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Annäherungen an die Essenz der Natur

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«Diese Ausstellung ist eher farbig, es kann aber auch schon mal etwas dunkler sein», sagt Ivo Vonlanthen über seine aktuelle Ausstellung in der Galerie de la Schürra in Pierrafortscha, wo der Sensler Künstler noch bis zum 22. Juni seine Aquarelle und Ölgemälde zeigt. Dort hat Vonlanthen bereits in den Jahren 2005 und 2010 ausgestellt. Was sein Lieblingsmotiv angeht, hat sich seither nicht viel verändert. Im Mittelpunkt seiner Gemälde steht noch immer die Natur: «In meine Bilder muss man hineingehen können, wie bei einem Spaziergang durch die Natur», sagt Vonlanthen.

Die Natur als Ganzes

Vonlanthens Bilder sind keine genauen Abbildungen von einzelnen Pflanzen oder Naturräumen. Vielmehr geht es ihm um den subjektiven Gesamteindruck, den die Natur hinterlässt. In den Bildern sind keine einzelnen Motive abgebildet, sondern verschiedene Eindrücke, die sich zu einem Kunstwerk verdichten, das im Versuch, die Essenz der Natur einzufangen, die räumlichen und zeitlichen Grenzen sprengt. «Mich interessieren nicht unbedingt die einzelnen Motive, sondern das, was die Natur als Ganzes ausmacht», so Vonlanthen. Die Bilder werden dabei zu eigenen Welten, die sich der Betrachter erst erschliessen muss. «Der Betrachter muss lange und mehrmals hinsehen können, um dabei die verschiedenen Schichten des Bildes freizulegen», so Vonlanthen. «Meine Bilder sind wie Gedichte, einerseits sehr verdichtet und gleichzeitig vollkommen offen, so dass sie jedes Mal neu und anders gelesen werden können», sagt er.

 Malen als Ritual

Wann er mit seinen Bildern fertig ist, wisse er oft selbst nicht so genau. «Manchmal zerstöre ich auch wieder einzelne Teile des Bildes, indem ich radiere oder übermale. Schliesslich gibt es auch in der Natur Zerstörungen und ständige Veränderungen», so Vonlanthen. «Eigentlich könnte ich unendlich weitermachen, immer im Fluss bleiben», sagt er. Dass das Malen für ihn ein Prozess ist, der nie wirklich abgeschlossen ist, zeigen auch seine kleinformatigen Aquarelle, denen im alten Speicher neben der Galerie eine eigene kleine Ausstellung gewidmet ist. Er selbst bezeichnet diese skizzenartigen Bilder, die aus unzähligen Wanderungen in der Natur hervorgegangen sind, als Zeichnungen. Nebeneinander hängend werden sie als konstantes Element im Schaffen Vonlanthens erkennbar. «Die Zeichnungen sind für mich ein sich immer wiederholendes und nie endendes Ritual», sagt er.

Von Bild zu Bild springen

Die Räumlichkeiten der Galerie de la Schürra sind wie für die Werke geschaffen. Die Konstellation der Bilder erlaubt es dem Betrachter, mit dem Blick von einem Bild zu einem anderen zu springen und so Vonlanthens Versuch, mit jedem Bild etwas näher zur Essenz der Natur durchzudringen, nachzuvollziehen. Und wenn der Blick gelegentlich durch eines der Fenster in die umliegende Natur schweift, schliesst sich der Kreis. Das Ritual beginnt von Neuem.

Galerie de la Schürra, Pierrafortscha. Bis zum 22. Juni. Fr., Sa. und So. 14 bis 18 Uhr.

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