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Ansichten einer Autistin

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Rudina ist Autistin. Mit acht Jahren hat sie unter Anleitung eines Kunstpädagogen zu malen begonnen und fand dadurch einen intensiveren Kontakt zu ihrer Umwelt, als ihr bisher möglich war. Seit sechs Jahren malt die unterdessen 22-Jährige selbstständig. Ihre Werke wurden bereits an nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt und verschiedentlich ausgezeichnet.

Bei Rudina Proda findet ein Innenleben sein Bild. Ihre Werke sind Ansichten ihrer selbst und erzählen was sie beschäftigte. Eine Bleistiftzeichnung, eher eine Ausnahme in den mehrheitlich farbenstarken Bildern, wirkt in ihrem dunklen Grauschwarz bedrückend. Eine Frau ist zu sehen, einsam in trostlosem Milieu. Es ist ein Bild aus einer Reihe von Werken, die während der Albanienkrise entstanden. Hoffnungslosigkeit und das Gefühl, kein Licht zu haben, drückt sich sehr stark darin aus.
Fast ausnahmslos werden die Bilder von Frauengestalten dominiert. Es sind Frauen mit grossen, kräftigen Händen und dunklen Augenumrandungen. An einem Ort ist eine Frau – Rudina selbst? – umgeben von einer farbenprächtigen Traumwelt, die an ausgelegte Blütenblätter erinnert. Andernorts ertrinkt eine weibliche Gestalt mit einer Landschaft in intensivem rot.
Nach Freiburg geholt hat die Ausstellung Beatrice Prisse, Verantwortliche der ASED (Vereinigung zur Unterstützung von Kindern in Not). Sie kennt Rudina Proda aus der Arbeit der ASED in Albanien. Sie male ein Bild immer in einem Zug, manchmal einen ganzen Tag bis spät in die Nacht hinein, erzählt Beatrice Prisse über Rudina, «sie gibt sich völlig in ihre Bilder hinein».
ASED verwirklicht regelmässig Projekte zusammen mit dem pädagogischen Institut Freiburg. Dahinter steckt die Philosophie, spezifische Unterstützung der Ausbildung und Infrastruktur von Institutionen für Behinderte (u.a.) in Albanien. Die ASED wolle nicht belehren, wie Frau Prisse betont, sondern unterstützen und Hoffnung vermitteln. Entstanden ist daraus eine freundschaftliche Beziehung und ein gegenseitiger Austausch, wie die Ausstellung im «Phenix» zeigt.
Ein solcher Austausch ermöglicht einen Kontakt mit anderen Kulturen – in diesem Falle der albanischen – und fördert auch die Toleranz. Die Fremde bekommt ein Gesicht und die ASED trägt vielleicht so auch ein wenig dazu bei, Vorurteilen à la Emmen ein differenziertes Bild entgegen zu setzen.

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