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Anlass gegen Privatisierung der Kinderkrippe

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An der Leiterin der HFR-Kinderkrippe solle ein Exempel statuiert werden. Das befürchten Freiburger Gewerkschaften und haben deshalb für kommenden Dienstag einen Anlass auf dem Pythonplatz in Freiburg organisiert, wie sie gestern an einer Pressekonferenz bekannt gaben. Das Freiburger Spital fasse sicherlich weitere Privatisierungen ins Auge. Indem das HFR der Krippenleiterin mit der Kündigung drohe, halte es andere betroffene Angestellte davon ab, sich zu wehren. Zur Erinnerung: Im Januar kündigte der Verwaltungsrat des Freiburger Spitals HFR an, die Kinderkrippe zu privatisieren, und startete eine öffentliche Ausschreibung. Ende März organisierte der Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD zusammen mit den Krippenangestellten einen Streiktag. Diesen bezeichnete der HFR-Verwaltungsrat als illegal und eröffnete eine Administrativuntersuchung gegen die Leiterin der Krippe. Eine Kündigung aus «wichtigen Gründen» sei möglich.

 «Wenn der Frau gekündigt wird, verliert sie alles», sagte Gaétan Zurkinden, Generalsekretär des VPOD, gestern. Es gelte, das Verfahren gegen die 57-Jährige, die seit 24 Jahren im Kantonsspital arbeitet, einzustellen. Vor zwei Wochen hatte der VPOD diesbezüglich an den Staatsrat und den HFR-Verwaltungsrat appelliert, allerdings keine Antwort erhalten. Auf Anfrage sagte HFR-Verwaltungsratspräsident Philippe Menoud gestern: «Das Verfahren läuft noch.»

An der Veranstaltung vom kommenden Dienstag gehe es auch darum, sich generell gegen Privatisierungen im öffentlichen Sektor zu wehren, sagte Milka Miskovic vom Freiburger Gewerkschaftsbund.

Als politische Unterstützung war gestern der Grüne Grossrat Laurent Thévoz anwesend, in eigenem Namen, wie er sagte. Offizielle Unterstützung von Parteien haben die Gewerkschaften noch nicht, jedoch vom Dachverband des Staatspersonals Fede.

Weitere Privatisierungen?

Gaétan Zurkinden sprach gestern davon, dass das Freiburger Spital plane, die Endoskopie zu privatisieren. Verwaltungsratspräsident Philippe Menoud winkte jedoch ab: «Das stimmt nicht.» Im November hatte das HFR bekannt gegeben, dass es in der Gastroenterologie, der die Endoskopie angehört, verstärkt mit Belegärzten zusammenarbeiten werde, da es in diesem Bereich in Freiburg einen akuten Mangel gebe. Das Konsortium der Ärzte solle in den Räumlichkeiten des Kantonsspital eine eigene Praxis führen. «Das hat aber nichts mit einer Privatisierung zu tun», so Menoud.

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