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April, April – und sowieso: «Ätsch, reingelegt!»

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April, April – und sowieso: «Ätsch, reingelegt!»

Autor: Marjolein Bieri

Alle Jahre wieder. Der April wird nicht nur mit dem wechselhaftern Wetter in Verbindung gebracht, sondern auch mit seinem obligatorischen Scherz am Monatsanfang. Doch woher kommt der Aprilscherz eigentlich?

Lizenz zum Lügen

Du sollst nicht lügen! Das steht schon so in der Bibel. Und trotzdem widmen wir der Lügerei alljährlich einen kompletten Tag. Den 1. April.

Nicht nur Kinder stürzen sich wie wild auf die offizielle Erlaubnis, ihre Mitgenossen zu veräppeln, sondern auch Erwachsene, Zeitungen, Fernseh- und Radiostationen auf der ganzen Welt. So erzählt man dem Kollegen, seine Schnürsenkel seien offen, der Lehrmeister schickt seinen Lehrling, ein gerades Häkchen im Lagerraum zu holen, und die Zeitung verkündet am Morgen, in England werde neu der Rechtsverkehr eingeführt.

Doch wo und wann der Aprilscherz seinen Ursprung fand, scheint niemand zu wissen. Dies verwundert kaum, denn nicht einmal die Historiker sind sich über dessen Entstehung einig. Es existieren so viele Erklärungsversuche, wie es jedes Jahr Aprilscherze gibt.

Manche vermuten, der Brauch gehe schon auf die alten Römer zurück, die Anfang April zu Ehren der Göttin Venus rauschende Feste feierten, derbe Scherze inklusive. Die wahrscheinlichste aller Theorien geht jedoch weniger weit in die Vergangenheit zurück. Sie gründet im Jahr 1564 n. Chr. in Frankreich. Damals verlegte der französische König Karl IX. im Zuge der Kalenderreform das Neujahrsfest, das bis anhin am 1. April gefeiert worden war, auf den 1. Januar. Wer dieser Änderung nicht folgen wollte oder davon mangels Verbreitungsmöglichkeiten nichts wusste, wurde alsdann als «April-Narr» bezeichnet.

Sofort verbreitete sich die Tradition wie ein Lauffeuer über ganz Europa und mit den Auswanderern nach Amerika, Australien und nach Südafrika.

Schliesslich lässt man es sich ja nicht zweimal sagen, dass man ohne Konsequenzen lügen und seine Mitmenschen auf den Arm nehmen darf. Diesen Spass werden sich die passionierten Aprilscherzkekse wohl auch für viele weitere Jahrhunderte nicht nehmen lassen, egal, woher er nun auch stammen mag, er, der allseits beliebte Aprilscherz.

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