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Anerkennung und Sympathien auf der ganzen Welt

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Nach der EM hat die Schweizer Nationalmannschaft von allem mehr: mehr Anerkennung im Ausland, mehr Begeisterung im eigenen Land, mehr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, mehr taktische Lösungen.

Als im letzten Herbst die Resultate nicht stimmten, antwortete Nationalcoach Vladimir Petkovic auf kritische Fragen: „Wir bekommen viel Anerkennung von ausserhalb der Schweiz. Ich erhalte Komplimente vor allem aus dem Ausland.“ Wie sehr das stimmte, ist nicht bekannt. Niemand sieht in den WhatsApp-Account von Petkovic.

An der EM nun hat die ganze Welt gesehen, dass dem Schweizer Team aus der ganzen Welt die Sympathien zugeflogen sind. In Bukarest gab es für den Auftritt gegen Frankreich stehende Ovationen von den neutralen, rumänischen Zuschauern – so gut spielte die Schweiz. In St. Petersburg schlug sich das einheimische Publikum im Verlaufe des Spiels auf die Seite der Schweizer – so heroisch kämpften diese.

Die Schweizer Mannschaft hat auch die Experten beeindruckt. Nach dem Coup gegen Frankreich, sagte ein Moderator des ZDF: „Wer jetzt nicht Fan der Schweiz ist, dem ist nicht mehr zu helfen.“ Und am Freitag gab es vielleicht den Ritterschlag für Petkovic und seine Auswahl: Die siegreichen Spanier standen Spalier und applaudierten, als die Schweizer geschlagen vom Feld gingen.

Fussball als nationales Happening

Die Begeisterung für die Nationalmannschaft hat auch die Schweizer Bevölkerung erfasst. Der Viertelfinal gegen Spanien wurde zum nationalen Happening. Jeder redete mit, jeder schrieb mit, jeder fieberte mit. Nach Jahren des Misstrauens haben Petkovic und seine Spieler dank Mut, Leidenschaft und Spielkultur Herr und Frau Schweizer berührt. Die ewigen Diskussionen über Identifikation, Integration und das Singen der Hymne sind verstummt.

Die Nationalmannschaft hat eine in diesen Fragen geographisch und politisch gespaltene Nation hinter sich gebracht. Für die eher linke Stadtbevölkerung ist die Begeisterung für das eigene Nationalteam wieder hip, und das Zeigen von Schweizer Flagge nicht mehr suspekt. Die eher bürgerliche Landbevölkerung hat derweil registriert, dass auch eine multiethnische Mannschaft die moderne Gesellschaft des Einwandererlandes Schweiz verkörpert. Was Petkovic und die Spieler in den letzten zwei Wochen im Land ausgelöst haben, ist noch bemerkenswerter als das Erreichen des ersten Viertelfinals einer Schweizer Auswahl seit 67 Jahren.

Keine Top-8-Nation

Diese Begeisterung darf aber nicht dazu verleiten, dass dieser in den letzten Jahren vom Team immer wieder angekündigte Erfolg nun zur Gewohnheit wird. Denn die Fakten sind immer noch die gleichen wie vor der EM: Die Schweiz hat im Prinzip keine Top-8-Mannschaft. Als es gegen Frankreich ging, stand ihr eine Equipe gegenüber, in der die elf Stammspieler zusammen 59 Titel im Europacup oder in grossen Ligen geholt hatten. Demgegenüber standen auf Seiten der Schweiz die 6 Titel von Xherdan Shaqiri.

In den letzten zehn Jahren erreichten nur zwei Schweizer, Stephan Lichtsteiner und Shaqiri, mit ihren Klubs einen Champions-League-Halbfinal. Andere Länder hatten allein an dieser EM 15 oder mehr Spieler im Kader, die auf eine solche Erfahrung zählen konnten. Auch deshalb war die Schweiz in der Marktwert-Tabelle der 24 EM-Teilnehmer nur die Nummer 13.

Dies macht den Vorstoss der Schweiz in die EM-Viertelfinals umso erstaunlicher. Es stimmt, dass andere Länder mit vergleichbarem Potenzial in den letzten Jahren auch schon in einem Viertelfinal gestanden haben. Dänemark, Schweden, Polen, Wales, Island, Kroatien, Tschechien, Griechenland, die Türkei, die Ukraine. Sie alle sind seit 2008 mindestens einmal unter die letzten acht vorgestossen. Aber mit Ausnahme der Isländer im EM-Achtelfinal 2016 gegen England mussten sie dazu keinen der ganz Grossen ausschalten; anders die Schweiz mit ihrem Sieg gegen den Weltmeister.

Taktisch flexibel

Die Spiele gegen Frankreich und Spanien haben ausserdem gezeigt, wie sehr Petkovic sein Team weiterentwickelt hat. Er hat ihm einen modernen Stil verpasst, er hat aber gegen Spanien auch demonstriert, dass er einen Plan B oder C in der Hinterhand hat. Die Schweizer können dominieren, sie können aber auch kontern und umschalten. Und sie können rustikal verteidigen, wenn es der Gegner und die Situation erfordern.

Die Schweiz ist an der EM unberechenbar geworden. 800 Pässe pro Spiel begeistern die Nerds im Publikum. Kampf und Leidenschaft, Schweiss, Blut und Tränen begeistern den Rest. Die Schweiz hat auf dem Platz in den letzten drei Wochen alles davon geboten. Und deshalb flogen ihr Anerkennung und Sympathien tatsächlich aus der ganzen Welt zu.

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