Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Angst vor einem Einkaufszentrum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Warum diese Geheimniskrämerei? – Der Bauherr des 20-Millionen-Neubauprojekts hüllt sich weiterhin in Schweigen». So lauteten Titel und Obertitel eines Artikels in den FN vom 22. November 1984. Es ging dabei um ein Mehrzweckgebäude mit Gewerbe-, Verkaufs-, Ausstellungs- und Büroräumen in Oberflamatt, das von einer privaten Baufirma geplant war. Nicht einmal der Gemeinderat wisse, wer die Gebäude nach der Realisierung nutze und was darin untergebracht werde, heisst es im Artikel. Weiter heisst es darin, dass die Verantwortlichen der Bauunternehmung für eine Auskunft nicht zu erreichen seien. «Was aber soll die Geheimniskrämerei? Warum dieses Versteckspiel?», fragt der Journalist.

Er zitiert den damaligen Gemeindeammann Heinz Heimberg: Die Situation sei für den Gemeinderat nicht befriedigend. Da keine detaillierten Pläne aufgelegt wurden, verstärke sich der Verdacht, dass möglicherweise ein Einkaufszentrum entstehen könnte. Dieses Vorhaben habe in Flamatt keine Freunde. «Ein Einkaufszentrum würde das einheimische Gewerbe gefährden, während man mittleren und kleineren Betrieben keineswegs negativ gegenüberstehe. Diese würden sogar begrüsst, aber nur, wenn sie das einheimische Gewerbe nicht konkurrieren», wird der damalige Baufachmann der Gemeinde, Theo Häring, zitiert.

Die Gemeinde habe angesichts der Geheimniskrämerei gehandelt. «Um das Neubauprojekt wenigstens vorübergehend auf Eis zu legen, erhob die Gemeinde beim Oberamt Einsprache. Sie verlangte, dass die Behandlung des Gesuchs aufgeschoben werde», heisst es im Artikel. Der damalige Oberamtmann Willy Neuhaus hat dem Aufschub stattgegeben. Die Gemeinde müsse nun innert Jahresfrist eine Zonen- und Reglementsänderung vornehmen. «Auf alle Fälle werden wir jede gesetzliche Möglichkeit ausschöpfen, um den Bau eines Einkaufszentrums zu verhindern», sagte Ammann Heimberg dazu. Der Artikel enthält auch eine klare Aufforderung an das Bauunternehmen: «Vielleicht lässt sich jetzt der Bauherr dadurch aus der Reserve locken und legt die Pläne auf den Tisch. Zu begrüssen wäre das allemal, denn das bisherige Versteckspiel hat die Nerven der Gemeindebehörden über Gebühr strapaziert.»

Dieses Mehrzweckgebäude sei nur das erste Glied einer langen Kette von Projekten, heisst es im Artikel auch. Geplant sei etwa auch ein neues Quartier Spitzmatte mit 110 Wohnungen sowie ein Hotelbetrieb mit Dancing, der beim Bahnhof das baufällige «Station Saloon» ersetzen soll. «Von einem Bauboom kann man nicht sprechen», wird der Syndic zitiert. Die Entwicklung sprenge den normalen Rahmen nicht. Ausserdem werde vieles geplant, aber nicht ausgeführt. Dem Hotelprojekt stehe der Gemeinderat wohlwollend gegenüber, da ein Hotel für die einheimische Bevölkerung neue Arbeitsplätze bedeutet.

im

In der Serie «Aus dem Archiv» stöbern die FN in alten Zeitungsbänden und erinnern daran, was in früheren Zeiten für Schlagzeilen gesorgt hat.

«Was aber soll die Geheimniskrämerei? Warum dieses Versteckspiel?»

FN-Artikel vom 22. November 1984

«Ein Einkaufszentrum würde das einheimische Gewerbe gefährden.»

Vorname Name

Funktion

Mehr zum Thema