll der Brücken-Übergang repariert werden. Am Anfang und am Ende der Brücke erzeugt jedes Fahrzeug ein Poltergeräusch.

? Die Geschwindigkeit soll auf mindestens 100 km/h reduziert werden. Dies würde nicht nur den Lärm reduzieren, sondern auch die Sicherheit erhöhen. Dies lässt sich nach Meinung des Bürgerkomitees kurzfristig umsetzen.

? In den nächsten anderthalb bis zwei Jahren sollen Lärmschutzwände und ein lärmarmer Fahrbelag eingebaut werden. Die Lärmschutzwände sollten nach Vorschlag des Komitees von der Autobahneinfahrt Richtung Freiburg über die Autobahnbrücke bis Ottisberg gehen, also auf einer Länge von 1,65 Kilometern. Dies würde geschätzte Kosten von drei bis vier Millionen Franken verursachen. «Wir fordern nichts Unmögliches. Wir wollen nur, dass das Astra seine Aufgabe wahrnimmt und dafür sorgt, dass die Grenzwerte eingehalten werden», betont Komitee-Mitglied Peter Wymann. Das Komitee weist darauf hin, dass weniger Lärm entlang der Autobahn die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort steigern würde.

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