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An kalten Tagen blieb Zentrum Banc Public abends erstmals länger offen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

FreiburgDas Tageszentrum Banc Public im Freiburger Schönbergquartier gehört zu jenen Einrichtungen, die sich freuen, wenn ihre Besucherzahlen sinken. 2010 kamen im Durchschnitt 45 Personen pro Tag ins Zentrum, um für fünf Franken eine warme Mahlzeit zu essen. Das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr – damals waren die Helfer mit manchmal siebzig Besuchern an ihre Grenzen gestossen.

«Mehrere Personen haben wieder Arbeit gefunden, Junge haben Anschluss zu Projekten oder zur Arbeitswelt erhalten», erklärt die Direktorin Anne-Marie Schmid Kilic diesen Rückgang. Für andere wiederum werde die Lage immer prekärer, zum Beispiel für Personen mit Migrationshintergrund oder mit psychischen Problemen. Das spüre die Vereinigung besonders bei der Beratungsstelle, deren Hilfe weniger Personen beanspruchten, da für aber mit schwierigeren Problemen.

Leichter Gewinn

Die rückläufige Nutzung widerspiegelt sich auch in der Jahresrechnung. Die Vereinigung rechnete für 2010 mit einem Defizit von 16400 Franken, doch im Februar schloss sie, vor allem wegen der geringeren Ausgaben bei den Lebensmitteln, mit einem leichten Gewinn ab – und das, obwohl das Zentrum sein Angebot sogar leicht ausbaute.

Von November bis April konnten die Besucher erstmals nicht nur bis 16, sondern bis 18.30 Uhr in den Räumlichkeiten von Banc Public Unterschlupf finden. Mit der Verlängerung der Öffnungszeiten um 90 Minuten habe die Vereinigung auf ein bestehendes Bedürfnis reagiert, so Schmid Kilic. Im Durchschnitt hätten pro Abend zwölf Personen von dem neuen Angebot Gebrauch gemacht. «Bei Einbruch der Dunkelheit erzählten uns einige Besucher, dass sie Probleme hätten, einen Schlafplatz zu finden», schreibt Isabelle Imbert, Verantwortliche für den Abendempfang, im Jahresbericht von Banc Public. «Solche Situationen beunruhigen uns, und wir geben die Information weiter», fährt sie fort. Rund die Hälfte der abendlichen Besucher sei obdachlos gewesen.

Angebot weiterführen

«Nach dieser Testphase werden wir im kommenden Jahr die neuen Öffnungszeiten beibehalten», bestätigte Anne- Marie Schmid Kilic. Die Erweiterung kostet das Zentrum zusätzlich knapp 18000 Fran ken. Die Direktorin hofft nun, dass der Kanton und die Loterie Romande ihre Unterstützung aufstocken werden. Im Juni soll bereits ein erster Entscheid fallen.

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