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Analyse bestätigt: Kartoffelsalat war wohl Grund für Übelkeit im Lager

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Autor: karin aebischer

Düdingen 27 Personen eines Kinder- und Jugendlagers aus der Region Biel, die in Ottisberg bei Düdingen zelten, mussten am Montagabend wegen Erbrechen und Durchfall mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden (FN vom 14. Juli). Die Ursache der plötzlichen Magenverstimmung war bisher reine Spekulation. Man nahm jedoch an, dass der zuvor verspiesene Kartoffelsalat der Grund für die Massenerkrankung ist.

Das kantonale Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) kommt aufgrund seiner Laboruntersuchungen zum Schluss, dass die Annahme, der Kartoffelsalat sei der Grund für die Vergiftung durch toxigene Bakterien, die wahrscheinlichste ist.

Zu wenig kühl gelagert

Zum einen sprächen die Symptome dafür: Es wurden viele Personen fast gleichzeitig krank, sie mussten sich übergeben und dies sechs Stunden nach dem Mittagessen. Zum anderen spreche auch die ungünstige Zubereitungsart des Kartoffelsalates dafür. So wurden die Kartoffeln gemäss Mitteilung am Abend zuvor gekocht, abgekühlt, geschnitten und zusammen mit der Bouillon bei Umgebungstemperatur bis am späten Montagmorgen gelagert.

Vom Kompost entnommen

Die Analyseergebnisse des Kartoffelsalats müssen gemäss Kantonschemiker Jean-Marie Pasquier jedoch mit Vorsicht interpretiert werden. «Die Probe wurde auf einem Komposthaufen entnommen, auf dem die Reste des Kartoffelsalats entsorgt worden waren», erklärt er.

Vor Ort wurden auch Wasserproben entnommen. Die Analysen ergaben, dass das Trinkwasser im Lager mit Kolibakterien verseucht war. Allerdings wurde dieses Wasser – ausser fürs Waschen von Salat – jeweils abgekocht. Eine weitere Wasserprobe brachte hervor, dass der Schiffenensee, in welchem die Lagerteilnehmer zuvor badeten, nicht der Grund für die plötzliche Übelkeit gewesen sein kann. Das Wasser kann gemäss den Analyseergebnissen als Wasser der Klasse B eingestuft werden. Es ist demnach keine gesundheitliche Beeinträchtigung der Badegäste zu erwarten. Noroviren oder Salmonellen konnten weder im Wasser noch in den Stuhlproben der Patienten gefunden werden.

Keine schlimmen Folgen

Für die 27 erkrankten Lagerteilnehmer ist der Vorfall glimpflich ausgegangen. Bis auf eine Person konnten am folgenden Tag alle das Spital wieder verlassen und das Lager konnte weitergeführt werden. Der Alarm der Lagerleitung löste einen Grosseinsatz aus: Acht Ambulanzen, die Polizei und die Feuerwehr waren im Einsatz. Vier Spitäler nahmen die Patienten auf.

Kantonschemiker Jean- Marie Pasquier erinnert daran, dass Temperatur, Zeit und Medium die Vermehrung von Bakterien positiv oder negativ beeinflussen. So sollten Produkte auch bei einem Pic-Nic möglichst kühl gelagert werden. Über zwei Stunden sollte man zubereitete Speisen bei Raumtemperatur nicht lagern. Gekochte und verderbliche Lebensmittel müssen umgehend auf unter fünf Grad Celsius gekühlt werden. Auch ständiges Händewaschen darf nicht vergessen gehen.

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