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«Anfangs habe ich zu schnell gelesen»

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Autor: Nicole JEgerlehner

Wenn er zu diesem Satz kommt, schaut er vom Buch auf und richtet seinen Blick auf die Zuhörerinnen und Zuhörer: «Ihr Blick war jetzt mehr als böse; er war verrückt.» Johannes Hahn aus Marly hat immer und immer wieder die selben eineinhalb Seiten aus dem Buch «Percy Jackson – Diebe im Olymp» von Rick Riordan gelesen und vorgelesen. Er hat geübt, wann er aufschauen soll und wie er seiner Stimme einen gefährlichen Klang geben kann. Und dann ist er am 8. Mai an der Vorausscheidung des Vorlesewettbewerbs aufgetreten (siehe Kasten).

Von der Klasse bewertet

Der Zwölfjährige schaffte es ins Finale; und so übt er nun wieder. Die zehn Finalistinnen und Finalisten erhalten fünfzehn Minuten vor ihrem Auftritt den Text, den sie vorlesen werden. «Zum Üben geben mir meine Eltern Texte, die ich durchlese und mir überlege, wie ich sie vortragen kann.»

Auch in der Schule hat Johannes geübt: «Die Klasse und die Lehrerin haben mir sehr geholfen», sagt er. «Ich durfte jeden Tag meinen Text vorlesen.» Dabei haben die Klassenkollegen von der Freien Öffentlichen Schule in Freiburg Johannes auch bewertet. «Am Anfang schnitt ich nicht so gut ab, weil ich zu schnell gelesen habe», sagt Johannes, der auch sonst viel liest. Aus der Reihe von Percy Jackson hat er bereits alle drei Bücher, die auf Deutsch erschienen sind, verschlungen.

Ein eigener Text

Christine Lee tritt in der zweiten Kategorie auf: «Dichten und Vortragen» heisst diese, und ist offen für Gedichte, Sprachspielereien und Slam Poetry. «Wir haben in der Schule vom Wettbewerb erfahren», sagt die Elfjährige aus dem Stadtfreiburger Quartier Schönberg. Sie interessiere sich sehr für Wortspielereien, darum habe sie sich zusammen mit ihrem Schulkollegen Arber Beka eingeschrieben. Christine spricht mit ihren Eltern chinesisch, Arber mit seiner Familie albanisch – und zusammen tragen sie einen deutschen Text vor. Der Text handle von Fussball, Gutscheinen «und vielen anderen Sachen», sagt Christine. Im Gegensatz zu Johannes musste sie nicht an einer Vorausscheidung teilnehmen: In ihrer Kategorie gab es so wenige Anmeldungen, dass alle direkt ins Finale kamen.

«Es geht so», meint Christine auf die Frage, ob sie nervös sei. Sie repetiert den Text mit Arber in der Schule, manchmal auch zu Hause. Auswendig lernen sie ihren Text nicht: «Wir haben unser Blatt dabei.»

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